Digitalisierung wird zur Obsession

Transportmittel wird mit Transportgut verwechselt, die Verpackung mit dem Inhalt

Von Gastautor Josef Hueber

“ Only a fool doesn’t know that a new technology produces losers and winners.“ (N.Postman)

Laut „Wiktionary“ versteht man in der Psychologie unter Obsession eine Zwangsvorstellung, eine Besessenheit, eine fixe Idee. Dieses wohl nicht auf psychische Gesundheit verweisende Symptom hat offensichtlich die Diskussion um Bildung und deren Optimierung unangreifbar und vollständig vereinnahmt. Gemeint ist die mittlerweile zum Trommelfeuer mutierte Dauerberieselung mit dem Begriff „Digitalisierung“. Sie scheint das Alpha und Omega eine Erörterung der Problematik „Bildung im 21. Jahrhundert“ zu sein. Allerdings: Was dieser Obsession im öffentlichen Diskurs zugrunde liegt, ist eine geistlose Gleichsetzung von Ungleichem: Das Transportmittel wird mit dem Transportgut verwechselt, die Verpackung mit dem Inhalt.

Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft hat in diesem Zusammenhang eine Studie in Auftrag gegeben. Frank Fischer, Professor für empirische Pädagogik und pädagogische Psychologie an der LMU München, hat 400 Lehrer befragt, Lehrpläne durchforstet sowie Aus- und Fortbildung von im Lehramt Tätigen untersucht. Das zentrale Interesse galt dabei der Frage nach der Umsetzungsdichte von medienbezogenen Kenntnissen in Ausbildung und Lehre.

Hier die Ergebnisse, die, um der Forschung den Geruch von Relevanz zu verleihen, schockieren sollen: Ein sogenanntes Medienkonzept gibt es nur an einer von vier Schulen. Jeder zweite Lehrer konstatiert, dass die Netzanbindung an seiner Schule zu langsam sei. Der Support von außerschulischen IT-Experten sei mangelhaft. Der olle Beamer ist das am häufigsten vorhandene technische Gerät, nur 17% der Klassen steht ein Tablet zur Verfügung. Noch schlimmer: Nur ca. 30% der Unterrichtsräume haben Notebooks, nur 4% erfreuen sich unabkömmlicher interaktiver Tische.

Soweit der als skandalös präsentierte Zustand schulischer Einrichtungen. Weiter geht’s in der Studie mit der Konstatierung des völlig überholten Frontalunterrichts sowie der fraglos zu entsorgenden präpädagogischen Hilfsmittel Tafel und Kreide (Die Entwicklung eines Gedankens anhand eines, während der Erklärung entstehenden Tafelbildes hielt man vermutlich früher irrtümlicherweise für einen sehr wichtigen, Erkenntnis und Verständnis fördernden Prozess.). Innovatives Arbeiten mit Medien (ohne Powerpoint gar nicht möglich, klar) gibt es an den Schulen nur zwischen 9% und 18%. Ja, und dann fand man noch alles Mögliche zu Lehrerausbildung und antiquierten Einstellungen von Lehrern zu den bildungsrevolutionären digitalen Medien. Am schlimmsten dann dies: Wegen der unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der für die Ausstattung der Schulen zuständigen Kommunen, so der Augsburger Oberbürgermeister Gribl, sei eine Zweiklassen-Schulsystem zu befürchten. Nein, nicht diskriminierende Schulen für Hoch- und für Weniger-Begabte, sondern Schulen mit Tablets und Schulen nur mit Tafel und Kreide (Würde das nicht gegen das Grundgesetz verstoßen?). Das, so sinngemäß das überzeugende Argument des obersten Wirtschaftsvertreters von Bayern, Alfred Gaffal, würde Bayern im Wettbewerb mit anderen High-Tech Nationen weltweit abkoppeln.

Diese Ansammlung von irrtumsgeleiteten Scheinwahrheiten ist politisch längst zum Dogma geworden. So erstaunt es nicht, dass die Bayerische Staatsregierung den Kommunen eine dreistellige Millionensumme hinlegt, damit das Nonplusultra nachhaltiger Geistesbildung gewährleistet ist. 40 Millionen Euro in 2018, sage und schreibe 122,5 Millionen in 2019/2020. Bei der Vorstellung des “ Bildungspaktes Bayern“ schränkte der Kultusminister Spaenle jedoch ein, dass diese Summen nur als „Einstieg“ gedacht seien. Man darf also davon ausgehen, dass ein Mehrfaches an Beträgen für die Allheilmittel Tablets, Notebooks und ihre Verwandten aufzubringen sein wird, damit endlich das “ digitale Klassenzimmer“ die staubige Kreide auf dem verstaubten Weg zur Bildung ablösen und die „vierte Kulturtechnik“, der Umgang mit digitalen Medien, sattsam vermittelt wird.

Gelegentlich mag es von Nutzen sein, bei der Beurteilung von Zeitphänomenen nicht nur aktuelle Meinungen mit spekulativen (Pseudo)Zukunftsvisionen zu befragen, sondern den Horizont in Richtung Vergangenheit zu erweitern. Auch dies hat mit Bildung und Erkenntnis zu tun. Lassen wir uns also einmal ein auf Gedanken zur Medienrevolution, wie sie von einem nicht ganz unkundigen Pionier auf diesem Gebiet reflektiert und geäußert wurden, auch wenn er nicht wusste, was ein ein Smartphone ist. Ich meine den mittlerweile verstorbenen amerikanischen Kommunikationswissenschaftler Neil Postman. Sein Buch „Wir amüsieren uns zu Tode“ hat wohl die größte Verbreitung und Berühmtheit erfahren, und er verdient immer noch, trotz einer kurzen, aber letztlich belanglosen historischen Distanz, unsere Aufmerksamkeit.

In seinem Vortrag, gehalten in den 90er Jahren, „The surrender of culture to technology“
(Die Preisgabe der Kultur an die Technik) stellt er mehrere Fragen, deren Beantwortung die Sinnhaftigkeit neuer Technologien beurteilen lässt. Nur wer keine Ahnung von der Geschichte der Technik hat, so Postman, glaubt, dass eine technische Erfindung vollständig neutral und wertfrei sei.

Postman benennt die Probleme neuer Technologien, indem er mehrere Fragen dazu aufwirft. Die Antworten sollen Einsichten vermitteln, inwiefern eine neue Technologie sich in eine Kultur einfügt und so unsere sozialen Institutionen fördernd prägt. Die Fragen sind seiner Meinung nach wichtiger als die Antworten, da letztere sich im Laufe der Zeit und unter den Betroffenen ändern können. Die Fragen, so Postman, bleiben jedoch zeitübergreifend eine intellektuelle Waffe gegen die Gefahr, von der Faszination einer neuen Technologie überwältigt zu werden. Einige davon seien hier genannt. Sie müssen, so Postman, an alle neue Technologien gestellt werden.

– Was ist das Problem, für dessen Lösung die neue Technologie eine Lösung bietet?
(Auf das Thema Schule und Internet bezogen: Inwiefern ist Lernen in der Schule Problemen ausgesetzt, die nur mithilfe der Digitalisierung gelöst werden können?)

– Wer wird von der Einführung der neuen Technologie profitieren, und wer bezahlt sie?

– Welche neuen Probleme sind aus der Lösung des Problems zu erwarten, nachdem wir das Problem gelöst haben? Sein Beispiel: Das Fernsehen hat Probleme gelöst, aber die Aufgabe der Sozialisierung von Kindern schwieriger, wenn nicht gar unmöglich gemacht. Es sei unwahrscheinlich, dass irgendeine neue Technologie nach der Lösung von Problemen keine neuen Probleme hervorruft. Deswegen, so Postman, müssen wir, trotz aller Schwierigkeiten, bei der Einführung neuer Technologien über die möglichen negativen Folgen einer neuen Technologie in der Zukunft nachdenken.

– Welche Personen/Gruppen werden erwartungsgemäß den größten Schaden von der Einführung neuer Technologien nehmen? Es gibt im Zuge der Einführung neuer Technologien immer Gewinner und Verlierer. Bill Gates, der gewiss kein Verlierer der neuen Computer-Technologie ist, verbreite ständig die These, dass Computertechnologie niemandem Schaden zufügen wird.

