Wie die Lemminge

Der Bundestag stürzt sich wieder in das griechische Fass ohne Boden

dachschadengriech

Je größer der Dachschaden, desto schöner der Aufblick zum griechischen Götterhimmel.

(tutut) – Leider macht niemand Deckel auf das griechische Fass ohne Boden, in das sich gerade wieder der deutsche Bundestag mit dem Geld der Steuerzahler gestürzt hat. Das Geld anderer für andere auszugeben, ist wohl das Einzige, zu dem Politiker fähig sind. Dafür gibt es nicht einmal griechischen Wein, sondern Beißfrechheiten ohne Ende gegen helfende Hände. Wer einmal betrügt, dem glaubt man immer wieder, auch wenn er jedes Versprechen bricht? Schon das Märchen von der Wiege der Demokratie in Griechenland ist eine Lüge. Griechenland ist Orient, ist Dritte Welt und schnorrt sich durch Europa wie die Berufsbettler in deutschen Fußgängerzonen.

Sind die Deutschen so gedächtnisstutzig, dass sie entweder die letzten sechs  Jahre  verschlafen oder vergessen haben? War da nicht seither was mit Griechenland, einer wirtschaftlichen Nullnummer, die wie ein Virus die EU und den Euro infiziert hat, was zu allgemeiner Gehirnschwindsucht führte? Bei deutschen Politikern in beängstigendem Maße zunehmend zu beobachten.

Günter Ederer, der am  meisten ausgezeichnete Wirtschaftsjournalist in Deutschland, hat in seinem Buch „Träum weiter, Deutschland! – Politisch korrekt gegen die Wand“, erschienen 2011, festgestellt: „Die von New York ausgehende akute Bedrohung der Finanzmärkte war gerade so abgewendet worden, als wir mit einem neuen Gau konfrontiert wurden: mit der Griechenland-Krise. Wieder stand angeblich der Zusammenbruch der Weltfinanzmärkte bevor, wieder gab es scheinbar keine Alternative zur Rettung, als die Steuerzahler für das Chaos zur Kasse zu bitten. Alles wie gehabt. Und wieder wurden der Neoliberalismus und die ungezügelten Märkte dafür verantwortlich gemacht. Es ist leicht, die Griechenland-Krise den Spekulanten in die Schuhe zu schieben. Im Januar und Februar 2010 attackierten sie im großen Stil den Euro. Das war eigentlich konsequent und logisch. Unübersehbar lebten die meisten europäischen Staaten über ihre Verhältnisse, spendierten ihren Bürgern mehr, als sie zur Verfügung hatten. So stiegen vor allem in Südeuropa die Staatsschulden“.

Und jetzt, fünf Jahre danach, erlebt Deutschland einen Wolfgang Schäuble in der selben Rolle. Nichts dazugelernt Deutschland? Fällt Griechenland, fällt Europa? Mir alle nach, Ihr Lemminge? Merkel und Schäuble und die ganze Bundestagsresterampe besoffen vom griechischen Wein, tanzend den Sirtaki auf dem europäischen Vulkan? Der Einheitsblock der deutschen Politik ist eine Schande für Deutschland. Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger immer wieder selber. Günter Ederer erinnert daran, wie simpel Politik funktioniert, da von Simpeln gemacht. Bis 2009 regierte in Griechenland der Koservative Konstantinos Karamanlis. In seine Legislaturperiode fiel die Wiederwahl des konservativen Portugiesen José Manuel Barroso als EU-Kommissions-Präsident, früher war er mal Kommunist, dann haben es wohl die USA geschafft, ihn umzupolen. Ein Strippenzieher aus Südeuropa sollte für Barroso werben.Deshalb, so Ederer, war ein Kassensturz in Griechenland unerwünscht, weil der die Tricksereien aufgedeckt hätte. Die Rechnung ging auf, eine Parlamentswahl beim Zwerg Griechenland konnte nichts mehr stören. Der Sozialist Papandreou musste dann das riesige Staatsdefizit beichten.

