Über 3 Millionen Berufspendler

»Statistisches Monatsheft« Oktober 2015 erschienen

GE DIGITAL CAMERA

(tutut) – Baden‑Württemberg erlebt derzeit einen Beschäftigungsboom. Das bedeutet auch, dass tagtäglich mehr Menschen von ihrer Wohnung zur Arbeit pendeln. Die aktuelle Berufspendlerrechnung Baden‑Württemberg weist für 2013 rund 5,4 Mill. Erwerbstätige am Wohnort nach. Davon pendelten 3,1 Mill. täglich zur Arbeit in andere Gemeinden und 2,3 Mill. arbeiteten in ihrer Wohngemeinde.
Wie bereits in den Vorjahren nahm die Zahl der Pendler über Gemeindegrenzen stärker zu als die Zahl der Erwerbstätigen, die in ihrer Wohngemeinde arbeiten. Der seit Jahren zu beobachtende Trend der langsam aber stetig steigenden Mobilität hat sich weiter fortgesetzt.

Den höchsten Anteil von Erwerbstätigen, die in der gleichen Gemeinde wohnen und arbeiten, weist Konstanz mit 80 % auf. Allerdings ist die Aussagekraft dieses Wertes eingeschränkt. Erwerbstätige, die in Konstanz wohnen und in der Schweiz arbeiten, sind in der Pendlerrechnung mangels Datengrundlage nicht erfasst.

In den folgenden 11 Gemeinden arbeiteten 2013 über zwei Drittel der Erwerbstätigen in ihrer Wohngemeinde:
Konstanz 80 % (2005: 82)
Freiburg 77 % (2005: 78)
Karlsruhe 72 % (2005: 75)
Stuttgart 71 % (2005: 74)
Tuttlingen 71 % (2005: 74)
Büsingen am Hochrhein 70 % (2005: 74)
Mannheim 68 % (2005: 73)
Friedrichshafen 68 % (2005: 69)
Jestetten 68 % (2005: 67)
Schwäbisch Hall 67 % (2005: 70)
Ulm 67 % (2005: 70)

Fast 3 Millionen mit Migrationshintergrund
Im Jahr 2013 lebten fast 3 Mill. Menschen mit Migrationshintergrund in Baden‑Württemberg. Seit dem Jahr 2005 werden im Rahmen des Mikrozensus Daten zum Migrationsstatus der Bevölkerung erhoben. Es wird somit mehr als ein Viertel (knapp 28 %) der Baden‑Württemberger zur Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund gezählt.

Wachsende Aussichten auf den 90. Geburtstag
Die Lebenserwartung der baden-württembergischen Männer und Frauen liegt im weltweiten Maßstab sehr weit vorne. Die Baden‑Württemberger stehen unter den rund 230 Ländern, für die die Weltbank Daten bereitstellt, auf Platz 19, die Baden‑Württembergerinnen auf Platz 16.

Die Allgemeine Sterbetafel 2010/12 weist für neugeborene Jungen eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund 79 Jahren, für neugeborene Mädchen von etwa 83,6 Jahren aus. Das sind rund 11 Jahre mehr als zu Beginn der 1960er-Jahre. Das Spiegelbild dieser Entwicklung findet sich in der deutlich gesunkenen Sterblichkeitsjahren von Männern und Frauen in allen Altersphasen wieder.

Besonders stark sanken frühe Sterbewahrscheinlichkeiten von Säuglingen und Kindern in den vergangenen 5 Jahrzehnten. Aber auch bei den Älteren ergab sich ein deutlicher altersmäßiger Sterblichkeitsrückgang, sodass immer mehr Menschen in ein hohes Alter hineinwachsen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.