Die Verlierer sollen dankbar und begeistert sein und sich vor allem nicht bewusst werden, dass sie die Verlierer sind. Lehrer, so Postman, sind ein Beispiel für begeisterte Verlierer, die man in die Illusion treibt, dass sie zu den Gewinnern gehören. Es gebe keinerlei Beweise, dass gut bezahlte, nicht überforderte Lehrer weniger für Schüler leisten als Computer. Die Lehrer sind in seinen Augen Verlierer, aber es gebe keinen Aufschrei unter ihnen. Im Gegenteil, die Ankündigung millionenschwerer Investitionen in Computer begeistere Lehrer über die Maßen. Zitat Postman: „Bill Gates liebt diese Manifestation von Dummheit.“

Vera Lengsfeld berichtet auf ihrem Blog von einem ihrer Vorträge an einer aus Höflichkeit nicht genannten Universität. Die BWL-Studenten , so Lengsfeld, hatten keine Ahnung vom Unterschied zwischen Marktwirtschaft und Planwirtschaft.

Dies lag sicher an der während derer Schulzeit unzureichenden Ausstattung mit Tablets, Notebooks und interaktiven Tischen. Man erklärte es den Schülern vermutlich nur mittels eines mit Kreide erstellten Tafelbildes.
(vera-lengsfeld.de)

„Erinnerung höchste Form des Vergessens“

Das Dritte Reich und das ekelhaft reine Gewissen

(www.conservo.wordpress.com)

Adrian F. Lauber *)

I. Ein praktischer toter Diktator

Zivilcourage zu üben, ist immer dann besonders einfach, wenn man dafür nicht couragiert sein muss. Wenn es alle tun – oder wenn es zumindest eine Mehrheit tut.

Der tugendhafte Bildungsbürger von heute könnte davon ein Lied singen, wenn er nur ehrlich zu sich selbst wäre. Leider ist er das oft nicht. Daher will ich ihm etwas auf die Sprünge helfen.

Der Bildungsbürger von heute ist stolz auf sein Geschichtsbewusstsein. Keine n-tv- oder phoenix-Doku über das Dritte Reich, die er nicht mindestens einmal gesehen hat! Kein Gedenktag, den er vergisst! Keine Hollywood-Verfilmung, die ihn nicht zu Tränen gerührt hätte!

Der Bildungsbürger weiß über die in deutschem Namen vor sieben Jahrzehnten begangenen Verbrechen gut bescheid. Er lässt keine Gelegenheit aus, mit wohl gesetzten Worten die sich daraus ergebende Verantwortung zu betonen. Er ist der Typus Mensch, der seine Sätze gern mit „Gerade wir als Deutsche …“ beginnt.

Der Bildungsbürger ist in seiner Selbstwahrnehmung aufgeklärt und couragiert – und leider vollkommen benebelt.

Was er nicht realisiert: sein tugendhafter Einsatz gegen das Dritte Reich erfordert keinerlei Mut, weil – und das scheint er hin und wieder zu vergessen, wo er doch ständig ein neues 1933 verhindern will – das Dritte Reich schon seit 1945 nicht mehr existiert. Adolf Hitler und seine Schergen sind tot. Von ihnen geht keine Gefahr für Leib und Leben mehr aus.

Man geht keinerlei Risiko ein, indem man sich gegen diese Herrschaften, ihr Regime und ihre Verbrechen positioniert. Nicht nur, weil uns von diesen Männern nichts mehr droht, sondern auch weil die weit, weit überwiegende Mehrheit der heutigen Deutschen sowieso und völlig zu Recht darin übereinstimmt, dass das Dritte Reich ein verbrecherischer Staat war.

Nur Narren würden das leugnen. (Wobei es diese Leugner natürlich gibt! An Narren hat es dieser Welt noch nie gemangelt.)

So viel der Bildungsbürger von den damaligen Verbrechen weiß, so unwohl wird ihm, wenn er mit Dingen konfrontiert wird, die sich heute abspielen und gegen die man ja vielleicht etwas unternehmen könnte.

Das Dritte Reich ist insofern für ihn ungeheuer praktisch, als er sich völlig folgenlos dagegen positionieren und seinen Heiligenschein damit aufpolieren kann. Er muss nichts weiter tun, denn die Vergangenheit lässt sich bekanntlich nicht rückgängig machen. Noch leichter (und noch billiger) kann man sich kaum moralische Punkte holen.

(Wie schrieb Johannes Gross? „Je länger das Dritte Reich zurückliegt, umso stärker wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen.“)

Die Gegenwart ist dagegen bisweilen äußerst lästig, denn sie kann den Menschen durchaus zum Handeln zwingen, sie kann ihm Courage abverlangen, sie kann für ihn manchmal sehr unangenehm sein, wenn man sich mit seiner Courage z. B. in eine Minderheitenposition begeben muss und sich plötzlich ziemlich unbeliebt macht.

Werden wir nun konkret:

Ich spreche ja nicht ohne Hintergedanken vom Dritten Reich. Wenn wir daran zurückdenken, fallen uns aus naheliegenden Gründen die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden zuerst ein.

Das Gedenken daran ist dem Bildungsbürger, der was auf sich hält, sehr wichtig – wogegen nichts zu sagen wäre, wenn es nicht so widerlich verlogen wäre.

Ich habe es selbst erlebt, wie Menschen, die eben noch gaaaaaaaaaaanz couragiert gegen die Nazis und ihre Verbrechen wetterten, plötzlich nichts mehr hören wollten, als ich sie auf den heutigen Judenhass ansprach, den sich Europa durch Abschaffung seiner Grenzen in Massen aus der islamischen Welt importiert. Sie wollten nichts davon wissen, wie tief dieser Hass in der Kultur verankert ist, die wir in unserer Flüchtlingsbesoffenheit beklatschen. Sie wollten nichts davon wissen, dass Juden aus Frankreich, Schweden und anderen europäischen Ländern abhauen, weil sie sich aufgrund von Hetze und Gewalt nicht mehr sicher wähnen – die nicht nur, aber eben zu einem großen Teil von zugewanderten radikalen Muslimen ausgeht.

Wie der Antisemitismus-Forscher Dr. Manfred Gerstenfeld herausgefunden hat, wurden alle antisemitischen Morde in Europa seit Beginn des Jahrhunderts von Muslimen begangen. Das gibt zu denken.

Ich werde so manche Konversation nicht vergessen. Ich muss gestehen, dass es mir eine gewisse diebische Freude bereitet hat, den einen oder anderen Scheinheiligen gehörig zu entlarven. Wo es keine Courage erfordert – in Bezug auf ein untergegangenes Regime – sind sie voller Engagement bei der Sache. Aber wehe, man spricht sie auf die heutigen Gefahren an! Manchen sieht man an, wie sie geradezu körperlich darunter leiden, wenn man sie mit den unangenehmen Fakten konfrontiert.

Es war der Publizist Eike Geisel, der gesagt hat, dass die Erinnerung in Deutschland die höchste Form des Vergessens sei. Das klingt auf den ersten Blick nach einem Widerspruch in sich, ergibt aber durchaus Sinn.

Viele glauben tatsächlich, das Lernen aus der Geschichte erschöpfe sich darin, die Vergangenheit zu kennen. Tatsächliches Lernen aus der Geschichte müsste aber heißen, aus den Lektionen der Vergangenheit Folgerungen für heutiges Handeln zu ziehen.

Wenn man aber nur das erstere praktiziert, sich nur Wissen über die Vergangenheit aneignet, ohne daraus irgendwelche Konsequenzen zu ziehen, dann kann die Erinnerung in der Tat zu einer Form des Vergessens werden. Dann benutzt man die Kenntnis von der Geschichte nur als Alibi. Man tut so, als hätte man etwas gelernt, um sich heutiges Handeln ersparen zu können….(Fortsetzung des ganzen Artikels auf (www.conservo.wordpress.com)

Gefragt

Erinnert sich noch jemand daran, dass am 24. September eine Bundestagswahl stattgefunden haben soll? Und was ist: Merkel und ihr Hofstaat spielen weiterhin Regierung, einschließlich der SPD, welche sich am Wahlabend zur totalen Opposition erklärt hat? Ist das keine Volksverblödung? Sind noch mehr Beweise nötig, um zu zeigen, wie sinnlos Wahlen sind ohne Rechtsstaat und Demokratie und Volksvertreter?

