Die Vernunft als Leitgedanke hat ausgedient

Kants Vermächtnis bis zur Groteske verzerrt

Von CANTALOOP

Immer mehr gerät im offenbar komplett wahnsinnig gewordenen Deutschland des Jahres 2018 gänzlich außer Acht, was Generationen von Aufklärern überhaupt erst ermöglicht haben. Nicht irgendwelche religiösen, machtpolitischen oder gar ideologisch motivierten Dogmen sollen über die Menschen herrschen, sondern vielmehr die reine Vernunft in Form eines für alle verbindlichen (=kategorischen) Imperativs.

Diese Formel gilt zu Recht als oberste Maxime des menschlichen Denkens, Handelns und aller abstrahierten Formen davon. Auch heute noch. Ganz im Gegensatz zu den sogenannten hypothetischen Imperativen (=Gebote), die immer nur unter bestimmten Bedingungen Anwendung finden (wenn ich „a“ möchte, dann muss ich „b“ tun) – und somit nicht als allgemeingültig anzusehen sind.

Der Wertekanon des Abendlandes
Was fürs gesamte Bürgerkollektiv gut ist, soll laut der philosophischen Vordenker Bestand und moralische Berechtigung haben. Sicherlich ist auch diese Sichtweise nicht ganz kritiklos hinzunehmen, da sehr rigoros, nicht überall gültig und im Grunde ebenfalls gesinnungsethisch begründet. Aber in der Summe sicherlich immer noch eines der besten erkenntnistheoretischen Gesellschaftsmodelle, das je entworfen, bzw. weiterentwickelt wurde.

Dies alles sind freie und reflektierte Gedanken, die dem Wesen totalitärer Systeme, wie beispielsweise des Sozialismus, oder auch des Islam zuwiderlaufen. Im Grunde ist es der wahre „Humanismus“.

Leider werden hierzulande diese großen geistigen Errungenschaften von Immanuel Kant und Konsorten durch eitle und selbstgefällige Meinungsführer des linken und grünen Spektrums sowie beider Amtskirchen ad absurdum geführt. Obgleich der Interpretationsspielraum dieser Axiome im Grunde relativ klar definiert ist.

Denn für Kant handelt nicht derjenige unmoralisch, der seinen „Freunden“ hilft, sondern derjenige, der ausschließlich (!) seinen „Freunden“ hilft und dem die Not aller Anderen gleichgültig ist. Neigungen (Sympathien) können die sittlichen Handlungen begleiten, dürfen sie aber nicht motivieren. Ansonsten hinge die Moral von wechselhaften empirischen Stimmungen ab.

Im übertragenen Sinne gelten demnach die Flüchtlinge als Freunde der „Guten“. Sigmund Freunds psychologische Projektion lässt grüßen. Künstliche Überhöhung des Fremden zur Kompensation der eigenen Unzulänglichkeiten. Der pathologische Befund unserer Republik.

Keine Wertschätzung mehr für eine freie und selbstbestimmte Lebensweise
Nachdem viele wissenschaftliche, kulturelle und auch soziologische Ziele in der Neuzeit als erreicht gelten können, wir die längste Friedensperiode unseres Landes überhaupt genießen dürfen, die Unrechtsregimes der jüngeren Vergangenheit weitgehend überwunden sind – und ein allgemein verbreiteter Wohlstand in Verbindung mit der höchsten Lebenserwartung aller Zeiten Einzug hielt, sehnen sich viele „gelangweilte“ Menschen gleichwohl nach neuen und möglichst „edlen“ Zielen und Idealen.

Bekanntlich gilt im einstigen Land der Dichter und Denker nach wie vor die These; „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“.

Dies ist an sich auch keine schlechte Attitüde, es sollte hierbei jedoch peinlich genau auf die Verhältnismäßigkeit geachtet werden. Zu groß ist die Gefahr, sich in seiner Impulsivität, oder besser gesagt, in seinem „Helferwahn“ zu verrennen. Vor allem dann, wenn man als Hypermoralist keinerlei Regularien mehr anerkennt. Diese Art von Hybris läutete schon immer den Untergang von Hochkulturen ein. Das ist die traurige Stringenz der Geschichte.

Die so vom linken Meinungsspektrum vorgegebene „Grundhaltung“ ist, insbesondere die Sachverhalte und Auswirkungen der „Flüchtlingskrise“ betreffend, nur noch als tendenziös und hysterisch zu bezeichnen. Als Beispiel; wenn jemand aufgrund seiner mangelnden Kompetenz oder unrühmlichen Verhaltensweise zu Recht kritisiert wird, gilt dies als akzeptabel, wenn es dabei um einen indigenen Deutschen geht.

Jedoch nicht, wenn es es sich bei dem Gescholtenen um einen Einwanderer, vornehmlich um einen der einer muslimischer Provenienz entstammt, handelt. Dann ist es in jedem Falle Rassismus – und darf in dieser Form gesellschaftlich so nicht weiter diskutiert werden. Wer dies nicht befolgt, wird von entsprechender Stelle sofort als „rechtsradikal“ stigmatisiert.

Unterwerfung anstelle von Parität
Wer jedoch bereitwillig alles hinnimmt, was vom kanzlerinnengeführten Establishment, unseren Migrantenverbänden und den zahlreichen Asylprofiteuren an Aussagen verlautbart wird, der kann (noch) ein auskömmliches Leben führen und wird in Ruhe gelassen. Kritik an der immer mehr sozialistisch orientierten Führung ist generell unerwünscht. Vor allem das Thematisieren von Flüchtlingsgewalt und Ausländer-Kriminalität gilt als tabu und darüber hinaus als Karrierekiller.

Und falls doch wieder einmal einer, oder „eine Gruppe“ der „Schutzbedürftigen“ über die Stränge schlägt, was aktuell täglich zu beobachten ist – so liegt die „Relativierungskeule“ seitens der Gutmeinenden niemals weit weg. Deutsche machen das auch, heißt es dann unisono. Die raffinierte Strategie „Argumentum ad Hominem“ beendet eben nach wie vor zuverlässig jede unerwünschte Diskussion. Fakten sind hierbei ohnehin irrelevant.

Glaubten wir doch so lange, endlich unsere „selbstverschuldetete Unmündigkeit“ überwunden zu haben, so werden wir aktuell doch eines besseren belehrt. Die vereinigte Linke zwingt die Bürger dazu, mit anzusehen, wie sich ihre angestammte Heimat vom lebenswerten Premiumstaat in ein Tollhaus verwandelt. Jeden Tag ein wenig mehr, bis es irreversibel ist. Es geht zurück ins Mittelalter, die millionenfach eingerückten „edlen Wilden“ sorgen mit Nachdruck dafür. In den Straßen Berlins beginnt sich bereits die Scharia zu etablieren.

Und den verbliebenen konservativ-liberalen Kräften wurde der Mund verboten. Sie schauen einfach nur zu. Als Korrektiv zum linksgrünen Zeitgeist geben sie derzeit leider keine gute Figur ab.
(pi-news.net)

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