Nicht gelesen? Hier ist’s!

(tutut)Ist was? Zeitung etwa? Die Nachricht liegt ist seit Freitag als Pressemitteilung in der Spaichinger Redaktion, so ist zu hören. Allein, sie kommt nicht von den Grünen oder „Pro Spaichingen“ oder gar von der „Bürgerstiftung“, wo drei noch so tun, als seien sie Politiker und nicht ausgeschieden, während die Erde sich weiterdreht, sondern diese  Zeitung kommt von der Spaichinger FDP und betrifft die Gleisbrücke beim Bahnhof.. Die aber haben offenbar andere zusammen mit dem Lokalblatt besetzt. Also ist hier die Nachricht zum Lesen, während Papier machen sollte, wozu Papier am besten geeignet ist, seit Digtalisierung es ersetzt hat:

FDP-Verkehrsexperte am Spaichinger Bahnhof

MdL Jochen Haußmann kommt am Mittwoch und sucht Gespräch mit Bevölkerung

SPAICHINGEN – Steht der Spaichinger  Bahnhof auf einem Abstellgleis, seit wieder einzelne Züge an einem Bahnsteig halten, der nur über eine für manche Reisende beschwerliche Gleisbrücke erreicht werden kann? Der verkehrspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann, hat sich laut einer Pressemitteilung der Spaichinger FDP auf deren Anregung des Problems angenommen. Er hat sich nicht nur direkt an Verkehrsminister Hermann (Grüne) gewendet, sondern wird am Mittwoch, 18. April, per Zug selbst nach Spaichingen kommen. Um 10.30 Uhr möchte er sich ein Bild von der Situation machen und das Gespräch mit den Bürgern suchen, welche die Verhältnisse am Bahnhof für unzumutbar oder für verbesserungswürdig halten.

„Auch ein Brückenschlag beim Spaichinger Bahnhof von einem Gleis zum nächsten ist ein Schlag, darin sind sich der Spaichinger Ortsverbands- und Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Leo Grimm, und sein früherer Fraktionskollege im Landtag, Haußmann, einig. Ein Schlag für Reisende, denen die Gleisbrücke, die sogenannte Hühnerleiter ein fast unüberwindbares Hindernis ist. Dabei wirbt die Bahn sogar mit Barrierefreiheit. Diese hat nun der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion in einem Schreiben an den Verkehrsminister angemahnt“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Haußmann weise den Minister auf die Steigerung von 23 auf 32 Züge am Tag auf der Gäubahnstrecke hin, weshalb die Führung der ICs in Spaichingen über das schnellere Gleis 3 erfolge. Durch diese Verlagerung auf das andere Geis sei die bisher gegebene Barrierefreiheit verloren gegangen. Die geltende Rechtslage habe aber Herstellung der Barrierefreiheit zum Ziel. Haußmann: „Was mich verwundert, ist die Aussage in einem Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur vom 30. Januar dieses Jahres. Hierin heißt es, die Entscheidung über das neue Trassenkonzept sei mit dem Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs abgestimmt. Ich frage mich nun, wie das Land, das eine eigene Landes-Behindertenbeauftragte bestellt hat, diesen Rückschritt in Sachen Barrierefreiheit mittragen konnte. Des Weiteren interessiert mich, inwieweit Sie dieses Vorgehen mit der Stadt abgestimmt bzw. dieser gegenüber kommuniziert haben“.

Nachdem die Ein- und Ausstiegszahlen den relevanten Schwellenwert von 1000 Reiesenden in Spaichingen nicht erreiche, sei der Bahnhof weder im aktuellen und mit höchster Wahrscheinlichkeit auch nicht im nächsten Bahnhofsmodernisierungsprogramm enthalten. „Ich bitte Sie deshalb um Auskunft, ob es Überlegungen gab oder gibt, für den Fall Spaichingen eine Sonderregelung zu treffen, um die Barrierefreiheit für das Gleis 3 wieder herzustellen“, wartet der Abgeordnete nun auf Antwort des zuständigen Ministers.

Was die betroffenen Spaichinger zu ihrem Bahnhof meinen, könnten sie nun am Mittwoch dem Politiker vor Ort ab 10.30 Uhr mitteilen und damit, so der Wunsch, seine weitere Initiative zugunsten des Reisens mit der Bahn von und nach Spaichingen unterstützen.

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