Muslime Zukunft des Kontinents?

Türkei islamisiert Dänemark mit mehr Moscheen

Von Judith Bergman

(Englischer Originaltext: Turkey Islamizes Denmark with More Mosques
Übersetzung: Daniel Heiniger)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht die im Westen lebenden Türken eindeutig als Speerspitze des Islam.

„Ja, integriert euch in die deutsche Gesellschaft, aber assimiliert euch nicht. Niemand hat das Recht, uns unsere Kultur und Identität zu nehmen“, sagte Erdogan bereits 2011 den Türken in Deutschland.

Diese Einschätzung von Milli Görüs scheint die dänischen Behörden jedoch nicht zu stören, die offensichtlich keine Probleme darin sehen, dass ihre Städte von den Türken islamisiert werden. Wie viele Moscheen braucht es noch?

„Der Islam kann weder ‚moderat‘ noch ’nicht moderat‘ sein. Der Islam kann nur eines sein“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am 9. November. „In jüngster Zeit hat das Konzept des ‚gemäßigten Islam‘ Beachtung gefunden. Aber das Patent dieses Konzepts stammt aus dem Westen… Sie versuchen nun, diese Idee wieder aufzublasen. Was sie wirklich wollen, ist, den Islam zu schwächen…“

Erdogan arbeitet an der Stärkung des Islams im Westen, was er unter anderem durch den Bau türkischer Moscheen in westlichen Ländern tut. Es ist kaum verwunderlich, dass er nicht will, dass der Westen den Islam „schwächt“, aber im Moment scheint es wenig Risiko dafür zu geben. Die Errichtung türkischer Moscheen in westlichen Ländern schreitet offenbar mit sehr wenig Widerstand voran. Umgekehrt ist der Bau westlicher Kirchen in der Türkei undenkbar.

Dieses Jahr erzählte Erdogan den im Westen lebenden Türken:
„Geht und lebt in besseren Vierteln. Fahrt die besten Autos. Wohnt in den besten Häusern. Macht nicht drei, sondern fünf Kinder. Weil, Ihr seid die Zukunft Europas. Das wird die beste Antwort sein auf die Ungerechtigkeiten gegen Euch.“

Erdogan arbeitet offenbar daran, durch den kontinuierlichen Bau neuer Moscheen und den Ausbau bestehender Moscheen in ganz Europa dafür zu sorgen, dass Muslime tatsächlich die Zukunft des Kontinents sein werden.

Ein westliches Land, in dem Erdogan den Islam hochzieht, ist Dänemark. In den dänischen Städten Roskilde und Holbæk stehen zwei neue türkische Moscheen kurz vor der Eröffnung; im vergangenen Jahr wurden in den Städten Fredericia und Aarhus zwei türkische Moscheen eröffnet. Neue türkische Moscheen wurden 2013 in Ringsted und Hedehusene eröffnet, und in Køge eröffnete die bestehende Moschee ein Kulturzentrum. In Dänemark gibt es 27 türkische Moscheen, von denen acht expandieren oder expandieren wollen.

Die neue Moschee in Roskilde mit Minaretten befindet sich im Besitz der türkischen Direktion für religiöse Angelegenheiten (Diyanet). Die Einbeziehung von Minaretten ist auf türkische Einwanderer der zweiten und dritten Generation zurückzuführen, die die Moschee wie eine „richtige Moschee“ aussehen lassen wollten.

„Es ist ein allgemeiner Trend in ganz Europa, dass Diyanet physisch mit neuen Moscheen expandiert, und durch [die Moscheen] auch religiös, politisch und kulturell“, sagte Professor Samim Akgönül von der Universität Straßburg. Er hat die Freitagspredigten analysiert, die Diyanet an Moscheen in ganz Europa schickt; seine Analysen zeigen, dass die Predigten voll von politischen und nationalistischen Botschaften sind, die Erdogans Regime in bestem Licht darstellen.

Tuncay Yilmaz, Vorstandsvorsitzender der Ayasofya Moschee von Roskilde, sagt: „Diyanet ist nicht politisch, das kann ich Ihnen versprechen. Natürlich gehören sie dem türkischen Staat, aber sie sind unabhängig von der Regierung“.

