Stirbt der Deutsche aus?

Molche, Kröten oder Hamster genießen Artenschutz – und Politiker

hermanndenkmal

(tutut) – Zauneidechsen werden um-, Hamster angesiedelt, Molche, Kröten oder Hamster haben Vorfahrt vor Menschen. Erwin Teufel hat einst gesagt: Umweltschutz ist Menschenschutz, wenn mal wieder eine Umgehungsstraße Bewohner eines Dorfes oder einer Stadt Ruhe vor der eigenen Art geben sollte. Heutzutage scheinen in einem mit am dichtesten besidelten Land der Welt, Deutschland, das sich gerade exotisch weiter auffüllt, die Kriterien fürLebensqualität verrutscht zu sein. Oder, wie die FAZ feststellt: „Der Artenschutz wird absurd. Molche bekommen teure Tunnel, Feldhamster verzögern Gewerbegebiete, und Fledermäuse verhindern ganze Autobahnen. Auch mit Windrädern im Meer könnte es bald vorbei sein. Wegen der Schweinswale“.

Artenschutz ist nicht nur absurd geworden, er ist auch absurd teuer. Ein Land, falls man überhaupt noch von Deutschland sprechen kann angesichts der Abschaffung von Grenzen und der für alle Welt offenen Türen,  muss sich entscheiden,ob es ein Dschungel für Tiere und Pflanzen werden will, oder ob es auch erkennt, dass der Mensch Teil der Natur und Umwelt  ist und er nicht auf Wolke 7 als selbsternannter Gott über der Erde schwebt. Momentan hat die Menschheit nur eine Welt. Diese Menschheit trägt eine Gesamtverantwortung für ihre Welt, und nicht nur der Teil, der sich mit ihr arrangiert hat und auf ihr zurecht kommt. Die Habe- und Könnenichtse machen es sich zu einfach, wenn sie vor sich und der Welt fliehen und meinen, sich irgendwo an gedeckte Tische setzen zu können. „Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen“, heißt es in der Bibel in einem Brief von Paulus an die Thessaloniker, heute Saloniki in Griechenland.

Da der Deutsche an sich nicht unter Artenschutz steht, ist es nicht überraschend, das sein Aussterben immer wieder vorhergesagt wird. Zwar wächst die Bevölkerung, aber die Prognosen nehmen auch zu, welche Deutschlands Endzeit verkünden. Molch und Hamster dürfte egal sein, wer ihnen Platz macht. Die Wüste lebt immer. Und wie. Die produziert soviele Menschen, dass diese wie Dünen auf Wanderschaft gehen und Platz finden in der kleinsten Hütte. Wer Kröten über Straßen trägt, hat sicher ein Herz für alle Migranten. Wer Feinstäubchen entdeckt, dem entgeht auch keine Zauneidechse. Ob die sich umorientiert, wenn es keine Zäune mehr gibt?

Mindestens das Gutachterwesen blüht durch den Artenschutz, wie ja auch das Einwandererwesen Zehntausende von Arbeitsplätzen geschaffen hat. So schreibt die FAZ: „Es wirkt wie ein Konjunkturprogramm für das Gutachterwesen. Denn die entlastende Aussage, das Lebensgefühl des Wachtelkönigs oder Spechts sei durch das neue Baugebiet ungetrübt, bedarf akribischer Untersuchungen. Wie wirken der Lärm, der Verkehr, das Bauwerk auf das Wesen? Tauchen Schadstoffe auf? Wird ein Tierwechsel durchschnitten? Viele Fragen, viele Gutachter, denn was weiß der Brutvogelexperte über Fledermäuse und Kreuzkröten? Auch der Botaniker muss konsultiert werden. So verrinnt die Zeit, gilt es doch Fortpflanzungs- und Vegetationszyklen zu berücksichtigen. Für die neue Landebahn des Frankfurter Flughafens gab es allein zwölf Fledermausgutachten, eines mit einem beklagenswerten Teilergebnis: Im untersuchten Areal, dem Schwanheimer Wald, gab es nur eine männliche Bechstein-Fledermaus, die sexuell nicht aktiv war. Trivial sind derlei Erkenntnisse nicht, denn Genehmigungen können verwehrt werden, wenn Fachwissen fehlt. So hat ein Verwaltungsgericht den Bau der umstrittenen Waldschlößchenbrücke in Dresden vorübergehend gestoppt. Das Gericht begründete das Urteil mit dem lückenhaften Wissensstand über die „Kleine Hufeisennase“, eine geschützte Fledermausart. Auch sei nicht ausreichend belegt worden, dass die vorgesehenen Schutzmaßnahmen wie eine insektenfreundliche Beleuchtung nachhaltig greifen würden. Als man mehr wusste, durfte weitergebaut werden“.

