Gelesen

Finanzmärkte
Europas Wachstum ist eine böse Illusion
Mit Griechenlands Rückkehr an den Kapitalmarkt feiert Europa einen Erfolg der totalen Marktverzerrung. Denn die Schuldenquote des Landes heute signifikant höher als vor der Euro-Rettung.
(welt.de. Fauler Zauber im EU-Zirkus?)

Europawahlkampf
Juncker fordert europaweiten Mindestlohn
Zum Auftakt des Europawahlkampfs hat der Spitzenkandidat der Konservativen, Jean-Claude Juncker, die Einführung eines europaweiten Mindestlohns gefordert. In seiner Heimat liegt er bei 11,50 Euro.
(welt.de. Reiner Sozialismus von einem Erzkonservativen aus einer Steueroase. Hat dieses Zwergland  Luxemburg – Motto: „Wir bleiben wie wir sind“ –  (549.680 Einwohner, davon 45,3 % Ausländer),  vergleichbar mit südbadischen Landkreisen, Berufspolitiker Juncker abgewählt, damit er in der EU Spitzenjob nachgeschmissen kriegt? Das geht nämlich so: Für die Europawahl 2014 kandidiert er für die EVP als Spitzenkandidat, ohne jedoch für das Europäische Parlament zu kandidieren. Er soll  Präsident der Europäischen Kommission werden. )

Kaputte Straßen
Rechnungshof gibt Verkehrsministerium Mitschuld
Mangelt es wirklich an Geld, um kaputte Straßen zu reparieren? Der Bundesrechnungshof hält die Probleme für hausgemacht. Vorhandene Mittel würden zweckentfremdet eingesetzt.
(faz.net. Die Abgeordneten sind nur für ihre Diäten zuständig? Wie kann man bloß darauf kommen, das Verantwortliche auch verantwortlich sind für Tun oder Nichtstun? Wer sagt den Regierungschefs, dass sie die Richtlinien der Politik bestimmen?)

Marcel Aulia, der FDP-Kandidat für die Europawahl aus Spaichingen, zeigt nicht nur Präsenz auf Plakaten, sondern ist auch mobil unterwegs. 

Radiospots zur Europawahl
CDU leiht sich Stimmen von Bruce Willis und Julia Roberts
Bruce Willis‘ Synchronstimme spricht den CDU-Radiospot zur Europawahl. Der Hollywoodstar weiß offenbar nix davon. Er wäre sicherlich geschockt. Auch Fans von Julia Roberts kommen auf ihre Kosten.
(stern.de. CDU-Wahlkampf mit Leihstimmen?)

Freie Wähler beklagen Unterwanderung
Der Feind in meinem Parteivorstand
Die Landesvereinigung der Freien Wähler würde gerne etwas Geld in den Wahlkampf investieren. Schließlich ist am 25. Mai Europawahl, wo die ambitionierte Truppe, die mehr machen will als nur Kommunalpolitik, antritt. Doch die Schatzmeisterin im Landesvorstand rücke kein Geld heraus, klagt Jörg Stimpfig. Der Landesvorsitzende glaubt auch zu wissen warum: Die Schatzmeisterin sei ein ehemaliges Mitglied der Piratenpartei, das gemeinsam mit anderen Ex-Piraten versuche, seine Partei zu übernehmen. Schon zwei Vorstandsmitglieder habe man deswegen an die Alternative für Deutschland (AfD) verloren, sagt Stimpfig, der rund ein Jahr lang die Unterwanderungsversuche der Ex-Piraten recherchiert hat und nun in die Offensive geht…Die Landesvereinigung der Freien Wähler hat laut Stimpfig 110 Mitglieder. Im Unterschied zu den vollkommen unabhängigen Freie-Wähler-Vereinigungen vor Ort hat sie landes-, bundes- und europapolitische Ambitionen. Der Vorsitzende des Landesverbands der Freien Wähler, Heinz Kälberer, spricht verächtlich von „Trittbrettfahrern“, die nicht wirklich Freie Wähler seien.
(Stuttgarter Nachrichten. Freiheit, die sie meinen?)

Landestag der JU
Früher Auto fahren, später Abi machen
Der Landesvorsitzende der Jungen Union, Nikolas Löbel, hat sich für eine flächendeckende Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G 9) ausgesprochen. „Eltern sollten zumindest die freie Wahl zwischen G 8 und G 9 haben, wir müssen uns bei diesem Thema neu aufstellen“, sagte der Chef von mehr als 11 000 Mitgliedern der CDU-Nachwuchsorganisation…sprechen sie sich im Leitantrag dafür aus, dass 17-Jährige mit bestandener Führerscheinprüfung künftig auch ohne Begleitung Erwachsener Auto fahren dürfen. Das begleitete Fahren soll bereits 16-Jährigen gestattet sein.„Wenn 16-Jährige bei der Kommunalwahl wählen dürfen, sollte man 17-Jährige allein Auto fahren lassen“, so Löbel.
(Stuttgarter Nachrichten. Logik der JU? Warum bauen junge Fahrer die meisten Verkehrsunfälle? Weil sie am wenigsten wählen gehen?)