Gesagt

Der Terror braucht drei Verbündete, um mächtig zu werden: Die Allesversteher, die Drumherumsteher, die Zuspätweiner.
(Hans Kasper)

Gelesen

SpaichingenUmleitung17geschäfte

(tutut)Da haben die Spaichinger noch einmal Glück gehabt. Für 15 000 Euro gab’s  gleich zwei Kunstwerke. Einem Verein und der Schaffenskraft der Steuerzahler sei Dank. Denn zu einer Schreiberin Leid ist was passiert: „Der Kunstmarkt rotiert...Ein Bild, dessen Echtheit noch nicht einmal zweifelsfrei bewiesen ist, wechselt für die sagenhafte Summe von 450 312 500 Dollar den Besitzer. Ist der Kunstmarkt irre? Ja“. Noch einmal Glück für Spaichingen: Sein Kunstwerk ist echt. Jeder, der wollte, konnte bei der Anfertigung zuschauen, wie um es gerungen wurde. Ohne „Nervenkrieg um Jamaika“, eine Insel im Ententeich macht unterm Berg den Primstädtern schon genug zu schaffen, während sie einer „Allianz für Kohleausstieg“ schon lange gelassen zusehen. Denn überall verzichten die Bürger auf Kohle und überlassen sie Nächsten aus der Ferne. Schön, dass dabei die Luft immer reiner wird, seit „Grüne und CDU sich auf Landesfonds zur Luftreinhaltung“ geeinigt haben. Die Kehrwoche war einmal, jetzt wird  samstags die Luft gesiebt, dass es fein staubt. Wer das kann, der verkauft auch Indern italienische Salami als deutsche vom Bodensee. Wo ist das Problem? Wollten die keine echte aus Italien, sondern mit Made aus Germany? Ist nun mit mehr verfolgten Schützlingen aus Indien zu rechnen auch im Kreis Tuttlingen? Flucht zur Wurst?  Einer, der das im Bild festhalten will, muss sich beeilen. Als „Jäger der verborgenen Orte“ wird er es mit seiner Kamera immer schwerer haben, Orte im Land überhaupt zu erreichen. Nichts als Barrieren. Alle Dörfer und Städte heißen „Umleitung“. Das ist oberste Kriegslist. Kein Feind würde sich da zurechtfinden. Und wenn, dann halten ihn Schlaglöcher und Brückenruinen auf, falls er nicht sowieso im Stau stecken bleibt. Währenddessen nimmt der ganz normale Wahnsinn mit Ochs und Esel seinen Lauf. „14 Sponsoren aus der Region haben ihren Werbeplatz bekommen, so dass das Fahrzeug von der Spaichinger Frühförderstelle für mobile Tätigkeiten in den Kindergärten des Landkreises im Rahmen der Kooperationsarbeit genutzt werden kann“. Kapiert? Rätsel gibt allerdings diese Schlagzeile auf: „Denkinger Dorftheater steht wieder an“. War das mal unterbrochen? Wer noch nie was von einem „heiligen Otmar“ gehört hat, kennt Durchhausen nicht, das Dorf mit der Kirche „Zu den Heiligen Engeln“. Um einer verrückten Welt zu entfliehen, genügt es allerdings schon, am kindgerechtem betreuten Lesen in Trossingen teilzunehmen. Was gibt es Schöneres als „entspannte Kommunikation“? Nur Radfahren ist schöner, aber: „Nicht das Auto verdammen“. Noch wird es gebraucht als Sündenbock, bis andere Böcke durchs Dorf nach Jamaika getrieben werden. Fällt da noch jemand die Gäubahn ein? Wie lange hat sich einer um sie gekümmert, bis sie als Kümmerling verkümmert ist, so wie eine Lichtgestalt  als Leuchtturm solange herumgeknipst hat und jeder rief: mehr Licht! Nun fährt sogar schon Freiburg Tuttlingen das Donauwasser ab und lässt die Gäubahn, die einstige Madrigale zwischen Sizilien und Ostsee vergessen. Die  BZ  meldet:Zum Fahrplanwechsel erhält Freiburg nach über zehn Jahren wieder einen Direktzug nach Mailand. Fünf Stunden soll die Fahrt mit dem 250 km/h schnellen Euro-City-Express dauern„.  Der Bummelzug aus Tuttlingen hat es zwar viel näher bis Mailand, braucht dafür aber länger: 5 Stunden 20 Minuten ist die schnellste Fahrt. Wenn das kein Fortschritt ist!  Wer allerdings das Auto nimmt, muss wissen, wie er es vor dem Klima rettet: „Der Winter naht und es ist knackig kalt. Ihr Auto ist dann von einer Eisschicht überzogen? So bekommen Sie es schnell wieder frei!“ Ja, was wäre ein Gränzbote ohne Genzwertiges.

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Alles Kunst, alles, echt und alles billig.

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Auch wenn Tribünen gesperrt und Hallen saniert werden müssen, so kümmert sich die Stadt Spaichingen selbst doch um die wahren Sportevents auf ihrer website. 

Staatsanwaltschaft Freiburg ermittelt Fehler bei Flüchtlingsunterbringung
Im Fall Hussein K. hat die Staatsanwaltschaft Freiburg Ermittlungen gegen die private Jugendhilfeeinrichtung „Wiese“ eingeleitet. Im Raum steht der Verdacht des Abrechnungsbetrugs.Seit 2015 kümmert sich die Jugendhilfeeinrichtung „Wiese“ in enger Zusammenarbeit mit den Sozialämtern Freiburg und Breisgau-Hochschwarzwald um 120 unbegleitete minderjährige Geflüchtete. So organisierte sie auch die Anschlussunterbringung des mordverdächtigen Hussein K. bei einer Freiburger Arztfamilie. Weil dafür offenbar eine zu hohe Leistung abgerechnet wurde, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.Die Wiese GmbH selbst spricht von einem Formfehler. Man habe die Hilfearten „Betreutes Jugendwohnen“ und „Erziehungsstelle“ verwechselt. Für letzteres hätte eine Fachkraft zusammen mit Hussein K. wohnen müssen….Laut BZ widerspricht das Landesjugendamt „Wiese“ – Pflegemutter von Hussein K. sei nicht geeignet gewesen…
(swr.de. Fehler? Skandal! Ist nicht der Staat verantwortlich für den Merkel-Murks im Land gegen Grundgesetz und Strafgesetze? Das sind keine „Flüchtlinge“! Damit fängt der ganze teure Unfug schon an! Lug und Trug. Einzelfall? Handelt es sich vielleicht um Abgründe von Landesbetrug am Steuerzahler? Wann wird mal ermittelt gegen alle Verantwortlichen? Ist ein Justizminister auch nicht mitverantwortlich?)

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NACHLESE
Vertagung nach nächtlichem Verhandlungsmarathon
Maximaler Druck, kein Schlaf: Merkels Last-Minute-Strategie für Jamaika ist gescheitert
Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel gilt als erfahrene und Gipfel-gestählte Verhandlerin – mit einer Stärke dafür, lange Nachtsitzungen erfolgreich durchzustehen. Eine ähnliche Strategie wandte Merkel auch bei den Jamaika-Gesprächen an. Aber die Nachtsitzung verlief anders als erhofft.
(focus.de. Gilt Schlafentzug nicht als Folter? Nachts mit Merkel vor der Insel im fliegenden Holländer?  Wer wünscht sich denn sowas? Erich?)
„Bin extrem frustriert“:
Kubicki fällt vernichtendes Urteil über Jamaika
Fünfzehn Stunden Verhandlungsmarathon und am Ende gibt es trotzdem noch keine Einigung. Die Reaktionen der Sondierer auf die Vertagung waren sehr unterschiedlich. Doch vor allem Kubickis Reaktion zeigt: Die Stimmung bei den Parteien ist angespannt.
(focus.de. Wer verhandelt da eigentlich? Über Deutschland als Merkels Resterampe? Glaubt Kubicki sich selbst nicht, wenn er sagt: „Die Welt ist verrückt!“ Selber schuld, wenn da ein paar Leute FDP und Grüne und CDU gewählt haben.)
===================merkelrasta

