Leo Grimm: Hände weg vom Berg

„Gegen Verspargelung und Verschandelung durch Windkraftanlagen“

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Wollen die Spaichinger so ihren Dreifaltigkeitsberg? Abbildung aus der Balgheimer Info-Broschüre, die am  Montag verteilt wurde. 

(tutut) – „Ich habe Sorge, dass durch eine subventionierte Fehlentwicklung der Energieerzeugung mittels Windkraft nicht einmal vor dem heiligen Berg der Spaichinger haltgemacht wird“, erklärt Leo Grimm, Ex-Landtagsabgeordneter und Ortsverbands- und Fraktionsvorsitzender der FDP im Gemeinderat. Wenn die Primstadt ein Alleinstellungsmerkmal habe, dann sei dies der Dreifaltigkeitsberg, betont Grimm,  der auch für die FDP im Kreistag sitzt, in einer Pressemitteilung, welche, wie zu erfahren war, seit Freitag auch der Lokalblattredaktion in Spaichingen vorliegt. Dort muss sie wohl nach dem Motto „Keine Eile“ abgehangen werden, bis eine Nachricht keine mehr ist. Der Kommunalpolitiker fordert in seiner PM zu Windkraftplänen: „Deshalb müssen die Spaichinger allen Plänen eine Absage erteilen, welche jüngst schon in Balgheim den Dreifaltigkeitsberg mit Windmühlen vorgestellt haben“.

Leo Grimm: „Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen, dass der Berg beispielsweise als Landschaftsschutzgebiet unantastbar ist. Die Erfahrungen jüngster Zeit im Land zeigen, dass eine starke Lobby darauf aus ist, von den immer noch erheblich gezahlten Subventionen einer sogenannten alternativen Energie aus Solar- und Windkraft zu profitieren. Die Rechnung bezahlen die Verbraucher mit immer höheren Stromkosten. Elektrizität aus Sonne und Wind sind aber Grenzen gesetzt. Abgepuffert werden muss durch Strom aus Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken“.

„Beispiele von Fehlentwicklungen“
Dem FDP-Politiker geben Beispiele von Fehlentwicklungen durch großzügige und nicht gründlich durchdachte Baugenhmigungen für Windraftanlagen, beispielsweise im Schwarzwald, zu denken:

„Hinterher Messungen zu unternehmen oder Windkraftanlagen nachts abzuschalten bzw. Umdrehungen von Rotoren zu bremsen, das spricht nicht dafür, dass verantwortliche Behörden mit der nötigen Sorgfalt Projekte begleiten oder Einwände sogar großzügig ignorieren. Darunter leiden dann Menschen und Tiere, von der Belastung für Landschaft und Natur mal ganz abgesehen“.

Deshalb, so Grimm: „Die Spaichinger müssen wachsam sein und sich gegen eine drohende Verspargelung und Verschandelung durch Windkraftanlagen einsetzen. Unser Motto in Spaichingen muss heißen: Hände weg vom Berg!“.

Grimm erinnert an seine Vorschläge aus der Bergsitzung
In diesem Zusammenhang weist Leo Grimm auf seine in der Bergsitzung des Gemeinderats vorgestellten Gedanken hin, dem Berg in seiner Bedeutung für das Image der Stadt weit über die Region hinaus besondere und vor allem gesteigerte Aufmerksamkeit zu widmen:

„Wenn ich für bessere Fernsicht durch den früher hierfür genutzten Turm der Wallfahrtskirche oder mit einem besonderen Aussichtsturm gesprochen habe, dann ist dies keine Spinnerei, sondern sollte eine Selbstverständlichkeit sein für diesen berühmtesten Berg der Schwäbischen Alb. Dass die Schwäbische Albstraße noch immer an ihm vorbeiführt, dies sollte schnellstens korrigiert werden. Keine reine Phantasie ist der Vorschlag, sich Gedanken über eine Gondelbahn auf den Berg zu machen. Es gibt genug Beispiele solcher Anlagen an herausragenden Bergen. Und der Dreifaltigkeitsberg ist etwas Besonderes. Nicht nur für Spaichingen“.

Initiative verteilte am Montag Infoblätter in Balgheim zu Windkraftplänen

(tutut) – „Bitte informieren Sie sich über Windkraftwerke und deren Auswirkungen auf unsere Wohlfühlgemeinde“, werden die Bürger von Balgheim mit Infoblättern aufgerufen, sich mit Plänen zu Windkraftanlagen zu beschäftigen, welche die umliegende Landschaft  nicht mehr wiedererkennen lassen würden. Verantwortlich für die verteilten Informationen zeichnet Daniel Dreizler, d.dreizler@windkraft-balgheim.info: „Das vorliegende Informatinspapier wurde in Eigenleistung von besorgten Balgheimer Bürgern erstellt. Wir unterstützen die sinnvolle Nutzung von erneuerbaren Energien, und unser Anliegen ist es, allen Interessierten den Zugang zu objektiven  Informationen zu ermöglichen. Dafür ist auch geplant, Fachvorträge durch anerkannte Experten in Balgheim zu ermöglichen“.

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Ausschnitt des Titelblatts der achtseitigen bebilderten Information, die in Balgheim verteilt wurde.

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Ausriss  aus der Infobroschüre. 

 

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