Forderung nach Reformen:
CDU-Rebellen drängen Merkel zu „Agenda 2020“
Eine Gruppe von rund 25 CDU-Politikern will den Reformrückschritt in der Großen Koalition nicht länger hinnehmen. Sie verlangt mehr Mut in der Wirtschaftspolitik und spürbare steuerliche Entlastungen. Für Angela Merkel kommt der Appell zur Unzeit…“Für mehr Wachstum und Beschäftigung ist aus unserer Sicht eine Agenda 2020 nötig“, heißt es in einem Papier, das etwa 25 Unionspolitiker um den Parlamentarier Jens Spahn am Montag beschließen wollen…Bereits mehrere prominente Abgeordnete der Union haben zu erkennen gegeben, dass sie der Rente mit 63 im Bundestag nicht zustimmen wollen. Zudem steht Ende Mai die Europawahl an. Und im Wahlkampf zählt in der Union eigentlich nur eines – Geschlossenheit…Die CDU müsse den Menschen „mehr Freiheit lassen“, auch in steuerlicher Hinsicht. „In kaum einem anderen Land Europas ist die Steuern- und Abgabenquote so hoch wie in Deutschland“, heißt es…
(spiegel.de. Soll Merkel etwa arbeiten? Entdecken die schwarzen Sozialisten jetzt den Liberalismus für sich ?)

Epochales Ereignis: „600 Jahre Konstanzer Konzil“ eröffnet
Beim Festakt „600 Jahre Konstanzer Konzil“ hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die Bedeutung des „Dialogs der Religionen“ auch in der heutigen Zeit betont.
(Südwest Presse. Brennend? Religionsanhänger schlagen sich immer gegenseitig die Köpfe ein,außer sie werden daran gehindert?)

Minister schlägt Alarm: Wieder giftiges Chromat in Kinderschuhen
Gesundheitsschädliches Chromat wurde bei Untersuchungen wieder in Kinder- und Baby-Schuhen entdeckt. Wie Baden-Württembergs Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne) am Sonntag mitteilte, hat das amtliche Labor in Freiburg in letzter Zeit wieder verstärkt diesen Rückstand einer unsachgemäßen Ledergerbung festgestellt.
(Südwest Presse. Der Oettinger der Grünen: Muss der zu allem schwätzen?)

Bischof suspendiert Pfarrer wegen Kinderpornoverdachts
Weil ein Pfarrer Kinderpornos besitzen soll, hat ihn Bischof Gebhard Fürst umgehend suspendiert. Das teilte die Diözese Rottenburg-Stuttgart am Sonntag mit. Die Polizei habe die Wohnung des Pfarrers von Lauchheim im Dekanat Ostalb am Donnerstag durchsucht.
(Südwest Presse. Vorsicht,Pfarrer?)

Staatssekretärin: Kommunen müssen Lärm stärker bekämpfen
Im Kampf gegen den Lärm sieht Verkehrsstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne) bei den Kommunen dringenden Handlungsbedarf. Sie fordert die Städte und Gemeinden im Südwesten auf, Aktionspläne gegen Lärm aufzustellen
(Südwest Presse. Mach nur einen Plan…)

Verkehrsverstöße
Punkte auch für Fußgänger möglich
Wer als Autofahrer glaubt, ein drohendes Fahrverbot zu vermeiden, indem er ab sofort nur noch als Fußgänger unterwegs ist, macht einen folgenschwerern Fehler. Auch per pedes kann man Punkte kassieren
(stern.de. Punkte nicht nur im Supermarkt?)

Neues Hochschulgesetz in Baden-Württemberg
Unis sollen Studenten zum Erfolg begleiten
Die Klagen der Bachelorstudierenden haben Überhand genommen. Die kurzen Studiengänge seien mit Prüfungen gespickt, im Grunde sei ein Studium in sieben Semestern nicht zu schaffen. Dem will die Landesregierung mit dem neuen Hochschulgesetz abhelfen, das am 9. April in Kraft getreten ist. „Bessere Studierbarkeit und Entschlackung der Studiengänge“, das sei eines der Kernthemen der Reform, sagt ein Sprecher von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Das Gesetz sei getragen von dem Gedanken „Prüfungsdruck zu verringern, Studiengänge studierbarer zu machen und gerade in der Anfangsphase des Studiums Orientierung zu vermitteln“, betont der Sprecher auf Anfrage…
(Stuttgarter Zeitung. Was war denn bisher? Nach dem Abi im Kindergarten nun auch das Studium geschenkt? Wer soll mit solchen Abschlüssen was anfangen können?)

Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd
Gmünd erfindet sich für die Blumenschau neu
Wer die 60 000-Einwohner-Stadt im Ostalbkreis dieser Tage besichtigt, erkennt sie kaum wieder: Die Züge halten am aufwendig modernisierten Gmünder Bahnhofsplatz, historische Bauwerke blieben hier erhalten, sind sorgsam restauriert – und der Besucher befindet sich schon mitten auf dem Gelände der Landesgartenschau, die von Mittwoch, den 30. April, bis zum 12. Oktober läuft und mehr ist als nur eine Blumenschau.Denn erstmals in diesem Umfang geht eine Landesgartenschau so eng verknüpft mit einem solch nachhaltigen Stadtumbau und auch mit einer derartig aufwendigen Straßenbaumaßnahme einher: Der aktuell mit 280 Millionen Euro teuerste und modernste Straßentunnel Deutschlands hat zunächst die älteste Stauferstadt vom Durchgangsverkehr der wichtigsten Verkehrsachse zwischen Stuttgart und Ostwürttemberg (B29) befreit…110 Millionen Euro kostete die Landesgartenschau insgesamt, heißt es aus der Stadtverwaltung…Losgetreten hat die Landesgartenschau so etwas wie eine Investitionslawine. Die Stadt selbst trug 38,8 Millionen Euro. Das Land investiert für eine Landesgartenschau ein Startkapital von 9 Millionen. Hinzu kommen jedoch rund 65 Millionen Euro Fördermittel, die von Land und Europäischer Union nach Gmünd flossen…
(Stuttgarter Nachrichten. Wenn das kein Millionending ist? BW gönnt sich ja sonst nchts?)

(tutut). Die Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd 2014 besteht aus drei Teilen, dem Erdenreich im Stadtgebiet, der Himmelsleiter als Verbindung zum Himmelreich.
Der Himmelsstürmer (oben) ist 38,6 Meter hoch, hat über 300.000 Euro gekostet, wovon 185.000 Euro aus bürgerschaftlicher Unterstützung beigetragen wurden. Hierfür wurden Stufen und Spiegelkacheln erworben. Die Spender sind auf den Stufen und auf Tafeln genannt. Die 166 tägige Landesgartenschau hat insgesamt 184 Millionen Euro an Investitionen gekostete, 2/3 wurden durch private Investoren erbracht. Foto: Alfred Pradel

Erinnerungen

Volksschriftsteller Heinrich Hansjakob in Spaichingen

(tutut). Die rauhe Alb, wie der schwäbische Jura auch genannt wird, zeigt sich bald in dem Gebirgsmassiv des Heubergs, den wir gestern schon von der Höhe oberhalb Villingen gesehen haben.

Durch einen kühlen, sonnedurchzitterten Fichtenwaid fahren wir ihm zu. Aus dem Wald herausgekommen, sehe ich unten in dem nichts weniger als romantischen Primtale am Fuße des hohen Dreifaltigkeitsberges die langgestreckte württembergische Oberamtsstadt Spaichingen, von oben gesehen einem mächtigen Bauerndorf gleichend.

Unten angekommen, fand ich aber ein sauberes, schlichtes Landstädtchen mit einer breiten, hellen, von freundlichen Häusern umsäumten Haupt­straße.

Es läutete eben die Betglocke zu Mittag, als ich einfuhr, und ich staunte
gewaltig, da ich jung und alt barhäuptig in der Straße gehen sah. So was sieht man in einem badischen Amtsstädtchen längst nicht mehr, wenigstens nicht im Oberland.

Der Sohn meines alten Mitarbeiters und Korrektors Götz wohnt als Finanzamtmann in Spaichingen. Ihn hatte ich ersucht, mir ein Mittagessen zu bestellen und mein Gast zu sein.

Mit ihm machte ich vorher noch einen Gang durch die Straße, wobei er mir sagte, eine Leserin in Amerika, der ich den Winter über einmal ge­schrieben, ich würde im Sommer ihre Vaterstadt Spaichingen passieren, habe mir bei einer Freundin eine Überraschung bereitet.

Ich wollte wissen, welche, und erfuhr, bei einer Frau Oberamtgeometer stünde für mich eine Flasche Champagner und ein Kuchen bereit zum Willkomm.

Da ich vor dem Mittagessen weder Champagner trinke, noch Kuchen ge­nieße, so konnte ich von der Liebenswürdigkeit der Amerikanerin keinen Gebrauch machen. Ich besuchte aber ihre Freundin und dankte ihr für die Bemühung.

Frau Josefine Kling in Detroit im Staate Michigan, die Tochter des früheren
Kronenwirts in Spaichingen, hat infolge Lesens meiner Bücher mir vor Jahren schon geschrieben und nach und nach ihren ganzen Lebenslauf mitgeteilt. Er gäbe eine Erzählung, spannender als ein Roman.

Im vorigen Sommer habe ich die energische Frau, welche ihre Heimat wieder einmal sehen wollte, in Freiburg auch persönlich kennen gelernt.

Ich schrieb von ihrer Vaterstadt aus eine Karte an sie und dankte auch ihr für den freundlichen Willkommgruß in ihrer schwäbischen Heimat.

In der „Alten Post“, einem stattlichen Gasthof aus der Zeit der Eilwagen, dem ein junger, lediger und gewandter Hotelier vorsteht, suchten mich nach Tisch der Dekan und Stadtpfarrer Munz von Spaichingen und zwei Kapläne auf.