Jahrelang hatten die Griechen die Statistik gefälscht. Günter Eederer: „Warum aber ist diese offensichtliche Aufblähung der volkswirtschaftlichen Leistung bei gleichzeitigem Verstecken der Schulden niemandem aufgefallen? Wie hat Goldmann Sachs, der US-Finanzgigant, Griechenland dabei geholfen, die Bilanzen zu fälschen? Auf all diese Fragen treffen zwei Antworten zu: Aus den oben erwähnten politischen Gründen wurde den Griechen vieles nachgesehen und aus der Gewissheit, dass schon irgendjemand für die Schulden aufkommen würde, haben die Banken gegen alle kaufmännischen Grundsätze verstoßen und weiter nach Athen überwiesen. Schließlich betrug die Staatsverschudung 130 Prozent und Griechenland drohte die Zahungsunfähigkeit“.

Inzwischen beträgt die ständig steigende Staatsverschuldung Griechenlands 175,1 Prozent des Bruttoinlandprodukts oder 320 Milliarden Euro. Da Merkel und Schäuble nicht gestorben sind, geht das Märchen von der Volksverarschung in Deutschland weiter. Der Jurist Bundesfinanzminister Schäuble, der von der Materie sicher so wenig Ahnung hat wie die Physikerin Bundeskanzlerin, mahnt die armen Griechen, die Europa am Nasenring durch den Morast ziehen:  „Solidarität hat auch etwas mit Verlässlichkeit zu tun“. Wer auf Merkel und Schäuble setzt, ist verlassen. Was geht uns dieser Zwerg Griechenland an? Haben die zuviele europäische Leichen in ihrem Keller versteckt?

Dazu passt, dass der Zonenjesus aus Rostock wieder ein paar unpassende Worte verlieren muss, obwohl er nun mal von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und es an der Zeit wäre, seine Familienverhältnisse zu richten oder abzutreten, denn so einer ist kein Aushängeschild für Deutschland. Die Welt schreibt: „Vor der Debatte hatte Bundespräsident Joachim Gauck die sich abzeichnende Mehrheit im Bundestag für eine Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland begrüßt. ‚Das Parlament ist verantwortungsbereit und nimmt sich der Sache mit großer Ernsthaftigkeit an‘, sagte Gauck in einem Interview des Hörfunksenders MDR Info. Der Bundestag stelle sich der Frage, was Europa gewinne, wenn ein Teil der Gemeinschaft verloren gehe. Zu den sozialen Problemen in Griechenland sagte Gauck: ‚Es gibt eben diese schwierigen Situationen, dass man durch ein Tal der Tränen hindurchgehen muss, um dann mit einer reformierten Gesellschaft wieder Erfolge zu haben.‘ Deutschland sei solidarisch. Das werde nicht nur durch gute Worte, sondern auch durch sehr viele Mittel deutlich, die die Bundesrepublik bereitstelle. ‚Wir sind da nicht der große Buhmann, wie Teile der Medien und der Politik in Griechenland uns darstellen‘, sagte Gauck“.

Geht’s noch? Ist der Mann noch Herr seiner Worte? Denen kann nur mit Günter Ederer entgegengehalten werden, denn der weiß, wovon er spricht: „Ein Staat, der so hemmungslos wie Griechenland gegen internationale Verträge verstößt und auf Kosten anderer seine Staatsbürger verwöhnt, muss damit rechnen, Insolvenz anmelden zu müssen. Die Griechenland-Rettung ist eigentlich ein politischer und wirtschaftlcher Skandal. Politisch, weil gegen den Vertrag von Maastricht verstoßen wird, wirtschaftlich, weil wieder einmal den Banken das Risiko abgenommen wurde. Damit wird das Vertrauen in die EU-Institutionen geschwächt, und die Steuerbürger büßen wieder einmal für die Sünden anderer“. Merkel und Gauck kommen aus einem Pleiteland, welches 40 Jahre bis zum Ende  am Tropf anderer hing. Es müsste wohl mit den toten griechischen Göttern zugehen, dieses Land nicht auch zum Teufel gehen zu lassen! Merkel und Schäuble führen die Lemminge weiter an.

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