Wieviele Versuche hat Zinsmayer noch?

Zum Dritten: Wiederholung der Wiederholung einer Ratssitzung in Renquishausen

renquisbrunnen

Wie lange wird in Renquishausen der Krug zum Brunnen gehen?

(tutut) – Mit den Lebendigen scheint er es nicht so zu haben, der neue Renquishausener Bürgermeister Jürgen Zinsmayer. Etwas scheinen die Bürger an ihm gefunden zu haben, was ihm offenbar fehlt, weshalb er bei mehreren Bürgermeisterwahlen nicht zum Zuge gekommen ist. Nun geht es weniger darum, ob er glücklich ist mit seiner Wahl in Renquishausen, er soll ja vor Freude Luftprünge gemacht haben, als vielmehr darum, ob die Bürger in ihm einen Meister gefunden haben. Wie es aussieht, übt er noch immer. Das mit dem Gemeinderat scheint er noch gar nicht verstanden zu haben.

Sozusagen als gelernter Sozialarbeiter  müsste er allerdings das Prinzip verinnerlicht haben. Oder hat er in seiner langjährigen Tätigkeit im Landratsamt eine Behörde nur als Zentralrat  einer Obrigkeit  über Untertänigen erlebt?  Dann kann es schon sein, dass  Jürgen Zinsmayer einen Gemeinderat als Hauptorgan einer Gemeinde eher als lästigen Binddarm ansieht, dem seine Überflüssigkeit  deutlich gemacht werden muss. Meist geht es ja ohne Totaloperation, denn auch ein Prinzip Wackeldackel  täuscht Aktivität vor.

Nun steht eine Gemeinde, falls sie sich als solche betrachtet, vor einer ernsten Frage: Wieviele Versuche  hat Jürgen Zinsmayer noch? Mal davon abgesehen, was er sonst noch draufhaben könnte oder nicht, zunächst einmal wird  ihm jemand Nachhilfe in  Demokratie und Grundlagen der Gemeindeordnung geben müssen. Der Renquishausener Bürgermeister hat es tatsächlich geschafft, nun zur Wiederholung der Wiederholung einer Gemeinderatssitzung  einladen zu müssen. Ob er das mit der Einladung auch mal richtig hinbekommt?

Das Landratsamt hat auf eine Dienstaufsichtsbeschwerde reagiert. Allerdings kam die nicht aus dem Gemeinderat, welcher seinem vorsitzenden Bürgermeister offenbar blind vertraut und folgt, sondern aus der Bürgerschaft, da offenbar noch nicht alle Einwohner  Renquishausens auf ein Führerprinzip wie in einer Diktatur eingeschworen zu sein scheinen. Peinlich genug!

Nachdem die letzte Gemeinderatssitzung als Wiederholung einer nichtöffentlich veranstalteten Sitzung zur Farce geworden war, hat nun das Kommunalamt mitgeteilt, dass  aufgrund der Dienstaufsichtsbeschwerde Bürgermeister Zinsmayer telefonisch zugesagt habe, „dass er bei der Einladung zur nächsten Gemeinderatssitzung am 23.11.2015 auch die Tagesordnungspunkte der Sitzungen vom 06.10.2015 und 16.10.2015 nochmals auf die Tagesordnung nehmen wird“. Ob es der letzte Versuch sein wird, eine öffentliche Gemeinderatssitzung ordnungsgemäß in Renquishausen abzuhalten? Man darf  gespannt sein! Haut’s mit den Lebendigen für Jürgen Zinsmayer nicht so hin, bliebe vielleicht als Trostpflaster  ja  die Beschäftigung mit den Tod. Erst  jüngst  strahlte er auf einem Gruppenfoto im  Lokalblatt den Lesern entgegen als neuer Vorsitzender des Palliativnetzes  im Kreis Tuttlingen, welches sich um das Sterben unheilbar Kranker kümmert.

Übrigens: Haben Sie schon einmal Ihre Zeitung gefragt, warum sie über solche Zustände im Kreis Tuttlingen, die es  nicht nur in Renquishausen gibt,  nicht berichtet?

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