Der erstere mußte es zu würdigen wissen, daß ich auf der Reise um die Mittagszeit keinen Pfarrhof betrete, und kam deshalb zu mir, trotzdem er auch noch ein Monsignore ist.

Die schwäbischen Monsignori scheinen demnach herablassender zu sein gegen simple Pfarrer, als ihre nichtschwäbischen Kollegen.

Auch die zwei Kapläne zeigten jene gesunde, körperliche und geistige Frische, wie man sie in der Regel nur bei schwäbischen und, wie ich auf dieser Reise wahrnahm, bayerischen Vikari zu sehen gewohnt ist.

Der Stadtpfarrer meinte, am nächsten Sonntag sei das Dreifaltigkeitsfest, und da könnte ich hierbleiben und die Predigt halten.

Die einzige Berühmtheit, die Spaichingen hat, ist der Dreifaltigkeitsberg mit der Wallfahrtskirche, die ihre Entstehung einem Hirten aus dem 15. Jahrhundert verdankt, der an dieser Stelle verlorenes Vieh gefunden und zum Dank ein Bildstöcklein mit einem Bild des dreieinigen Gottes er­richtet hat.

Die schwäbischen Alemannen auf und unter dem Heuberg machen gerne hierher ihre religiösen Bittgänge. Aber noch mehr kommen Ausflügler hinaus, um die Aussicht zu genießen, die der Dreifaltigkeitsberg in seltener Weise auf die Hochalpen und auf das Land ringsum und weithin gewährt.

Wenn mich eine Predigt nicht für einen ganzen Tag ins Bett legen würde, und wenn ich nicht dazu noch bis Sonntag in Spaichingen hätte rasten müssen, hätte ich die Predigt auf dem Dreifaltigkeitsberge gerne über­nommen .

Es läßt sich so schön predigen über das größte Geheimnis der christ­lichen Kirche, in welchem uns die Gottheit, die in das Innerste der Erde den Glanz und das Feuer des Diamanten verbarg, die größten Schätze gegeben hat.

Im Hansjakob-Denkmal in der „Hansjakobstadt“ Haslach i.K. wird versucht, das Zwiespältige in der Figur des Pfarrers, Volksschriftstellers, Revoluzzers, Politikers, Volkskulturbewahrers und  auch Wirtschaftsförderers Dr.Heinrich Hansjakob einzufangen.

Es umfaßt die Lehre von der Dreieinigkeit alle Geheimnisse der Schöpfung, der Erlösung und der Heiligung. Sie ist, wie der jüdische Philosoph Main­länder, ein Schüler Schopenhauers sagt, „die einzige richtige Auflösung des widerspruchsvollen Welträtsels.“

Es ruht auf ihr aber auch die ganze Größe der christlich gewordenen Völker.  „Gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes“ – so sprach einst die zweite Person in der Gottheit zu den armen Fischern am See Genesareth, und diese gingen hinaus in alle Welt und verkündigten den dreieinigen Gott. Und siehe da, es veränderte sich das Angesicht der Erde. Die Mensch­heit, dieser unglückliche, von Götzendienst, Sklaverei und Lastern aller Art, von Not und Tod geplagte Kranke, erhob sich von ihrem Schmerzenslager, und Freiheit, Wahrheit, Kultur, Tugend und Gerechtigkeit blühten auf Erden überalt da, wo der Glaube an den dreieinigen Gott Wurzeln faßte.

Die Lehre von der Dreieinigkeit umfaßt aber auch die ganze Geschichte der Menschheit. Das Altertum war die Vorherrschaft des Vaters, der in dem griechischen Zeus, in dem römischen Jupiter und in dem germanischen Odin verehrt wurde.

Das Christentum, das nach einer langen und blutigen Revolution sieg­haft in der Welt auftrat, bezeichnet die Vorherrschaft des Sohnes. Ihm gehört die Vorherrschaft bis heute. Die Zukunft aber gehört dem heiligen Geiste, dessen Herrschaft nach furchtbaren Revolutionen auf religiösem, sozialem und wissenschaftlichem Gebiet anbrechen wird.

Mit der Herrschaft des heiligen Geistes wird der Kampf aufhören, der jetzt so gewaltig tobt, der Kampf zwischen Wissen und Glauben. Beide werden dann jene Vereinigung bilden, von der schon der große protestantische Geschichtsschreiber Ranke gesagt hat, „sie würde bedeutender sein in ihren geistigen Folgen als die Entdeckung Amerikas und als die Ent­deckung des Weltsystems“.

Das Reich des heiligen Geistes wird er einst sein, das Reich der Wahrheit und der Freiheit, und was mich besonders freut, es wird bedeuten das Ende jeder Knechtseligkeit auf Erden. Jeder Mensch wird dann sein eigenes, echtes Gottesgnadentum fühlen und darnach handeln.