NRW: 15-Jährige von Asylanten vergewaltigt
Ahlen/Münsterland: Im Ahlener Stadtteil Dolberg soll ein 25-jähriger Mann eine 15-Jährige vergewaltigt haben. Nach Auskunft von Polizeipressesprecher Peter Spahn hat sich der Übergriff offenbar am Mittwochabend gegen 22.30 Uhr auf einer Parkbank ereignet. Das Mädchen und der Asylbewerber kannten sich laut Polizeipressesprecher. Noch am Mittwochabend habe die Minderjährige die Tat der Polizei gemeldet und angezeigt, berichtet Spahn. Der 25-jährige Mann sei festgenommen worden und befinde sich in Untersuchungshaft. Ob der Tatverdächtige in dem Übergangswohnheim für Asylbewerber am Hermesweg in Dolberg lebt, konnte der Polizeipressesprecher nicht sagen. Stadtpressesprecher Frank Merschhaus sagte auf Anfrage, dass der Mann dort wohne. Die Jugendliche werde durch den Opferschutz der Polizei betreut, sagte Spahn. Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt von der zuständigen Staatsanwaltschaft Münster hatte auf Anfrage gesagt, dass die Kreispolizeibehörde in Warendorf Auskunft erteile. Diese hatte zu dem Fall bis Dienstag keine Mitteilung herausgegeben, weil es sich bei dem Opfer um ein minderjähriges Mädchen handelt. Spahn betonte, dass da der Opferschutz besonders groß geschrieben werde. In dem rund 3500 Einwohner zählenden Dorf Dolberg ist der Übergriff derzeit das Gesprächsthema.
Stuttgart-Untertürkeim: Polizeibeamte haben am Donnerstag (09.11.2017) einen 33 Jahre alten Mann in Stuttgart-Untertürkheim festgenommen, der verdächtigt wird, am Sonntag (05.11.2017) eine 31-Jahre alte Frau in Weilimdorf vergewaltigt zu haben. Die 31-Jährige kannte den Mann offenbar flüchtig und ließ sich von ihm am Sonntag (05.11.2017) gegen 08.00 Uhr nach einem Diskothekenbesuch offenbar zunächst nach Hause begleiten und nahm ihn dann mit in ihre Wohnung. Dort wurde der Tatverdächtige nach derzeitigem Kenntnisstand sexuell zudringlich. Obwohl die 31-Jährige die Zudringlichkeiten eindeutig abgelehnt und sich dagegen gewehrt haben soll, ließ der 33-Jährige offenbar nicht von seinem Vorhaben ab und soll sich an der Frau vergangen haben. Schließlich gelang es der 31-Jährigen, aus ihrer Wohnung zu entkommen und bei Nachbarn Hilfe zu suchen. Dem Tatverdächtigen gelang vor Eintreffen der alarmierten Polizei die Flucht. Kriminalpolizeiliche Ermittlungen führten auf seine Spur. Die Festnahme erfolgte am Donnerstag (09.11.2017) gegen 07.30 Uhr in Untertürkheim. Auf Grund des zwischenzeitlich seitens der Staatsanwaltschaft Stuttgart erwirkten Haftbefehls gegen den 33 Jahre alten Gambier erfolgte am Donnerstag (09.11.2017) die Vorführung beim zuständigen Richter, der Haftbefehl erließ….
(pi-news.net)

J-Day dauert länger
maybrit illner: Ahnungslosigkeit und faule Kompromisse
Diese Nacht verkauften die Journalisten als J-Day – als Tag des Jamaika-Durchbruchs. Die ARD vertrieb uns die Wartezeit mit dem Bambi, aber gerade als ein „Rassismus ist schei..e-Bambi“ vergeben wurde, zwang uns die Chronistenpflicht zu Illner – natürlich pflichtgemäß mit dem J-Day als Thema.
VON Stephan Paetow
Nun sei die Festlegung auf diese Nacht als Nacht der Entscheidung nichts weiter als ein üblicher Merkel’scher Taschenspielertrick, erklärte der Journalist Robin Alexander, den wir übrigens aus der Schar der folgsamen Merkel-Truppe herausnehmen müssen. Der Welt-Redakteur ist eine der rühmlichen Ausnahmen, dessen Freude an Fakten einer blinden Gefolgschaft im Wege steht. Eine solche Termin-„Inszenierung hat ja ein paar mal geklappt“, erinnerte der Autor des Buches „Die Getriebenen“, und sei jedes Mal „von allen Schauspielern mitgetragen“ worden….
(Tichys Einblick. Jetzt muss Merkel wohl zu härteren Drogen greifen. Statt Rum ist Wodka dran, gepresst und verkorkst aus Kartoffeln der Uckermark, vefeinert durch Spreewaldgurken.)

Prominenter Physiker warnt:
Stephen Hawking: Wir müssen die Erde verlassen!
(faz.net. Friedhöfe voll?)

Antisemitismus
Kein arabischer Rassismus auf deutschem Boden!
Ein Frankfurter Gericht akzeptiert, dass Kuwait Airways einen israelischen Staatsbürger nicht transportiert. Es ist ein Skandal, denn unser Grundgesetz verbietet Diskriminierung.
(welt.de. Diskriminieren Gerichte nicht auch Deutsche? Woher nehmen sie trotz Abschaffung des Rechtsstaats die Berechtigung?)

Wölfe: Umweltschützer mahnen zur Sachlichkeit
Nur wenige Wölfe in Deutschland zeigen ein auffälliges Verhalten. Schäfer und andere Tierhalter dürften aber von der Politik nicht alleingelassen werden, fordert der Nabu.
(Schwäbische Zeitung. NGO sind Glaubensgemeinschaften, was haben die mit Sachlichkeit zu tun?)

Netzwerkdurchsetzungsgesetz
Die Säuberungswellen laufen an
Die auch ohne NetzDG mögliche Ahndung von Straftaten zeigt, daß es den Befürwortern dieses Gesetzes nicht um die Bekämpfung von Straftaten in sozialen Medien geht, sondern um die Zurückgewinnung der Herrschaft über den politischen Diskurs. Bei den „Sondierungsgesprächen“ von Union, Grünen und FDP heißt es derweil, man wolle das NetzDG „durch eine Neuregelung weiterentwickeln“.
(Junge Freiheit. Ohne Rechtsstaat keine Meinungs- und Pressefreiheit. Wer sind Deutschlands Feinde?)

AchtungMesser

Innerhalb weniger Tage mehrere Angriffe
Brutale Messerattacken schocken Köln
Von MARKUS WIENER
Klingenstadt Solingen – das war einmal. Heute ist eindeutig Köln die Messerstadt Nummer Eins im Westen. Am schönen Rhein wird nicht nur fröhlich gezecht, sondern auch rücksichtslos zugestochen bis der Arzt kommt. Seit Jahren häufen sich im öffentlichen Raum brutale Messerattacken aus nichtigen Anlässen oder schlichter Habgier. Die polizeilichen Täterbeschreibungen klingen oft ähnlich: jüngerer Südländer gesucht, arabisches Aussehen, gebrochenes Deutsch … Nicht nur alteingesessene Kölner fragen sich da: Wen haben wir bzw. unsere etablierten Politiker da eigentlich alles ins Land gelassen? Jüngste Beispiele der beängstigenden Entwicklung: Innerhalb weniger Tage gab es gleich zwei scheinbar grundlose Messerattacken auf belebten Plätzen: An Allerheiligen  wurde ein 53jähriger gehbehinderter Mann mitten auf dem zentralen Pariser Platz in Köln-Chorweiler vor dem Abgang zur U-Bahnstation von einem „jungen Südländer“ niedergestochen. Der ca. 20jährige flüchtige Tatverdächtige rammte gegen 22.30 Uhr dem am Rollator gehenden Opfer von hinten ein Messer in den Schulterbereich. Das Opfer schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr, befindet sich jetzt aber zum Glück auf dem Weg der Besserung. Ganz ähnlich erging es wenige Tage später einem 28jährigen Mann beim Karnevalsauftakt am 11.11. in Köln-Mülheim: Auf dem Weg zum zentralen Wiener Platz lief eine dem Opfer  unbekannte Person von hinten kommend auf den 28-Jährigen zu. Unvermittelt rammte der Täter seinem Opfer ein Messer heftig in den Oberschenkel. Anschließend flüchtete der Messerstecher in Richtung Stadtgarten. Der Geschädigte verlor aufgrund des hohen Blutverlustes immer wieder das Bewusstsein. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde er schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert, Lebensgefahr besteht zum Glück inzwischen ebenfalls nicht mehr. Der etwa 30 Jahre alte flüchtige Tatverdächtige hat in diesem Fall nach Angaben der Polizei ein arabisches Aussehen. Sowas hat es immer schon gegeben? Alles keine Frage der Nationalität oder „kulturellen Prägung“? Die Kölner Polizeimeldungen legen zumindest eine andere Deutung nahe. Der Eindruck, dass manche Tätergruppen wesentlich schneller mit Messern und anderen lebensgefährlichen Waffen zur Hand sind, als es früher in mitteleuropäischen Breitengraden üblich war, ist wohl nicht aus der Luft gegriffen. Doch wer im linksliberalen Köln so etwas offen  anspricht, der erntet nicht nur im Stadtrat schnellmal ein lautes „Pfui“ oder „Rassist“ …
(pi-news.net)

