Einheitsmedien

Volksverhetzer und „Nazis“: unpassende Angepasste in Redaktionen

scherepapier

Schere schlägt Papier…

(tutut) – Sie hetzen gegen das Volk, machen selbst die „Nazis“, welche sie zu bekämpfen vorgeben, passen sich ein und an: Irgendetwas mit Medien halt. Aber haltlos. Gleichgeschaltete Gleichschalter. Dabei hat schon Goebbels seinerzeit die „Schriftleiter“ getadelt: übertreiben sollten und müssten sie nicht! Aber der Deutsche ist immer Extremist, ob er was macht oder nichts macht. Normal ist nie etwas in diesem Land. Weder Volk noch seine Vertreter, weder Regierung noch Polizei noch Justiz sind im normalen Status. Ein Land ist ständig im Ausnahmezustand des Abnormalen. Schere schlägt Papier, Zensur in allen Köpfen.

Kein Wunder, dass „Presse“ sich für Presse hält und für staatstragend und mit dieser angenommenen Rolle genau Kritik an Gleichschaltung und an Lücken- und  Lügenpresse recht gibt. Kommt das Wahrheitsministerium, dann gibt es entweder keine Medien mehr wegen Fakes-Seuche oder es gibt nur noch Fakes, obwohl von diesem Zustand die von irgendetas mit Medien kaum noch entfernt sind. Nur Medienverbraucher sind noch nicht soweit, viele Menschen glauben noch immer, was ihnen gesendet oder in den Briefkasten gesteckt wird und bezahlen auch noch für Lug und Betrug, was sie nie beim Bäcker oder Metzger tun würden.

Blogger Hadmut Danish (danish.de.) widmete sich gerade auch der „gleichgeschalteten Einheitspresse“ als „Propagandaorgane“ und macht sein Urteil an verschiedenen Fakten fest. Fakten sind das, was Medien scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Danish  schreibt: „Medienvielfalt wird uns nur vorgegaukelt. Alle schreiben aus zentralen Vorgaben ab, nicht nur inhaltlich, sondern oft wortwörtlich. Es gibt ein paar Nachrichtenquellen wie Reuters oder dpa, die verteilen, was zu schreiben ist, und das taucht dann ‚baugleich‘ unter verschiedenen Handelsmarken auf. Und dann erzählen sie uns, wir müssten Journalisten mit Steuergeldern finanzieren, der ‚Vielfalt‘ wegen. Und setzten sich für ‚Diversität‘ ein“.  Es gebe jedoch einen einfachen Grund, warum die globalen Agenturen trotz ihrer Bedeutung dem breiten Publikum so gut wie unbekannt seien, denn: ‚Radio und Fernsehen nennen ihre Quellen in der Regel nicht, und die Quellenangaben in Zeitschriften entziffern nur Spezialisten“.(Blum 1995). Das Motiv für diese Zurückhaltung dürfte indes klar sein: Die  Medien seien nicht besonders stolz darauf, dass sie viele ihrer Beiträge in Wirklichkeit gar nicht selbst recherchierten, sondern aus den immer gleichen Quellen bezögen.

ARD-aktuell beziehe Informationen hauptsächlich aus drei Quellen: den Nachrichtenagenturen DPA/AP, Reuters und AFP: Eine deutsche, eine US-amerikanische, eine britische und eine französische. Danisch: „Selbst gehen die anscheinend nur noch zu Pegida und Universitätsrandale, wenn die Politik also entsprechendes Material braucht“. „So berichten denn die Massenmedien vielfach gar nicht über die Wirklichkeit, sondern über eine konstruierte oder inszenierte Wirklichkeit. Verschiedene Studien kamen zum Schluss, dass die Massenmedien über­wiegend durch die PR-Aktivitäten der Akteure determiniert seien, und dass bei den Medienschaffenden die passive, rezeptive Haltung überwiege und nicht die aktiv-recherchierende“(Blum 1995).

Der Medienforscher Noam Chomsky habe 1997 diesen Effekt in seinem Aufsatz „Was die Mainstream-Medien zum Mainstream macht“ beschrieben: „Wenn du die offizielle Linie verlässt, wenn du abweichende Berichte produzierst, dann wirst du das bald zu spüren bekommen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man dich rasch wieder auf Linie bekommt. Wenn du die Vorgaben nicht beachtest, dann wirst du deine Stelle nicht lange behalten. Dieses System funktioniert ziemlich gut, und es widerspiegelt die etablierten Machtstrukturen“. Zustände wie in der DDR. Danish: „Und man kann gerade am Beispiel Trump sehen, dass die deutschen Medien die Verlautbarungen der amerikanischen Linken praktisch wortwörtlich durchreichen“.  Abweichende Meinungen sind gefährlich, decken eventuell Lug und Trug auf. Deshalb auf sie, die „Nazis“, auf mit Hetze ggen ein Volk Ungläubiger, das nicht schlucken will, was ihm eingetrichtert wird.