Da ich meine Pferde nicht den steilen Weg hinauf schinden wollte, und zu Fuß nicht gehen konnte, so gehöre ich sicher zu den wenigen Fremden, die in Spaichingen gewesen sind, und den Dreifaltigkeitsberg nicht be­stiegen haben.

Weil ich aber auch schon in Rom gewesen bin, ohne den Papst gesehen zu haben, so brauche ich mich vor den Spaichingern nicht zu schämen.

Wohlgemut fahre ich deshalb am Nachmittag weiter. Vor der Stadt draußen las ich ein Wirthausschild „Zu den sieben Winden“ und freute mich dessen, weil in ihm viel mehr gesunder Menschenverstand und guter Humor liegt, als in den vielen Schildern zu Ehren von Kaisern und Königen.

Im Angesicht des auf einer Anhöhe gelegenen Dorfes Aldingen wendet sich mein Weg dem Herzen des Heubergs zu.

Aus Aldingen stammte der Reformator der Stadt Bern, Berthold Haller, ein Freund Melanchthons. Seinen Vaterort führten die Herzoge von Württemberg, die ihn im 15. Jahrhundert durch Kauf erworben, der Reformation zu.

Ich hatte mir die Dörfer am und auf dem Heuberg viel armseliger gedacht; denn in meiner Knabenzeit redete man drunten im üppigen Kinzigtal nur mit Worten des Mitleids von den Bewohnern des Heubergs.

Ich fand aber durchweg malerisch gelegene Dörfer mit staatlichen Bauern­häusern, mit reinlichen, breiten Straßen und von Obstgärten umgeben.

Hansjakobs Grabkapelle, von ihm selbst erbaut im Wald bei Hofstetten.

Quelle: Dr. Heinrich Hansjakob (1837- 1916)  war Volksschriftsteller und katholischer Pfarrer, zuletzt von St. Martin in Freiburg. Er wurde in Haslach im Kinzigtal geboren und ist auch dort gestorben. Seine letzte Ruhe fand er in der von ihm selbst errichteten Grabkapelle bei Hofstetten, nicht weit von Haslach. Heinrich Hansjakob hat rund 70 Bücher geschrieben, wurde als Bestsellerautor zum Millionär. Er gehörte auch zehn Jahre als Abgeordneter der Katholischen Volkspartei dem Landtag in Karlsruhe an. Während seiner Pfarrertätigkeit in Hagnau am Bodensee gründete Hansjakob die erste badische Winzergenossenschaft. Seine Erinnerungen an Spaichingen stammen aus dem 1906 erschienenen Schlußband seiner Reise-Erinnerungen „Sonnige Tage“. Hierin be­richtet der alte Pfarrer über eine Reise nach Schloß Etterzhausen an der Raab bei Regensburg zwischen dem 14. und 15. Juli 1905. Der Artikel ist auch in der ersten Ausgabe des Spaichinger Heimatbriefs im Jahr 1983 erschienen.

Punktereform in Flensburg

Ab Mai wird neu gezählt – Wie, verraten die ARAG Experten

(lifePR) – Im Mai tritt die angekündigte Punktereform in Kraft. Autofahrer müssen sich auf einige Neuerungen einstellen. ARAG Experten geben einen Überblick.

Die wichtigste und umfangreichste Neuerung für Autofahrer tritt mit der schon mehrfach verschobenen Punktereform in Kraft. Schwere Verstöße gegen die Verkehrsregeln werden ab dem 1. Mai nicht mehr mit einem bis sieben Punkten geahndet – es gibt dann pro Verstoß nur noch maximal drei Punkte. Gleichzeitig sinkt aber die Grenze für den Führerscheinentzug von 18 auf acht Punkte.

Hat ein Fahrer vier oder fünf Punkte auf seinem Negativ-Konto, wird er künftig schriftlich ermahnt. Bei sechs oder sieben Punkten erfolgt eine Verwarnung. Anders als bisher verjährt jeder Verstoß einzeln, neue Punkte verlängern nicht die Verjährungsfrist der alten. Neu geregelt ist auch der Punkteabbau per Fahreignungsseminar. Er ist nur noch bei maximal fünf Punkten möglich; wer mehr Punkte angesammelt hat, kann nicht mehr auf Milde hoffen. Außerdem ist der Punkteabbau per Seminar nur noch einmal innerhalb von fünf Jahren möglich.

Umrechnung der alten Punkte in das neue System:
Alt Neu
1 – 3 Punkte 1 Punkt
4 – 5 Punkte 2 Punkte
6 – 7 Punkte 3 Punkte
8 – 10 Punkte 4 Punkte
11 – 13 Punkte 5 Punkte
14 – 15 Punkte 6 Punkte
16 – 17 Punkte 7 Punkte
18 Punkte oder mehr 8 Punkte

Bußgelder werden zum Teil drastisch erhöht
Gleichzeitig mit der Punktereform werden die Bußgelder angehoben. Bei Handynutzung am Steuer drohen z.B. 60 statt wie bisher 40 Euro. Der gleiche Betrag wird auch für den Verstoß gegen die Winterreifenpflicht und die Mitnahme nicht korrekt gesicherter Kinder fällig. Fahrten in der Umweltzone ohne die korrekte Plakette werden künftig mit 80 statt 40 Euro bestraft, im Gegenzug entfällt der bislang obligatorische Punkt in Flensburg, da es Punkte nur noch für gefährliche Verstöße gibt.