Biber, Bären, Wölfe, machen zwar Probleme, aber „Naturschützern“ Beine. Eine Überproduktion an Förstern mündet in Rangerei. Hinter jedem Baum steht nun einer. Wo nur hohe Tannen als Nationalpark rauschen, muss nebenan ein Zoo gebaut werden. Denn ohne Rummel ist Natur langweilig. Jetzt, da die CDU den Grünen auf den Leim gegangen ist, wird Guido Wolfs neues Baden-Württemberg wahr werden. Versprochen ist versprochen. Gerade meldet die Welt: „Nur Wolf steht bei der Südwest-CDU als Sieger fest – In die Verhandlungen über das erste grün-schwarze Bündnis platzt eine peinliche Grünen-Personalie. Auch die CDU bekommt heftige Kritik zu hören. Nur der gescheiterte Spitzenkandidat Wolf ist fein raus…Der Ex-Landrat aus Tuttlingen mag ja im Wahlkampf der Südwest-CDU eine unglückliche Figur abgegeben haben. Aber direkt nach der Desaster-Landtagswahl in Baden-Württemberg hat der Mann mit der markanten Brille umso größere Kämpferqualitäten bewiesen, wenn auch vor allem in eigener Sache. Wäre Wolf nach dem Debakel am 13. März zurückgetreten, wie Stimmen auch aus der eigenen Partei laut forderten, dann wäre der Politiker mit dem Faible für selbst gedichtete Verse auf den hinteren Bänken des Parlaments verschwunden und damit in tiefer Bedeutungslosigkeit. Stattdessen ließ sich der 54-Jährige umgehend als Fraktionschef bestätigen, verhandelt nun in zentraler Position das grün-schwarze Bündnis mit. Und obwohl ihn Wahlforscher für einen guten Teil des CDU-Stimmenverlusts verantwortlich machen, wird er demnächst nun wohl Regierungsmitglied…Mit Blick auf den gescheiterten CDU-Spitzenkandidaten und früheren Verwaltungsrichter Wolf ist damit lediglich noch unklar, welches Ressort der Jurist bekommt, ob Justiz, Wirtschaft oder gar Finanzen – eine reife Leistung“.

Wolferwartungsland? Niemand hat auf ihn gewartet. Das Wahlergebnis war eindeutig. Stehen Politiker auch unter Artenschutz, egal, was sie anrichten? Es scheint so. Dabei sind sie unsterblich. Guido Wolf ist so ein Beispiel. Was alle anderen Arten betrifft, so sterben die schon lange aus, seit sich Forscher mit ihnen beschäftigen. Würden sie das wahre Gegenteil behaupten, gäbe es kein Geld. Die Zahlen sagen das Gegenteil. Selbst die Plüschwölfe nehmen zu. „Das  Artensterben ist Teil des Statistik-Voodoos, der zur Ökoreligion gehört wie Weihrauch zumKatholizismus“, sagt Michael Miersch. Der Höhepunkt des Aussterbenslag vor 1920. Seither gibt es kaum noch größere Verluste bei den Vogel- und Säugetierarten.

Die CDU stirbt auch nicht aus, sie hat sich nur umgefärbt und gibt sich ein neues Logo: Leistung lohnt sich nicht. Werde ich nicht Ministerpräsident, dann tut’s auch die Hälfte: Minister. Den Präsidenten dazu liefert fast jeder Heberlisverein. Säu- oder Gauschwänzlebahn sind wohlfeil. Fledermaus oder Wolf. Die sterben nicht aus, so wenig wie Politiker mit Neigetechnik. Unter die Räder kommt nur zum wiederholten Mal der Wähler. Der sollte mit Wolf eine andere Politik wählen, wollte aber den Wolf nicht, und nun kriegt er ihn trotzdem. Nennt sich das Ganze nicht Volksverdummung unter Bejubelung von Wolfs neuen Kleidern durch Presswerk? Wem hat die CDU ihre Seele verkauft wie im Märchen vom kalten Herz?

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