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FAZ: „Merkel – Ein Rückblick“
Merkel 1999 in der FAZ: „Die Partei muss laufen lernen“ – Und 2017?
Einst wurde Merkel von der FAZ hochgejubelt – Wird sie jetzt von der Zeitung für Deutschland zum Abschuss freigegeben?
VON Josef Kraus
(Tichys Einblick. Sie hat der „CDU“ Beine gemacht und ihre verloren, nun ist alles ausgelaufen. Nach Jahren der Huldigung und Jubelberichte zeigt die FAZ jetzt plötzlich Merkel die Tür: Professor Wolfgang Streeck, ehemaliger Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, schreibt „Merkel – Ein Rückblick“. Finis Merkel? Wieder mal ein „kluger Kopf“ hinterm Blatt?)
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Brexit-Verhandlungen:
Juncker zu May: „Die Uhr tickt“
(faz.net.Und er?)

Deutsche Sicherheitspolitik
Bundeswehrverband warnt vor kritischem Zustand der Armee
Zu wenige Fahrzeuge, kaum einsatzbereite Hubschrauber, Flugzeuge und Schiffe sowie eine unzureichende Ersatzteillage – die Bundeswehr ist „nur bedingt einsatzbereit“, heißt es seitens des Deutschen Bundeswehrverbands. Zwischen politischem Anspruch und Wirklichkeit lägen Lichtjahre. In einem Maßnahmenkatalog fordert der Verband nun ein Umdenken.
(Junge Freiheit. Viel Geld, viel Schrott. Täuscht den Feind.)bundeswehrfliegertauben

Die Tauben haben das Sagen.

Kritische Anmerkungen zur BVerfG-Rechtsprechung betr. den »ethnischen Volksbegriff«
Wer schützt die Verfassung vor Karlsruhe?
Das gescheiterte Verbotsverfahren gegen die NPD zeigte vor allem eines: Der Volksbegriff in der neuen, bunten, vielfältigen Bundesrepublik wird unter Generalverdacht gestellt. Plötzlich ist jeder, der ein „deutsches Volk“ als Grundlage Deutschlands behauptet, potentieller Verfassungsfeind! Die Verfassungsrichter in Karlsruhe passen ihre Urteile also zusehends der herrschenden Politik an. Deren Kennzeichen ist die Auflösung aller identitären Strukturen – Ehe, Familie, Volk, Gott usw. Die AfD muss hier klar Stellung beziehen. Denn alle verantwortlichen Politiker leisten schließlich den Eid auf Deutschland und müssten eigentlich zum Wohle des deutschen Volkes handeln. Und das Volk ist kein „Konstrukt“ von irren Rechten. Das Volk ist der Souverän! Auch das macht die neue Studie des konservativ-freiheitlichen Instituts für Staatspolitik (IfS) mehr als klar. „Wer schützt die Verfassung vor Karlsruhe?“ fragen die Autoren vielleicht ein wenig provokant – und treffen mit dieser Frage doch ins Schwarze! Denn was passiert hier, wenn das Volk geleugnet wird? Wenn vorgegeben wird, dass jeder einzelne Mensch ein einzelner Mensch ist, ohne Verbindungen, ohne Loyalitäten, ohne Vaterland?
Was passiert, ist jedenfalls von Karlsruhe gedeckt: Es werden die Rechte des Einzelnen künstlich gegen die Rechte der Gemeinschaft in Stellung gebracht. Das führt am Ende zu einer Auflösung aller Institutionen, in denen der Mensch über Jahrhunderte Halt finden konnte. Diese Rechtsprechung ist aber, so die IfS-Studie, weder mit der Entstehungsgeschichte, noch mit dem Geist des Grundgesetzes, noch mit der bisherigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts in Einklang zu bringen.
Doch diese Entwicklung, das Volk als rechtes Konstrukt zu verbrämen, steht nicht alleine. 2015 wurde klar: Deutschland, das ist ein Land ohne Grenzen. Und: Deutschland, das ist das Land ohne (Staats-)Volk! Wenn es beides jedoch nicht mehr gibt, ist die Bahn frei für Multikulti und Islamisierung, dann gibt es keinen Souverän mehr, der dies verhindern könnte.
Wirklich freie Bahn? Hoffentlich nicht. Wer sich dem demokratischen Erbe Deutschlands verpflichtet weiß, muss, so das IfS, die Beseitigung des Volkes und seiner Souveränität bekämpfen. Da ausgerechnet die Volksgegner und damit Grundgesetzgegner aber über politische, mediale und juristische Dominanz verfügen, kommt es zur bizarren Situation, dass die Verteidiger des Volkes und der Verfassung als Verfassungsfeinde gebrandmarkt werden. Das muss an jedem abprallen, auch wenn’s schwerfällt. Man muss weitermachen, auch wenn Diffamierung durch den „Verfassungsschutz“ viele Islamkritiker und aufrechte Patrioten bedrängt.
Und: Man hat immer mehr Weggefährten, die sich nicht beirren lassen von den schmutzigen Beleidigungen und Verdächtigungen. Das Sagbare weitet sich aus unter den normalen Menschen, viele Leute akzeptieren die Politik der Herrschenden nicht weiter ohne jeden Widerspruch. Die Legitimation der Volksabschaffer schwindet.
In der IfS-Studie wird klargestellt, dass Schwinden kein sofortiger Prozess ist, sondern mühsam:
    *Wann die bröckelnde Legimitätsfassade, hinter der die Herrschenden ihr rechts- und verfassungswidriges Vorgehen zu Lasten des Souveräns verbergen, in sich zusammenfällt, wissen wir nicht.*
Doch der Zeitpunkt wird kommen, ist sich das Institut sicher:
     *Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt es Aufgabe des geistigen und politischen Widerstands, alles dafür zu tun, dass der Souverän aufwacht, bevor er endgültig besiegt wird.*
Dieses Fazit soll Mahnung und Auftrag zugleich sein. Noch ist es nicht zu spät. Die vorliegende IfS-Studie leistet dabei ihren positiven Teil zur Aufklärung der Gegenöffentlichkeit. Sie bündelt Fakten, Infos und Hintergründe auf 30 kompakten Seiten, mit allen relevanten Quellen zur eigenen Weiterarbeit an diesem so wichtigen Thema des Souveräns: und das ist nunmal das deutsche Volk!
Bestellinformation:
» Institut für Staatspolitik: „Wer schützt die Verfassung vor Karlsruhe?“ (5 €)
(pi-news.net)

_________________________________________________________________________ZUSCHRIFT

Familienzusammenführung, aber anders

Die potenziellen Koalitionsparteien streiten über den Familiennachzug von Zuwanderern. Verstehe ich nicht. Man kann sich doch hoffentlich auf eine Familienzusammenführung verständigen, diese muss nicht im Wege des Nachzugs geschehen.

Die Familienzusammenführung ist doch am sinnvollsten, dass das eine Familienmitglied hier zur Familie dort reist und nicht die Familie zu dem einen hier. Das würde jenen auch viel Reiskosten sparen. Denn die Rückführung erfolgt auf unsere Kosten, während die Anreise der Familie vielleicht die restliche Familienkasse auffressen würde.

Es geht sowieso nur um den Personenkreis mit nur vorübergehenden Bleiberecht. Und wenn der Krieg in Syrien vorüber ist, ist auch das Bleiberecht vorüber. Der „Flüchtling“ hat hier überlebt und die Familie dort. Und die Sicherheitslage dürft nach dem Ende des schlimmsten Teils des Kriegs besser geworden sein.