Sonntag, Leute!

Die Wahlen. William Hogarth, 1758, die gewählten Abgeordneten im Triumph durch den Ort getragen, Maße:   40 × 54 cm, Technik:   Radierung mit Kupferstich, Aufbewahrungsort:  London, Sammlung:   British Museum, Department of Prints and Drawings, Epoche:  Rokoko, Land:  England, Kommentar:  Folge von vier Stichen auf die Wahlen in Oxfordshire im Jahr 1755, nach der gleichnamigen Gemäldefolge Künstlers.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004081277.

Gesagt

Die Kritiker, die meinen, man müsse eine Konkurrenz zwischen allen Politikbereichen haben, die gehen ja in Wahrheit von dem Regelungsmonopol des Nationalstaates aus. Das war die alte Ordnung, die dem Völkerrecht noch zugrunde liegt, mit dem Begriff der Souveränität, die in Europa längst ad absurdum geführt worden ist, spätestens seit den zwei Weltkriegen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen.
(Wolfgang Schäuble am 18. November 2011 auf dem ”European Banking Congress” in Frankfurt)

Gelesen

Auch eine Wahlwerbung in Europa: Diese Versprechen werden gehalten.

Missglückte Politiker-Plakate: Wahlwerbung mit Dackelblick
Sie werben mit Liebe, Hunden und Würsten: Deutsche Parteien machen im Kommunal- und Europawahlkampf merkwürdige Reklame. Hinter manchem Plakat versteckt sich sogar ein Sex-Filmchen…Das geht manchmal ganz schön schief: Alexandra Thein, Berliner FDP-Landesvorsitzende und Kandidatin für die Europawahl, druckte den Wahlspruch „Liebe kennt keine Grenzen“ auf ihr Plakat. Sie meinte wohl ihre Liebe zu Europa, andere verstanden die „Liebe“ weniger metaphorisch: Ein QR-Code, den Unbekannte auf die Plakate klebten, führte direkt zu einem Pornostreifen. Titel: „Liebe kennt keine Grenzen“.
(spiegel.de. Ist der Dackel nicht der Wähler, der mit sinnfreien Sprüchen gefüttert werden soll?)

Konstanz steht ein echtes Ausnahme-Wochenende bevor
Konziljubiläum, Verkaufsoffener Sonntag, Frauenlauf und Kommunionstag – an diesem Sonntag fällt alles zusammen. Ob der Stadt ein Verkehrskollaps droht, und was bei Regen aus dem Jubiläumsprogramm wird, verrät Ihnen SÜDKURIER Online
(Südkurier. War das nicht eine kriminelle Veranstaltung? Was ist mit der Ketzerverbrennung?)

Am Seeuferweg in Konstanz onanierte ein Mann im Gebüsch.
Eine Frau hat am Donnerstag einen Unbekannten im Gebüsch entdeckt. Laut Polizei trug der Mann lediglich ein türkisfarbenes Oberteil und onanierte.
(Südkurier. Was hat sie da gesucht?)

Sexuelle Belästigung in der Schwarzwaldbahn
Singen –  Ein 35-jähriger Mann hat eine junge Frau im Zug zwischen Engen und Singen im Genitalbereich begrapscht. Laut Polizei war die 18-Jährige eingeschlafen und erst durch die Berührung wieder aufgewacht.
(Südkurier. Die im Süden schaffen sich gerne frei?)

Heinrich Hansjakob: Bei Peter Lenk geht der Pfarrer in Hosenträgern
Neues Werk von Peter Lenk steht in Hagnau: Heinrich Hansjakob in ungewohnter Darstellung
Den Heinrich Hansjakob muss man nicht erst bekanntmachen…Dennoch wird in Hagnau bald (Anmerkung: 1.Mai) eine Plastik enthüllt, die zweifach bedenkenswert ist: Einmal zeigt sie den katholischen Geistlichen augenzwinkernd in Hosenträgern. Die Figur stammt von Peter Lenk, fein hat er die Gesichtszüge herausgearbeitet, den kräftigen Männerkopf und zwei zum Beten gefaltete Hände. Zum anderen: Die Skulptur erzählt die Geschichte einer Familie, die es gar nicht geben dürfte. Hansjakob war Priester und deshalb auf den Zölibat verpflichtet. Dass er ihn gebrochen hat, steht fest.

