Barbarei, Kultur, Niedergang, Tod

römerwurmlingen

Als die Römer den Barbaren gewichen waren, bauten die Alemannen Holzhütten in die Ruinen der einstigen Hochkultur, wie bei Wurmlingen zu sehen.

Orbán-Rede
„Nationen werden aufhören zu existieren, der Westen wird fallen“
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, bekannt für seine rechtsnationale Haltung, hat in einer Rede die Zukunft Europas und explizit die Deutschlands in düsteren Farben gezeichnet. Vor allem schürte er Angst vor Muslimen.
(welt.de. Linksinternational und bald weg, da ungebildet. Also „Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon,1895, lesen und was lernen, auch wenn es zu spät ist und der Kopf wohl zu klein:

„Wenn  wir  in  großen  Zügen  die  Entstehung  der  Größe und  des  Niedergangs  der  Kulturen  der  Vergangenheit  betrachten, so sehen wir folgendes: Beim  Erwachen  dieser  Kulturen  einen  zusammengewehten Haufen  von  Menschen  verschiedenster  Abstammung,  zufällig  vereinigt  durch  Wanderungen,  Überfälle  und  Eroberungen.  Von  verschiedenem  Blut,  verschiedener  Sprache und  ebenso  verschiedenen  Anschauungen,  hält  diese  Menschen kein andres Band zusammen als das halb anerkannte Gesetz  eines  Häuptlings.  In  ihrem  verworrenen  Haufen finden  sich  die  psychologischen  Merkmale  der  Massen  im höchsten  Maße.  Sie  zeigen  den  Zusammenhang  für  den Augenblick,  den  Heldenmut,  die  Schwächen,  die  Triebhandlungen  und  die  Gewalttätigkeiten.  Nichts  ist  bei  ihnen
von Dauer. Sie sind Barbaren.

Dann vollendet die Zeit ihr Werk. Gleichheit der Umgebung, wiederholte Kreuzungen, das Bedürfnis eines Gemeinschaftslebens  fangen  langsam  an  zu  wirken.  Die  verschiedenen Bestandteile des Haufens beginnen zu verschmelzen und eine Rasse  zu  bilden,  d. h.  ein  Aggregat  mit  gemeinsamen  Eigenschaften  und  Gefühlen,  die  sich  durch  Vererbung  immer mehr befestigen. Die Masse ist ein Volk geworden, und dies Volk kann sich aus der Barbarei erheben. Es  wird  sie  aber  erst  dann  völlig  hinter  sich  haben,  wenn es  sich  nach  langen  Anstrengungen,  unaufhörlich  wiederholten  Kämpfen  und  unzähligen  Ansätzen  ein  Ideal  errungen  hat.  Die  Beschaffenheit  dieses  Ideals  ist  nicht  wichtig.  Ob  es  der  Kultus  Roms,  die  Macht  Athens  oder  der Triumph  Allahs  ist,  es  wird  imstande  sein,  allen  einzelnen der  Rasse,  die  sich  bilden  will,  vollkommene  Einheit  des Fühlens und Denkens zu verleihen.

Nun  kann  eine  neue  Kultur  mit  ihren  Einrichtungen, Glaubensformen  und  Künsten  entstehen.  Von  ihrem Wunschtraum  fortgerissen,  wird  die  Rasse  nach  und  nach alles  gewinnen,  was  Glanz,  Kraft,  Größe  verleiht.  Zuweilen  wird  sie  zweifellos  Masse  sein,  aber  hinter  den  beweglichen  und  wechselnden  Eigenschaften  der  Masse  wird das feste Gefüge, die Rassenseele, stehen, welche die Schwingungsweite  eines  Volkes  genau  bestimmt  und  den  Zufall regelt. Nach  Vollendung  ihrer  schöpferischen  Wirkung  aber  beginnt  die  Zeit  jenes  Zerstörungswerk,  dem  weder  Götter noch  Menschen  entgehen.

Ist  die  Kultur  auf  einer  gewissen Höhe  der  Macht  und  Mannigfaltigkeit  angelangt,  so  hört sie  auf  zu  wachsen,  und  sobald  sie  zu  wachsen  aufhört,  ist
sie  zu  raschem  Niedergang  bestimmt.  Bald  schlägt  die Stunde des Alters. Diese  unentrinnbare  Stunde  ist  stets  durch  das  Verblassen des  Ideals  gekennzeichnet,  das  die  Rassenseele  erhob.  In dem  Maße,  als  dieses  Ideal  abstirbt,  beginnen  alle  von  ihm geschaffenen  religiösen,  politischen  und  gesellschaftlichen Gebilde zu wanken.

Mit  dem  fortschreitenden  Schwinden  ihres  Ideals  verliert die  Rasse  mehr  und  mehr  alles,  was  ihren  Zusammenhalt, ihre  Einheit  und  Stärke  bildete.  Der  einzelne  kann  an Persönlichkeit  und  Verstand  wachsen,  gleichzeitig  tritt  aber an  die  Stelle  des  Gemeinschaftsegoismus  der  Rasse  die übermäßige  Entfaltung  des  Einzelegoismus,  die  von  einer Schwächung  des  Charakters  und  einer  Verringerung  der Tatkraft  begleitet  wird.  Was  ein  Volk,  eine  Einheit, einen  Block  bildete,  wird  zuletzt  ein  Haufen  zusammenhangloser  einzelner,  die  nur  noch  künstlich  durch  Überlieferungen  und  Einrichtungen  zusammengehalten  werden. Dann  geschieht  es,  daß  die  Menschen,  die  durch  ihre  Neigungen  und  Ansprüche  voneinander  getrennt  sind,  sich nicht  mehr  regieren  können  und  danach  verlangen,  in  den unbedeutendsten  Handlungen  geführt  zu  werden,  und  daß der Staat seinen verzehrenden Einfluß ausübt.

Mit  dem  endgültigen  Verlust  des  früheren  Ideals  verliert die  Rasse  zuletzt  auch  ihre  Seele,  sie  ist  dann  nur  noch eine  Menge  alleinstehender  einzelner  und  wird  wieder, was  sie  am  Ausgangspunkt  war,  eine  Masse.  Sie  zeigt  all ihre  flüchtigen,  unbeständigen  und  zukunftslosen  Eigenschaften.  Die  Kultur  ist  ohne  jede  Festigkeit  und  allen Zufällen  preisgegeben.  Der  Pöbel  herrscht,  und  die  Barbaren  dringen  vor.  Noch  kann  die  Kultur  glänzend  scheinen,  weil  sie  das  äußere  Ansehen  bewahrt,  das  von  einer langen  Vergangenheit  geschaffen  wurde,  tatsächlich  aber  ist sie  ein  morscher  Bau,  der  keine  Stütze  mehr  hat  und  beim ersten Sturm zusammenbrechen wird. Aus  der  Barbarei  von  einem  Wunschtraum  zur  Kultur geführt,  dann,  sobald  dieser  Traum  seine  Kraft  eingebüßt hat,  Niedergang  und  Tod  –  in  diesem  Kreislauf  bewegt sich das Leben eines Volkes“.

 

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