Schwarzes Loch

Links und Rechts ohne Mitte: Da war kein Stern, der den Namen „CDU“ trägt

merkelmondcdu

(tutut) – O jerum, o jerum. Nicht nur die Fasnet hat ein Loch. Das ganze Land hat eins, in das es gerade ungebremst fällt. Was für die „CDU“ mit einem Schwarzen Loch begonnen hat, denn da war gar kein Stern, der ihren Namen trug, außer vielleicht ein roter, ist zum Deutschlandrutsch geworden. Alles drängt in die Mitte und fällt dadurch in dieses Loch. Denn seitwärts von Links, dem dominanten Weibchen, ist nur noch Rechts. Das ist böse und wird deshalb bekämpft. Das Herz aber schlägt normalerweise in der Mitte. Nun aber stellt sich heraus: da ist nix!

Ich und Du, keine CDU, keine SPD, keine FDP, nur Michels Esel, und das bist Du. Es kann abgezählt werden, so oft man will, ein Reim wird nicht daraus. Zumindest keiner, auf den man sich einen machen kann. Die SPD ist geschrödert worden, die FDP war so oft Chamälion, dass sie nun  als Antilib  Gesellschaftsspalten füllt, und die CDU hat sich mal ein Programm gegeben, dann aber keine Zeit mehr gehabt, sich weiter darum zu kümmern, denn der lieben Macht wegen musste ja regiert werden.

Jetzt, da der Plan erfüllt wird, weil aus dem Osten das Heil kam, nachdem die Heilrufe verklungen sind und niemand mehr sich erinnern kann, dabeigewesen zu sein, da sind einst verschollene Werte von der politschen Archäologe freigelegt worden. Sage wieder niemand, er hat es nicht gewusst!

Dies sind die neuen Werte des links-grün-versifften Deutschlands ohne Mitte gegen Rechts:
„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.“
Freundschaft! Die Parteivorsitzende hat immer recht!

Was das soll? Wirlich nicht gewusst? Das nennt sich  „CDU  überwindet Kapitalismus und Marxismus. Das Ahlener Wirtschafts- und Sozialprogramm der CDU“. Ein Neuanfang von 1947. Wer also wissen will, was eine DDR 2.0 will, der muss nicht in die verrückte DDR zurückschauen, der kann auch gleich weiterhin CDU wählen. Die hat wie ihre Vorsitzende immer einen passenden Kittel. Die „CDU“ ist zu ihren Wurzeln zurückgekehrt.

Im Frühsommer 1945 hat sie als sozialistische Partei begonnen. Viele nationale Sozialisten wurden christliche. Was nicht besonders schwierg gewesen sein dürfte, kamen sie ja aus nationalen Sozialisten nahestehenden Kirchen. Die „Ur-CDU“, sozusagen der Neandertaler der der Partei, waren „Kölner Leitsätze“. Total sozialistisch: „Das Gemeineigentum darf so weit erweitert werden, wie das Allgemeinwohl es erfordert. Post und Eisenbahn, Kohlenbergbau und Energie-Erzeugung sind grundsätzlich Angelegenheit des öffentlichen Dienstes. Das Bank- und Versicherungswesen unterliegt der staatlichen Kontrolle“.

Konrad Adenauer bemühte sich aber gleich um Neusprech, denn „Sozialismus“ war verpönt: „Dadurch, daß wir diese Bezeichnung übernehmen, geben wir einem zum Untergang verurteilten Begriff aus propagandistischen Gründen neues Leben und schrecken viele Leute von uns ab, viel mehr als wir dadurch gewinnen.“ Der Start der CDU als Regierungspartei war sozialistisch. 1947 begann in Nordrhein-Westfalen eine linke Regierung unter CDU-Ministerpräsident Karl Arnold mit SPD, Zentrum und KPD.

Heute hat Deutschland ein Randproblem. Die Ränder bestimmen Geschäft und Geschwätz. Ränder regieren das Land und sich am Land ab bis zu seinem Verschwinden. Das linksdralle Rad ist stehengeblieben. Denn ohne Mitte, ohne Nabe dreht sich nichts. Alles Bluff! Mit Angela auf Mondfahrt.

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