Quelle:Südkurier/Peter Lenk

Sein Biograf Manfred Hildenbrand ordnet dem umtriebigen Pfarrer drei uneheliche Kinder zu. Heiner Renn, ein bekannter Schnapsbrenner in Hagnau am Bodensee, sieht sich als Urenkel von Hansjakob…Damit der prominente Ahnvater nicht vergessen wird, bestellte Renn diese Bildsäule bei Lenk, der sie wiederum mit größter Freude ausgeführt hat…Insgesamt geht er diskret mit Hansjakob um.Er entblößt ihn nicht, wie er das mit anderen Zeitgenossen getan hat. Die Hosenträger deuten heimliche sexuelle Bedürfnisse nur an, ohne sie zu zeigen…Fest steht: Das Winzerdorf Hagnau ist um ein Attraktion reicher. Und Südbaden um eine kernige Hansjakob-Interpretation, die ihresgleichen sucht.
(Südkurier. Hansjakob war nicht nur Pfarrer in Hagnau, sondern hat dort auch die erste badische Winzergenossenschaft gegründet. Wahrscheinlich hat er mehr als drei Kinder während seines Lebens hinterlassen. In Spaichingen ist er auch gerne eingekehrt. Ob er mehr als geschriebene Erinnerungen von Begegnungen mit dem Stadtpfarrer  hinterlassen hat? Siehe auch heutigen Bericht „Hansjakobs Erinnerungen“.)

Festgesetzte OSZE-Beobachter:
Milizenchef betrachtet Deutsche als „Kriegsgefangene“
(spiegel.de. Was laufen die auch im Busch herum?)

Schulden steigen
EU-Kommission zweifelt wieder an Griechenland
Griechenland hat viele gute Nachrichten geliefert. Doch ein neuer Bericht der Europäischen Kommission zeigt: Die Schulden steigen weiter. Schon rückt der Schuldenschnitt wieder ins Gespräch.
(faz.net. April, April, die „gute Nachricht“ der letzten Tage zu schnell as Bullshit entlarvt?)

Einsatz im Baltikum
Die Bundeswehr darf nur spielen
Vier Kampfflugzeuge und ein Kriegsschiff will die Bundesregierung ins Baltikum entsenden, als Antwort auf Russlands Drohkulisse im Konflikt um die Ukraine. Für den Ernstfall scheinen sie nicht vorgesehen zu sein. Sie sollen nur üben.
(faz.net.Leydens Kindergarten? Kommen die Jets überhaupt hoch?)

Afghanistan
Dutzende Tote bei Springfluten
Springfluten haben im Norden Afghanistans für Verwüstung gesorgt. Mindestens 70 Menschen kamen ums Leben, darunter viele Kinder. Schwere Regenfälle hatten die Wassermassen ausgelöst.
(faz.net. Bullshit! Mehr Meer auch im Gebirge? Springflut gibt’s an Meeresküsten,von den Gezeiten abhängig. )

Wen interessiert’s?

Lauter uninteressante Lebensläufe

(tutut). Wen interessiert’s, wenn in Trossingen angeblich „12 interessante Lebensläufe“(Lokalblatt) vorgestellt werden, die so interessant sind wie eingeschlafene Füße? Der eine Lebenslauf aber, der noch heute ehrenwerterweise in die Stadt wirkt, aber weiterhin ein Tabu zu sein scheint, der ist uninteressant? Ist überhaupt irgendetwas interessant an dieser Stadt, die erst spät das nicht mehr wsein durfte, was heute Dorf genannt wird? Das ist so anreizend interessant wie der Versuch des Kreises Tuttlingen, dem Klimaschutz Gas zu geben, ein Vorhaben, das in Deutschland längst dem Idiotenapostroph den Rang abgelaufen hat. Die Welt wird’s wohl verkraften, von Tut gerettet zu werden. Kannitverstan! Mit oder ohne Gas. Da können sich die Bürger ruhig zurücklehnen, ganz entspannt, wie laut Lokalblatt eine in Hohenlohe lebende und bisher im Kreis sicher nicht nur unbekannte, sondern auch uninteressante Europaparlamentarerin „in den Kampf für Europa“ zieht. Wohin soll sie auch sonst, etwa nach Afrika? Ist sie doch schon von Paris ins Hohenlohische umgezogen. Wer von zur Zeit noch 23 SPD’lern im Europaparlament mit dem Listenplatz 6 in dieses Kämpfle ziehen kann und die Leute wohl überzeugen will, dass sie das Geld als Abgeordnete seit 2004 weiterhin gut gebrauchen kann, muss wirklich nicht besonders gespannt sein auf das Resultat, auch wenn ihr mit bekannt hartem investigativen Tuttlinger Journalismus auf die Pelle gerückt wird. Warum eigentlich? Kennt sie denn jemand, muss sie jemand kennen? Auch nur ein Lebenslauf als Privatsache. Da ist eine Bootsfahrt vor dem EU-Parlament sicher interessanter.

Ankommen und Durchatmen

Das Allgäu ist ein schönes Fleckchen Erde, um dort seinen Urlaub zu verbringen

(lifePR) – Urlaub und Erholung, dafür muss man nicht immer gleich in den Flieger steigen und in die Ferne reisen. Im Allgäu bekommt man das auch geboten – und es liegt noch dazu direkt vor der Haustür.