Würden die vielen Familien ihr Hab und Gut aufgeben und jetzt ein paar Jahre nach Deutschland kommen, was wird dann wohl noch davon übrig bleiben, wenn sie endgültig zurückgehen? Die dortigen Nachbarn, oder wer auch immer, werden sich alles unter den Nagel reisen. Soll das der Preis des Familiennachzugs zu uns sein?

Wer jetzt einwendet, die streitigen Familien haben zu Hause gar keine Wohnung oder Haus (mehr), hat das gleiche Schicksalt bei uns die Mehrheit der Bevölkerung, die auch kein Wohneigentum hat. Das Fehlen an Wohnraum ist keine Fluchtgrund, sonst würden aus Deutschland viele fliehen müssen.      

Albrecht Künstle, Herbolzheim

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Merkels „dankbare“ Gäste
Falkenfels: MuFl–Unterkunft zu Kleinholz verarbeitet
Von EUGEN PRINZ
Letzten Samstag (11.11.) alarmierte eine in der Unterkunft für unbegleitete minderjährige Asylbewerber in Falkenfels (Landkreis Straubing-Bogen/Niederbayern) angestellte Betreuerin die Polizei, weil eine Gruppe von Merkels jungen Gästen in dem Heim alles kurz und klein schlägt. Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern schickte mehrere Polizeistreifen zu der Flüchtlingsunterkunft. Vor Ort wurde festgestellt, dass das komplette Inventar der Einrichtung zu Kleinholz verarbeitet worden war. Zu diesem Zweck hatten sich die jungen Wilden dem Vernehmen nach mit Ketten und Holzlatten ausgerüstet. Da auch sämtliche Fenster eingeschlagen worden waren, musste die Freiwillige Feuerwehr Falkenfels anrücken, um das Anwesen mit Verschalungen zu sichern.Bei den „dankbaren“ Gästen handelt es sich um einen 15-jährigen und drei 16-jährige afghanische Asylbewerber. Sie werden in dem Heim betreut, weil sich ihre Erziehungsberechtigten nicht im Inland befinden, heißt es in der polizeilichen Pressemitteilung im schönsten Amtsdeutsch.Man könnte auch sagen, die ganze Sippe hat zusammengelegt, die Reise  finanziert und wartet nun darauf, in einigen Jahren mit monatlichen Überweisungen beglückt zu werden. Diese Erkenntnis verdanken wir dem ehemaligen Bundeswehrarzt Dr. Reinhard Erös, der seit vielen Jahren in Afghanistan lebt, die dortige Sprache spricht und als Experte für dieses Land gilt. In einem Interview (Min. 5:15) mit dem Lokalsender TVA Regensburg, zerstört er die gutmenschlichen Vorstellungen von den armen Verfolgten aus Afghanistan. Das heißt, arm mögen sie schon sein, aber nicht verfolgt.Dieses Schicksal wird möglicherweise auch uns noch blühen, denn ein minderjähriger unbegleiteter Flüchtling (MuFl) kostet den Steuerzahler monatlich 5250 Euro. Da darf er aber keine Krankheiten, psychische Auffälligkeiten oder sonstige Beschwerden mitgebracht haben. Einzelfälle sind bekannt, wo die Guten mit monatlich 70.000 Euro zu Buche schlagen. Ja, Sie haben richtig gelesen und diese Info stammt von Horst Seehofer höchstpersönlich. Doch zurück nach Falkenfels.Im Rahmen der polizeilichen Absuche der Unterkunft konnte einer der 16-jährigen Randalierer in seinem Zimmer angetroffen und festgenommen werden.Die anderen drei Afghanen flüchteten in einen angrenzenden Wald, nicht ohne vorher noch die Windschutzscheibe eines vor der Unterkunft parkenden Polizeiautos einzuschlagen. Die Polizei forderte weitere Verstärkung an und durchsuchte mit starken Kräften das Waldstück. Dort konnten die Randalierer schließlich gestellt und festgenommen werden. Die vier Kandidaten, Deutschlands vielversprechende Zukunft, verbrachten die Nacht in einer Arrestzelle der Polizei, mussten aber dann nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder aus dem Gewahrsam entlassen werden. Da die Unterkunft in Falkenfels infolge der Bemühungen unserer afghanischen Gäste vorerst unbewohnbar ist, wurden sie vom zuständigen Jugendamt auf andere Unterkünfte verteilt….Auslöser für ihre Protestaktion war nach ersten Aussagen ihre Unzufriedenheit mit der Unterbringungssituation. Dies ist auch nachvollziehbar, denn wie aus den Fotos hervorgeht, hatten ihre Desktop Computer noch altmodische Röhrenmonitore anstelle von Flachbildschirmen. Das geht gar nicht. Allerdings stellt sich die Frage, was der Streifenwagen mit der Einrichtung zu tun hatte. Wahrscheinlich muss man das als Kollateralschaden der Unmutsäußerung einstufen.Der angerichtete Sachschaden beträgt nach momentanem Stand mindestens 20.000 Euro. Die Kosten des Polizei- und Feuerwehreinsatzes nicht mitgerechnet, versteht sich.Kommentar: Die Bilder lassen trotz der Zerstörungen erkennen, dass es sich vorher um eine sehr schöne, gut ausgestattete und wohnliche Einrichtung gehandelt hat. So manche allein erziehende deutsche Mutter, die mit ihrem Kind von Hartz IV lebt, würde sich alle zehn Finger danach ablecken, so wie diese afghanischen Asozialen untergebracht zu werden. Dass Vater Staat für sie und ihr Kind monatlich 5250 Euro aufbringt, davon kann die allein erziehende Mutter ohnehin nur träumen. Was muss eigentlich noch passieren, damit endlich einmal ein Umdenken stattfindet?
(pi-news.net. Warum werden illegale Merkelgäste nicht landesüblich untergebracht? Deutsche Zivilisation schient sehr unpassend zu sein.)

Islamist verbeitet aus der Haft heraus Propaganda
Ein als Gefährder eingestufter Häftling soll in Berlin aus dem Gefängnis heraus islamistische Propaganda auf Facebook verbreiten. Die SIcherheitsbehörden gehen davon aus, daß der 27 Jahre alte Mann aus dem Libanon „jede Gelegenheit für einen Anschlag/Angriff auf Ungläubige nutzen will“.
(Junge Freiheit. Da wird zugeguckt?)

Rassismusvorwürfe13
Universität Leipzig prüft dienstrechtliche Schritte gegen Professor
…Hintergrund sind Rassismusvorwürfe gegen den Jura-Dozenten Thomas Rauscher…Rauscher hatte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter Anfang der Woche geschrieben: „Wir schulden den Afrikaner und Arabern nichts. Sie haben ihre Kontinente durch Korruption, Schlendrian, ungehemmte Vermehrung und Stammes- und Religionskriege zerstört und nehmen uns nun weg, was wir mit Fleiß aufgebaut haben.“ Zudem hatte er mit Blick auf die Demonstrationen zum polnischen Unabhängigkeitstag kommentiert: „‘Ein weißes Europa brüderlicher Nationen’. Für mich ist das ein wunderbares Ziel.“ Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) kritisierte die „ausländerfeindliche Meinung von Rauscher“…. Am Donnerstag sprengten Mitglieder des „Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbands“ unter dem Motto „Rauscher, rausch ab“ eine Vorlesung des Professors….
(Junge Freiheit. Grundgesetz weg, Rechtsstaat weg, es gilt eine Diktatur gegen Meinungsfreiheit?)

