Mit Niemann von der Krippe bis zum Kreuz?

Spaichingen: Nach dem großen Weihnachtserfolg Fortsetzung an Ostern?

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(tutut) – Der Mann schreibt nicht nur Politik in Spaichingen. Er schreibt Kirchenpolitik. Weihnachten in Spaichingen hat einen neuen Namen: Harald Niemann. Wo seine Krippe steht, da ist Licht. Da muss das Christkindle in der Kirche mit seinem Kripple einpacken.

Das Lokalblatt hat genau erkannt, wohin es die Gläubigen zieht: „Viele treffen sich Heiligabend bei Niemanns“, denn: „Austausch, Begegnung, das Bestaunen der vielen Lichter oder auch der lebensgroßen Krippenfiguren bei einem Getränk oder einer Wurst gehört für viele inzwischen zu Weihnachten dazu. Niemanns nehmen übrigens kein Geld für Speis und Trank. Aber wer doch etwas geben wollte, konnte etwas ins Kässlein fürs Hospiz am Dreifaltigkeitsberg werfen“. Wer tauscht da mit wem? Sind vier Landkreise und die Katholische Kirche unter die Bettler gegangen, oder ist das Scherflein  Anzahlung für den Trip Spaichingen sehen und sterben? Darüber schweigt sich das Weihnachtsbotschaftle mit der Wurst aus.

Kirchen kommen da nicht mehr mit, selbst wenn sie mit Charlie Chaplin verzweifelt versuchen, das Volk Gott näher zu bringen. Demnächst Dick und Doof in diesem Theater? Warum nicht gleich Pro Niemann?  Schließlich geht es um die Wurst. Wer zuletzt schnappt, kriegt den Zipfel.

Wäre es nicht folgerichtig, wenn das neue Stadtmarketing nach dem großen Weihnachtserfolg über eine Fortsetzung an Ostern nachdächte? Spaichinger Passionsspiele. Mit Niemann von der Krippe bis zum Kreuz? Verkündigungen sind nur halbe Sachen. Das Undenkbare denken? Die Stadt ist Leidensgeschichten  gewohnt, was nicht nur am Hospiz liegt. Auch Oberammergau hat mal klein angefangen. 12 Apostel müssten schon im Gemeinderat zu finden sein. Der Rest dürfte auch kein Problem sein.

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