Der Bürgerkrieg ist in Gang

Traumtänzer einer gefährlichen Willkommenskultur zündeln am Scheiterhaufen

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(tutut) – Ist das Schweigen der belämmerten Welt der Politik und Medien nicht vielsagend?  Ein Staat, der  sich Barbaren ausliefert, demonstriert seine Auflösung. Er hat sich abgeschafft, ist nicht mehr in der Lage, für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen. Und all die gefeierten ehrenamtlichen Taumtänzer einer verfehlten und gefährlichen Willkommenskultur zündeln am Scheiterhaufen dieses Landes. Ein Land wird nicht ehrenamtlich geführt. Wie bekloppt und bescheuert müssen Menschen sein, einer politisch unfähigen Verführerin 11  Minuten Beifall zu klatschen für nichts?   Wenn Deutschland Politik Dummköpfen überlasst, ist es verloren.

Was das Land gerade erlebt, aber offenbar noch nicht genug ist, um
auf die Straße zu gehen, hat Hans Magnus Enzensberger bereits 1996 in seinem Buch „Aussichten auf den Bürgerkrieg“ beschrieben. Wenn über 1 Milliarde Menschen heute immer noch bereit ist, nach 2000 Jahren auf einen angeblich als Gottessohn gestorbenem Revoluzzer als Erlöser zu warten, weil es so in Märchen steht, dann ist es schon erstaunlich, wie die Gegenwart ignoriert wird.

„Nur Barbaren können sich verteidigen“, zitiert Enzensberger eingangs Nietzsche. Wer regiert im Land,  während dieser Staat nicht einmal reagiert, sondern zurückzuckt? Der wiedererstandene Dreißigjährige Krieg tobt sich aus, so wie er im Nahen Osten Wiederauferstehung feiert. Die deutschen Völker waren schon immer die beste Beute für Mordbuben und Plünderer, selbst aus eigenen Reihen. Die Beispiele in der Geschichte sind unzählig.

„Was  dem Bürgerkrieg der Gegenwart eine neue, unheimliche Qualität verleiht, ist die Tatsache, dass er ohne jeden Einsatz geführt wird, dass es buchstäblich um nichts geht! Damit wird er zum Retrovirus des Politischen. Solange wir dienen können, wurde Politik  als eine Auseinandersetzung betrachtet, bei der es um Interessen ging, und das heißt durchaus  nicht nur um Macht und materielle Ressourcen, sondern auch um Zukunftschancen, also um Wünsche, Projekte und Idee“, schreibt Enzensberger. Wenn man dem gegenüberstellt, dass da einer aus Tuttlingen in Baden-Württemberg herumfährt und erklärt, weil dieses Land seine Heimat sei, müsse er Ministerpräsdent werden. Ist das nicht verrückt? Enzensberger: „In einer Welt, durch die lebende Bomben irren, bleibt nur eine negative Utope übrig – der Hobbessche Urmythos vom Kampf aller gegen alle“.

In dieser Situation werde die Versuchung übermächtig, für das schwer Erklärliche möglichst einfache Erklärungen zu finden. Konservative versprächen sich Rettung  in der Rückkehr zu Tugenden patriarchalischer Ständegesellschaften, die Soziademokratie in ihrer „Abenddämmerung“  verstaatliche die Therapie und nähme in grenzenloser Gutmütigkeit den Verirrten jede Verantwortung für ihr Handeln ab. Schuld sei nie der Täter, sondern immer nur die Umgebung. Auf diese Weise werde das Verbrechen aus der Welt geschafft, weil es keine Täter, sodern nur noch Klienten gebe. Denke man sich einen Atlas, der die räumliche Verteilung überflüssiger Massen zeige, die Regionen der Unterentwicklung und der Unterbeschäftigung und vergleiche diese mit den Herden der großen und kleinen Bürgerkriege, so lasse sich daraus schießen, dass kollektive Gewalt nichts anderes sei als die verzweifelte Reaktion der Verlierer auf ihre aussichtlose ökonomische Lage.

Abschließend in seiner Betrachtung -von 1996 (!) –  stellt Enzensberger fest: „Es gibt biser keinen internationalen Mechanismus  zur Eindämmung der sich vermehrenden Bürgerkriege. Weder die klassische Außenpolitik noch de Weltorganisation ist dazu in der Lage, ganz zu schweigen von der Europäischen Gemeinschaft…Jede Vermittlung setzt bei den Beteiligten den Willen und die Fähigeit voraus, Frieden zu schließen. Gewöhnlich überwiegt jedoch auf allen Seiten der Wunsch, den Krieg bis zur Selbstvernichtung fortzusetzen…Sanktionen und Embargos werden angedroht , aber nicht wirklich verhängt…Gleichwohl zieht jeder Einsatz  die Forderung nach weiteren nach sich…Die Schuldzuweisungen eskalieren wie die Bürgerkriege…Soviel Schuldgefühl, soviel Geld, so viele Soldaten wie nötig wären, um alle Bürgerkriege der Welt stillzulegen, gibt es nicht“. Nur in Deutschland gibt es eine tumbe Torin, die das zu schaffen glaubt und viele Toren, die ihr auf diesem Irrweg folgen und damit ein Land ruinieren.

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