Merkelgedankenfrei

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Aus den Feuilletons
Gleich mehrere Interpretationen der Kanzlerin
Von Burkhard Müller-Ullrich
„Das Ende von Merkel!“ oder „Mit Merkel kann es gar nicht weitergehen!“ – So in etwa klingen die Experten von FAZ und ZEIT und übertreffen sich in der Formulierung der Begründungen. Allerdings nicht ohne „Aber“.Noch sind die jamaikanischen Schwampel-Verhandlungen in vollem Gang, aber das Feuilleton weiß schon: Es ist aus! „Die Ära Merkel geht zu Ende“, schreibt in der FAZ der emeritierte Kölner Soziologe Wolfgang Streeck. Und in der ZEIT stellt sein in Kassel lehrender Kollege Heinz Bude fest, „daß die Ära von Angela Merkel vorbei ist, jedenfalls wenn man darunter die Dominanz eines Politikstils des Abschleifens von Ecken und Kanten, des Ausgleichens widerstrebender Ziele und der pragmatischen Bewältigung unversehens auftauchender Probleme und Gefahren besteht.“ Das ist nett gesagt, aber wer die rosafarbene Muttibrille ab- und stattdessen das scharfe Rückblicksglas von Wolfgang Streeck aufsetzt, der kann von pragmatischer Problembewältigung nicht viel erkennen. Stattdessen: eine Folge jäher Positionswechsel, die den Vertrauenshaushalt des Staates extrem belasten. Streeck lässt die wesentlichen und wohlbekannten Punkte vom Atomausstieg bis zur Grenzöffnung Revue passieren und wendet sich dann einem gerade für uns Journalisten heiklen, ja schmerzhaften Aspekt zu, und der Presseschauer liest diesen außergewöhnlich langen Text, der eine ganze Zeitungsseite füllt, geradezu mit angehaltenem Atem. Zum einen, weil hier im Feuilleton der FAZ der frühere Feuilletonchef der FAZ, Patrick Bahners, für einen vor Jahresfrist gegen Streeck und pro Merkel geschrieben Artikel gewissermaßen zurückgeohrfeigt wird, und zwar mit der Formulierung, er habe da „eine für die Hochzeit der Ära Merkel nicht untypische Interpretation der Rolle des politischen Journalisten als Panegyriker“ an den Tag gelegt. Zum anderen, weil er den ganzen Affentanz unserer „substanzentleerten und deshalb sentimentalisierungsbedürftigen deutschen Postdemokratie“ um Willkommenskultur und ihr Gegenstück, die AfD, in der gruseligen Einhelligkeit von Medien, Schulen, Universitäten, Jugendverbänden, Kulturschaffenden und Klerikern aller Art als intellektuellen Totalausfall kritisiert…Der Autor analysiert allerdings auch genau, wie dieser Dressurakt funktioniert, nämlich indem alle heiklen Themen zu AfD-Themen erklärt wurden, über die man nicht sprechen durfte. „Antifa als politische Bazooka“, nennt das Streeck und führt aus: „Dabei speist sich die Existenz der AfD als Partei mehr als erwartet aus der Substanz von CDU und CSU. Um die Blutung zu stoppen, hatte Merkel die wichtigste moralische Ressource des Landes, das Erschrecken vor seinen historischen Verbrechen, ebenso bedenken- wie letztlich erfolglos eingesetzt – verbraucht zu Zwecken politischer Machterhaltung um den Preis einer Trivialisierung von Faschismus und Rassismus.“…Bloß: wenn irgendwo eine rechte Veranstaltung stattfindet, gehen die anderen Parteien mit allen parlamentarischen Mitteln dagegen vor. Darüber schreibt die WELT natürlich keine süffisanten Artikel…
(deutschlandfunkundkultur.de. Die Feuilletons sind der letzte Platz, wo Merkel zu vermuten sein müsste. Hat man in den Medien Hoffnung, dass dort niemand liest, später aber gesagt werden kann, wir haben es immer gewusst? Die politischen redaktionen bleiben ihrer blinden Propaganda treu beim Tragen der Schleppen von Merkels neuen Kleidern.)
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Kritische Gedanken zum Volkstrauertag

kriegmundharmonika

Nur wer die eigenen Opfer ehrt, ehrt alle Opfer

Von WOLFGANG HÜBNER

Am kommenden Sonntag steht der diesjährige Volkstrauertag auf dem Kalender. In allen deutschen Städten und vielen Gemeinden werden Gedenkfeiern an die Millionen Opfer der Kriege stattfinden. Und wie fast in jedem Jahr werde ich am Sonntag in meiner Stadt Frankfurt am Main in die traditionsreiche Paulskirche gehen, um an der örtlichen Gedenkfeier teilzunehmen. Ich erwarte allerdings, dass ich wie in all den Vorjahren die Paulskirche mit einem Gefühl der Unzufriedenheit verlassen werde. Denn wieder einmal wird das Gedenken an die Kriegstoten des eigenen Volkes geradezu krampfhaft verbunden werden mit einem Gedenken an die Opfer aller Kriege und Bürgerkriege auf der ganzen Welt. Und wieder einmal weiß ich dann: Das überfordert mich, aber bestimmt nicht nur mich.

Eigentlich kann ich an diesem besonderen Tag ganz konkret nur an meinen Onkel Wilhelm denken, obwohl ich diesen nie kennen lernen durfte. Der Stiefbruder meiner Mutter ist nämlich im Alter von 19 Jahren am 31. Dezember 1942 „auf einem Zerstörer im Nordmeer vor dem Feind gefallen“, wie es in dem Wehrpaß handgeschrieben steht, den ich seit vielen Jahren aufbewahre. Am Zeitpunkt des Todes meines Onkels war ich noch nicht geboren. Aber sein Schicksal und seine Briefe an die Eltern, meine Großeltern, haben entscheidend bei mir dazu beigetragen, später den Wehrdienst zu verweigern und den Ersatzdienst im Krankenhaus zu leisten.

Das Schicksal des kurzen Lebens meines Onkels Wilhelm ist tragisch verbunden mit dem Schicksal von Millionen gefallener deutscher Soldaten und den hunderttausenden Opfern des Bombenkriegs und der Vertreibung. Indem ich des toten Onkels gedenke, vermag ich auch all dieser Menschen aus meinem Volk ehrend gedenken. Und es gelingt mir sogar, mich an diesem Tag der deutschen Kriegstoten des Ersten Weltkriegs und des Krieges von 1870/71 zu erinnern, weil ich mich mit diesen Kriegen und ihren Ursachen wie Folgen in den letzten Jahren intensiver beschäftigt habe.

Nicht einmal ein Tag nur für die deutschen Opfer
Was mir allerdings trotz aller Reden und Beschwörungen an jedem Volkstrauertag ehrlich gesagt nicht und immer weniger möglich ist, das ist das Gedenken an alle Opfer aller Kriege und Bürgerkriege dieser Welt in einer Weise zu empfinden, die auch eine echte Emotion in mir auslöst. Denn ich fühle mich von einem so umfassenden Gedenken völlig überfordert. Früher habe ich das noch hingenommen, aber nun will ich das nicht mehr tun. Ich will einfach nicht mehr akzeptieren, dass jedes Volk, das Opfer in den unseligen Kriegen der Vergangenheit zu beklagen hatte, an einem Tag im Jahr seiner Opfer in besonderer Weise gedenkt und sie damit ehrt, jedoch das deutsche Volk, das so große Opfer in drei Kriegen bringen musste, das Gedenken an die eigenen Opfer Jahr um Jahr geradezu verstecken soll, damit nur niemand auf die Idee kommt, damit wäre auch die Rechtfertigung der Hitler-Barbarei verbunden.

Unerträglicher Hochmut
Mein im Nordmeer für immer versunkener Onkel Wilhelm hat sich 1941, im Alter von gerade 18 Jahren, nicht freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet, weil er der Hitler-Barbarei, sondern weil er seinem Land dienen wollte. Das mag uns Heutigen schwer verständlich sein. Aber nur unerträglicher Hochmut der glücklichen Nachgeborenen könnte uns ein Verhalten verurteilen lassen, das  mit dem noch so jungen Leben bezahlt werden musste. Dazu mögen andere fähig sein, ich nicht. Wahrscheinlich bin ich auch deshalb nicht fähig, es ohne inneren Widerspruch zu ertragen, Jahr um Jahr in der Paulskirche oder wo auch immer in Deutschland am Volkstrauertag einem so umfassenden Gedenken, Mahnen und Appellieren beizuwohnen, dass meine echten Empfindungen betäubt statt geweckt werden.

Ich bin es nun leid, das noch länger zu verschweigen. Denn ich bin sicher: Nur wer aufrichtig und emotional ergriffen der Kriegsopfer des eigenen Volkes ehrend gedenkt, der kann auch der Kriegsopfer aller anderen Völker gedenken und damit diese ehren. Wir Deutsche haben nicht nur das Recht, sondern auch die patriotische Pflicht, diejenigen nicht zu vergessen, die in den drei Kriegen der Nation ihr Leben verloren. Nur wenn wir das tun, werden wir auch wissen und angemessen respektieren, wie es ist, wenn Franzosen, Engländer. Amerikaner, Russen oder Polen sich ihrer Kriegstoten erinnern.

