„Schwabenkinder“

KISS Filmnacht im Freilichtmuseum Neuhausen am 4. Juni um 19:30

Schwabenkiinder in ihrer Heimat.

(tutut). Karge Ernten, bittere Armut und nur der eine Ausweg: die Kinder zum Arbeiten auf die Bauernhöfe in die Bodenseeregion schicken. Der Film „Schwabenkinder“ erzählt sehr eindrücklich vom Schicksal der Schwabenkinder im 19. Jahrhundert. Ein Tiroler Bergdorf 1885: Nach dem Unfalltod seiner Frau weiß Kaspars Vater nicht mehr weiter. Durch die finanzielle Not gezwungen, schickt er den geliebten Sohn in die Fremde. Am Bodensee soll sich der achtjährige Junge bei Bauern verdingen.

Unter dem Geleit des sogenannten Kooperators macht sich Kaspar mit zwölf anderen Kindern zu Fuß auf den über die verschneiten Alpen. Im Schwabenland angekommen, gerät er auf dem Markt an den Landwirt Steinhauser. Für 30 Mark gehört Kaspar nun einem „Saubauern“, der mit seinen Arbeitern unnötig rau umgeht. Selbst der achtjährige Kaspar muss sich dem Terror unterwerfen, darf keine Schuhe tragen und wird für kleine Vergehen schwer bestraft.

Doch Kaspar gelingt es, der Situation zu entkommen. Erst anfangs des 20. Jahrhunderts kehrt er zu seinem Vater zurück.

„Schwabenkinder“ gewann unter anderem 2003 den Deutschen Fernsehpreis, den ersten Preis beim TV-Filmfestival Baden-Baden sowie den Publikumspreis von 3SAT. Er ist freigegeben ab 6 Jahren.

Karten (Erwachsene 6,50€, Kinder 3€) können unter 07461 926 3204 oder info@freilichtmuseum-neuhausen.de vorbestellt werden und sind an der Abendkasse erhältlich.

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