swisspropaganda.wordpress.com scheibt: „Eine Untersuchung der Syrien-Berichterstattung von je drei führenden Tageszeitungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz illustriert diese Effekte deutlich: 78% aller Artikel basieren ganz oder teilweise auf Agenturmeldungen, jedoch 0% auf investigativer Recherche. Zudem sind 82% aller Kommentare und Interviews USA/NATO-freundlich, während Propaganda ausschließlich auf der Gegenseite verortet wird“. Das Forschungsinstitut für Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich kam in einer Studie von 2011 unter anderem zu folgendem Ergebnis: „Agenturbeiträge werden integral verwertet, ohne sie zu kennzeichnen, oder sie werden partiell umgeschrieben, um sie als redaktionelle Eigenleistung erscheinen zu lassen. Zudem herrscht eine Praxis vor, Agentur­meldungen mit wenig Aufwand ‚aufzupeppen‘; hierzu werden etwa Visualisierungstechniken eingesetzt: Ungezeichnete Agentur­meldungen werden mit Bildern und Grafiken angereichert und als umfangreiche Berichte dargeboten“.(FOEG 2011)

Die zentrale Rolle der Nachrichten­agenturen erkläre ferner, warum bei geopolitischen Konflikten die meisten Medien dieselben Quellen verwendeten. Im Syrienkrieg habe es insbesondere die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, eine zweifelhafte Ein-Mann-Organisation in London, zu einiger Bekanntheit gebracht. Es sei nun nicht etwa so, dass sich die Medien einzeln und direkt bei dieser „Beobachtungsstelle“ erkundigten, denn tatsächlich sei ihr Betreiber selbst für Journalisten oft schwer zu erreichen. Vielmehr liefere die „Beobachtungsstelle“ ihre Meldungen an die globalen Agenturen, die diese sodann an tausende Medien weiterleiten, welche damit hunderte Millionen von Lesern und Zuschauern weltweit „informieren“. Warum die Agenturen ihre Informationen ausgerechnet bei dieser seltsamen „Beobachtungsstelle“ beziehen – und wer diese wirklich gegründet und finanziert habe – das sei eine andere Frage, die jedoch selten gestellt werde.

Der ehemalige AP-Journalist Herbert Altschull nannte es das Erste Gesetz des Journalismus: „In allen Pressesystemen sind die Nachrichten­medien Instru­mente derer, die die politische und wirtschaftliche Macht ausüben. Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsender handeln also nicht unabhängig, obwohl sie die Möglichkeit unabhängiger Machtausübung besitzen“.(Altschull 1984/1995). Insofern sei es folgerichtig, wenn etablierte Medien, die überwiegend durch Werbung finanziert oder aber quasistaatlich organisiert sind, die geopolitischen Interessen der Transatlantik-Allianz vertreten. Denn sowohl die werbetreibenden Banken und Konzerne wie auch die Staaten selbst sind nolens volens auf die transatlantische Wirtschafts- und Sicherheits­architektur amerikanischer Prägung angewiesen. Zudem sind führende Medien bzw. deren Schlüsselpersonen  oftmals selbst in die Netzwerke der transatlantischen Elite eingebunden.

Die meisten etablierten Publikationen sind mithin der Sparte „Transatlantik-Medien“ zuzurechnen. So entstehe beim Publikum der Eindruck einer vermeintlichen Vielfalt, die es jedoch insbesondere im tagesaktuellen Bereich eigentlich nie gab: Der theoretischen Medienfreiheit standen hier allzu hohe praktische Eintrittshürden entgegen (Senderkonzessionen, limitierte Frequenz- und Programmplätze, Anforderungen an Finanzierung und technische Infrastruktur, beschränkte Verkaufskanäle, Abhängigkeit von Werbung und Agenturen etc.).Erst durch das Internet sei Altschulls Erstes Gesetz ein Stück weit durchbrochen worden. In den letzten Jahren konnte ein qualitativ hochwertiger, eigen- oder leserfinanzierter Journalismus entstehen, der die herkömmlichen Medien in Bezug auf kritische Bericht­erstattung und Ausleuchtung von Hintergründen teils deutlich übertrifft. Einige dieser ‚alternativen“ Publikationen erreichen inzwischen allein im deutschsprachigen Raum über 100 000 Leser und Zuschauer, was zeige, dass die „Masse“ für die Qualität eines Mediums keineswegs ein Problem sein müsse – im Gegenteil.

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