Der Charakter eines Volkes
Am kommenden Sonntag muss ich wieder gutgemeinte oder penetrant gutmenschliche Reden in der Paulskirche über mich ergehen lassen. Dann werde ich innerlich abschalten und mich an meinen Onkel Wilhelm erinnern sowie an meine an den Volkstrauertagen der fünfziger Jahre bei Radioübertragungen stets weinende Großmutter. Und ich werde an einen Ausspruch von General Charles de Gaulle denken, der sinngemäß gesagt hat, den Charakter eines Volkes könne  man daran ermessen, wie es mit seinen Gefallenen verlorener Kriege umgehe. Wir heutigen Deutschen hätten diesen Charaktertest leider sehr zu fürchten.
Wolfgang Hübner.

(PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der 71-jährige leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.)
(pi-news.net)

Eine sich zersetzende Zivilisation

Innerlich gebrochen: Frankreich  beraubt sich seiner Identität

Von Giulio Meotti

(Englischer Originaltext: France: A Decomposing Civilization
Übersetzung: Daniel Heiniger)

Die Behörden und Eliten Frankreichs zerreißen Stück für Stück das historische, religiöse und kulturelle Erbe des Landes, so dass am Ende nichts mehr übrig bleibt. Eine Nation, die ihrer Identität beraubt ist, wird feststellen müssen, dass ihre innere Kraft gebrochen ist.

Das Martyrium von Pater Jacques Hamel in den Händen der Islamisten ist bereits in Vergessenheit geraten; der Ort des Massakers wartet noch immer auf einen Besuch von Papst Franziskus als Zeichen des Mitgefühls und der Achtung.

Frankreich im Zeichen des Gedenkens an die Opfer der Terroranschläge vom 13. November 2015: Was wurde in den zwei Jahren seit den Anschlägen erreicht?

Die französischen Behörden gewähren den mehr als 2.500 Opfern der Dschihad-Angriffe in Paris und Saint-Denis eine Entschädigung in Höhe von 64 Millionen Euro. Wichtige Siege wurden auch durch Anti-Terror-Kräfte errungen. Nach einer Umfrage der Wochenzeitung L‘ Express wurden in den letzten zwei Jahren 32 Terroranschläge vereitelt, 625 Schusswaffen beschlagnahmt, 4.457 Dschihadistenverdächtige durchsucht und 752 Personen unter Hausarrest gestellt. Aber der allgemeine Eindruck ist der eines „von innen her fragilen“ Landes.

Der spanische antifaschistische Journalist Manuel Chaves Nogales flüchtete 1939 nach Frankreich, wo er den Zusammenbruch der Französischen Republik unter dem deutschen Angriff erlebte. Sein Buch, die Todesangst Frankreichs, hätte auch heute geschrieben werden können. Nogales schrieb, während die deutschen Soldaten durch Paris marschierten, strömten die Franzosen aus den Kinos, „zur rechten Zeit für den Apéritif im Bistro“.

Nachdem im vergangenen Monat in Marseille zwei französische Mädchen von einem Islamisten ermordet wurden, schreibt der Kommentator Mathieu Bock-Côté, dass Frankreich „einen Prozess des nationalen und zivilisatorischen Zerfalls erlebt, den die Behörden zu begleiten und moderieren beschlossen haben, ohne zu behaupten, ihn zu bekämpfen und zu beseitigen, als sei er unvermeidlich“. Er scheint es richtig verstanden zu haben.

Die Sicherheit der Franzosen ist nicht mehr gewährleistet
Der vorige französische Präsident François Hollande versuchte nicht einmal, wiedergewählt zu werden; sein Nachfolger, Emmanuel Macron, weigert sich, über den Islam zu sprechen und scheint die permanente Kapitulation vor Angst und Krisensituationen zu akzeptieren. Die französische Armee versäumte es, Raqqa, Syrien, wie sie nach den Anschlägen versprochen hatte, zu befreien. „Frankreich wird ISIS zerstören“, sagte Hollande nach dem Gemetzel in Paris, aber es waren die amerikanischen und kurdischen Streitkräfte, die die Hauptstadt des islamischen Staates de facto befreit haben. 15.000 französische Islamisten werden heute von den französischen Geheimdiensten überwacht. Einstweilen sind in den letzten zehn Jahren 40.000 Juden aus Frankreich geflohen.

Die Sicherheit der Franzosen ist nicht mehr gewährleistet. Islamistische Gewalt kann überall ausbrechen, gegen Uniformierte und gegen Nicht-Uniformierte. Alle französischen Bürger sind jetzt Ziele in einem Krieg, in dem für islamistische Terroristen alles erlaubt ist.

Im französischen Parlament werden „islamo-linke“ Stimmen immer frecher. Die politische Klasse lenkt sich mit „inklusivem Schreiben“ in der Schule ab, mit In-Vitro-Fertilisation für Singles und Schwule und sofort zu zahlenden Geldstrafen für „sexistische“ Belästiger. Kein französischer Terrorist, der nach Syrien ging, um Köpfe abschneiden, verlor seine Staatsbürgerschaft. Die Zeitschrift Charlie Hebdo erhält neue Todesdrohungen; keine größere französische Publikation brachte ihre Solidarität mit ihren ermordeten Kollegen zum Ausdruck, indem sie islamische Karikaturen druckte. Die Angehörigen der Opfer veröffentlichten Bücher mit dem Titel Ihr werdet meinen Hass nicht kriegen („Vois n’aurez pas ma haine“) . Viele der französischen Intelligenzia wurden wegen angeblicher „Islamophobie“ vor Gericht gezerrt.

Inzwischen wurde keine islamistische Enklave innerhalb der säkularen Republik zurückerobert, und nur 19 salafistische Moscheen wurden geschlossen.

Das französische Parlament hat es vor kurzem für dringlich gehalten, der Politikerin Marine Le Pen die Immunität zu entziehen, nachdem sie Fotos von ISIS-Opfern, darunter auch die des US-Journalisten James Foley, getwittert hatte. „Daesh ist DAS HIER!“ schrieb sie in einem Posting, das die Fotografien begleitet und verwendet das arabische Akronym für ISIS. Ein Land, das 250 Morde von ISIS erlitten hat, hat einer bereits unter Polizeischutz stehenden Führerin den politischen Schutz entzogen, weil sie Bilder von Opfern von ISIS verbreitet und damit die Tür für ihre Strafverfolgung geöffnet hat.

Weg mit den Kreuzen
Französische Richter sind nun damit beschäftigt, christliche Symbole aus der Landschaft zu entfernen: Im vergangenen Monat wurde in Ploërmel angeordnet, dass das Kreuz über einer Statue von Papst Johannes Paul II. wegen angeblicher Verletzung der Trennung von Kirche und Staat entfernt werden müsse.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat kürzlich den Hauptweihnachtsmarkt der Stadt wegen mangelnder Eleganz verboten. Die Behörden und Eliten Frankreichs zerreißen Stück für Stück das historische, religiöse und kulturelle Erbe des Landes, so dass am Ende nichts mehr übrig bleibt. Aber eine Nation, die ihrer Identität beraubt ist, wird feststellen müssen, dass ihre innere Kraft gebrochen ist. Samuel Pruvot, Journalist bei Famille Chrétienne („Christliche Familie“), sagte kürzlich, dass das Christentum in Frankreich bald „in Museen“ zu finden sein werde.

Die französische Kultur ist seit zwei Jahren von der „Stimmung des Endes der Welt“ geprägt. Intellektuelle von links und rechts haben Essays über den „Selbstmord Frankreichs“, seine „Dekadenz“ und seine „unglückliche Identität“ veröffentlicht. Das sind brillante und wichtige Einblicke in die aktuelle Situation der französischen Gesellschaft. Frankreich muss jetzt über die Trauer hinausgehen. Es muss Stärke zeigen – den Willen zu siegen.

Frankreich muss jetzt beginnen, den ideologischen Krieg zu kämpfen, der nach den Verhaftungen und der Beschlagnahme von Waffen der wichtigste ist. Wenn Frankreich das nicht tut, wird der 13. November 2015 als der Tag in Erinnerung bleiben, an dem Frankreich, wie der Soziologe Shmuel Trigano sagte,“die Opfer geopfert hat, um den Kampf gegen die Mörder zu vermeiden“.

(Giulio Meotti, Kulturredaktor für Il Foglio, ist ein italienischer Journalist und Autor. Quelle: Gatestone Institute)