Diese Aussage ist falsch. Diyanet ist eine Agentur der türkischen Regierung – und eine äußerst aktive. Wie Gatestones Burak Bekdil bemerkte:
„In einem Briefing für eine parlamentarische Kommission gab Diyanet zu, dass sie über ihre Imame in 38 Ländern Informationen über die Aktivitäten verdächtiger Anhänger des in den USA ansässigen Predigers Fetullah Gülen sammelte, den die türkische Regierung beschuldigte, das Superhirn des versuchten Putsches am 15. Juli zu sein… Diyanet sagte, dass ihre Imame Informationen sammelten und Berichte besorgten aus Abchasien, Deutschland, Albanien, Australien, Österreich, Aserbaidschan, Weißrussland, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Georgien, Niederlande, Großbritannien, Schweden, Schweiz, Italien, Japan, Montenegro, Kasachstan, Kenia, Kirgisistan, Kosovo, Litauen, Mazedonien, Mongolei, Mauretanien, Nigeria, Norwegen, Polen, Rumänien, Saudi-Arabien, Tadschikistan, Tansania, Turkmenistan und Ukraine“.

In Dänemark wurde die jüngste türkische Staatsmoschee dennoch mit offenen Armen empfangen. Die Bürgermeisterin von Roskilde, Joy Mogensen, die wusste, dass die Moschee der türkischen Regierung gehört, nahm an der Grundsteinlegung im Februar 2016 teil. Sie behauptet, dass allein die Tatsache, dass sie und der Bischof der Stadt zur Zeremonie eingeladen wurden, dazu geführt habe, dass in der Moschee „gute Leute“ für „Integration“ arbeiteten – sonst hätten sie es nicht zugelassen, dass „eine christliche Frau wie ich ohne Kopftuch“ an ihrer Zeremonie teilnahm.

Einer dieser Menschen, die „für die Integration arbeiten“, ist der Vorstandsvorsitzende der Moschee, Tuncay Yilmaz, der auch Mitglied des Stadtrates von Roskilde für die Sozialdemokratische Partei ist. Er ist eng mit der radikal-islamischen Organisation Milli Görüs verbunden, die ein Reisebüro betreibt, in dem Yilmaz arbeitet. Er organisiert ihre Reisen nach Mekka. „Ich bin kein Mitglied dieser Organisation“, sagt Yilmaz. „Die einzige Verbindung ist, dass ich für ihr Reisebüro arbeite“.

Die Bürgermeisterin von Roskilde betrachtet die Zugehörigkeit von Yilmaz offensichtlich nicht als Problem, ebenso wenig wie der Stadtrat. „Wenn wir irgendetwas Verdächtiges über diese Organisation beobachtet hätten, hätten wir mit ihm darüber gesprochen, aber so etwas haben wir noch nicht gehört“, sagte Søren Kargaard, Vorsitzender der Sozialdemokraten in Roskilde, auf die Frage von Journalisten nach Yilmaz‘ Verbindung zu Milli Görüs. Nun, vielleicht, wenn Kargaard sich die Mühe gemacht hätte, Milli Görüs aufzusuchen, um sich darüber zu informieren, dann hätte er das gefunden, so ein Bericht von 2005 aus dem Middle East Quarterly:
„Der deutsche Inland-Nachrichtendienst hat wiederholt vor den Aktivitäten von Milli Görüş gewarnt und die Gruppe in seinen Jahresberichten als „ausländische extremistische Organisation“ bezeichnet. Die Agentur berichtete auch, dass „obwohl Milli Görüş in öffentlichen Äußerungen vorgibt, sich an die Grundprinzipien westlicher Demokratien zu halten, die Abschaffung des laizistischen Regierungssystems in der Türkei und die Etablierung eines islamischen Staats- und Sozialsystems nach wie vor zu ihren Zielen gehören…. Wie das Landesverfassungsschutzamt in Hessen feststellt: Die Bedrohung des Islamismus für Deutschland geht vor allem von Milli Görüş und anderen mit ihr verbundenen Gruppen aus. Sie versuchen, islamistische Ansichten innerhalb der Grenzen des Gesetzes zu verbreiten. Dann versuchen sie, für alle Muslime in Deutschland eine strenge Auslegung des Korans und der Scharia durchzusetzen. …. Ihre öffentliche Unterstützung von Toleranz und Religionsfreiheit sollte mit Vorsicht behandelt werden“.

Diese Einschätzung scheint die dänischen Behörden jedoch nicht zu stören, die offensichtlich keine Probleme mit der Islamisierung ihrer Städte durch die Türken sehen. Diese Art von Unwissenheit – oder Vortäuschung von Unwissenheit – kommt einer Amtspflichtverletzung von Menschen wie der Bürgermeisterin von Roskilde und Herrn Kargaard gleich.

Wieviele weitere Moscheen braucht es noch?

(Judith Bergman ist Kolumnistin, Anwältin und politische Aktivistin. Quelle: Gatestone Institute)

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