Gefragt

Haben Sie sich nicht auch schon gefragt, warum sie, falls sie noch eins haben,  ein Zeitungsabonnement nicht gekündigt haben?  Ist es möglich, dass Sie dann den Denkprozess nachvollziehen können, der hinter der Abo-Kündigung von Thilo Baum steht, der auf seinem Blog thilo-baum.de erklärt, warum er den Spiegel gekündigt hat?  Gilt das, was dieser Kommunikationswissenschaftler und Journalist als Gründe vorbringt, nicht auch für jede Zeitung, einschließlich Lokalzeitung, falls diese gewisse Kriterien bei ihrer Arbeit missachten? Sind diese Kriterien nicht auch die, welche Thilo Baum aufzählt, und die da lauten: „Beim ‘Spiegel’ hat man noch nicht begriffen, dass es auch hier um Kundenorientierung geht – die Leute wollen klare Informationen, keine Agitation. Ebenfalls nicht begriffen hat die ‘Spiegel’-Redaktion, dass sie mit ihrem Stil am eigenen Ast sägt. Ob die Mitarbeiter der Abo-Abteilung hin und wieder mal den Redakteuren klarmachen, dass sie nicht weiter ihre Jobs in Gefahr bringen sollen? Ich denke, der ‘Spiegel’ braucht ein völlig anderes Selbstverständnis: Die Leute müssen runter vom hohen Ross und mehr Respekt zeigen nicht nur gegenüber den Leuten, die ihre Gehälter finanzieren, sondern auch vor der Wahrheit.“?  Lässt sich das Wort „Spiegel“ nicht beliebig austauschen, beispielsweise  durch jedes „Käsblatt“, und weiterhin stimmt es?

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