Das schöne Fleckchen Natur in Süddeutschland wird selbst von Natur- und Campingliebhabern leicht übersehen. Dabei bietet es weitläufige Landschaften, Wald und Wiesen strotzen vor Frische und Vielfalt und die saubere Luft lädt zum tiefen Durchatmen ein. Ein Aufenthalt im Allgäu ist somit auch der ideale Urlaub für Städter, die einfach mal „raus kommen“ möchten.

Die gebirgige Landschaft des Allgäu ist von atemberaubener Schönheit. Man muss nur die Augen dafür öffnen, um sie zu entdecken. Die vielen Wanderwege laden zum Flanieren, Wandern und Fahrad fahren ein, die Gegend ist also auch ideal für aktive Urlauber geeignet. In der vielfältigen Flora und Fauna lässt es sich Pilze oder Kräuter sammeln und damit zum Beispiel einen abendlichen Tee kochen. Oder Sie schnappen sich ihr Fahrrad und erkunden die Gebirgspfade und sauberen Seen.

Die Vielfalt der Vegetation ist von besonderer Seltenheit und wird auch vom Naturschutzbund gewürdigt. Die einzigartige Region ist außerdem eine der moorreichsten Regionen Bayerns. Zum Weiden für Ihre Tiere ist ausreichend Platz und Gelegenheit. Die Tiere werden es Ihnen danken! Ein besonderer Ausflug für Kuh und Rind ist außerdem immer der Naturpark „Nagelfluhkette“.

Den idealen Natururlaub verbringt man natürlich auch selbst im Freien. Camper finden eine Fülle an naturnahen Campingplätzen an ganz besonderen Orten. Der Alpsee Campingplatz liegt bei Immenstadt am Alpsee und damit direkt in einem Naturreservat. Hier lässt sich die besondere Vegetation im Allgäu jeden Tag bewundern – gleich morgens nach dem Aufwachen.

Der mit vier Sternen ausgezeichnete Campinglatz liefert zusätzlich ein besonderes Wellness-Angebot, ist tier-und kinderfreundlich und direkt am Alpsee gelegen. Somit kann jeder Tag vom Zuhause aus das klare Wasser bestaunt und genossen werden.

Hier kann jeder Urlaub was tun für seine Seele und Gesundheit! Einen Urlaub mit der ganzen Familien machen und gleichzeitig abschalten, genau das bietet das Allgäu in einer einzigartigen Natur und tollen Angeboten. In Immenstadt am Alpsee haben Sie dazu die Gelegenheit.
Weitere Infos gibt es unter http://www.alpsee-camping.de

Gelesen

Im Grünen?

Baden-Württemberg
Im Sommer gibt es die meisten Geburten
(Stuttgarter Nachrichten. Heizung kaputt?)

Bundesfinanzministerium
Das Etatdefizit nimmt ab
Die 16 deutschen Bundesländer haben im ersten Quartal 2014 schlechter gewirtschaftet als von Januar bis März 2013 – Baden-Württemberg allerdings hat sein Finanzierungsdefizit halbieren können. Das geht aus Zahlen hervor, die das Bundesfinanzministerium am Freitag öffentlich gemacht hat.
(Stuttgarter Zeitung. Grün-Rot kann nicht wirtschaften.)

Holzwirtschaft
Streit um das Ökosiegel für den Wald
Der Staatswald in Baden-Württemberg soll nach ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Kriterien zertifiziert und so noch nachhaltiger bewirtschaftet werden. Die Produzenten von Holzhackschnitzeln sehen sich aber in ihrer Geschäftstätigkeit gefährdet – und klagen.
(Stuttgarter Zeitung. Baumschulminister Bonde.)

Neue Bildungspläne
Lehrer kapieren Lernziele nicht
(Stuttgarter Nachrichten. Stammen ja auch von Juristen.)

Bastler treffen sich bei Automesse Tuning World
Noch tiefer, noch schneller: Autobastler aus ganz Europa treffen sich von kommender Woche an zur Tuning World in Friedrichshafen am Bodensee. Frei nach dem Motto «keine Autos von der Stange» zeigen154 Clubs und rund210 Aussteller die Tuning-Trends der kommenden Saison
(Südkurer. Weltretter?)

Viele Exponate der Konzil-Ausstellung erstmals in Deutschland
Mit Altarbildern, Wandteppichen, Handschriften und kostbaren Goldschmiedearbeiten will das Badische Landesmuseum das Konstanzer Konzil erlebbar machen. Viele Exponate in der Großen Landesausstellung seien zum ersten Mal in Deutschland zu sehen,
sagte Museumsleiter Harald Siebenmorgen am Freitag bei der Vorstellung der Schau in Konstanz.
(Südkurier. Feuerzeuge von vier Päpsten?)

CDU-Politiker lässt Halbmond ins Parteilogo einarbeiten
Yasar Calik tritt als CDU-Kandidat für den Neusser Stadtrat an – und hat Taschen verteilt, auf denen die türkische Mondsichel ins Parteilogo eingearbeitet ist. Die Parteiführung ist entsetzt.
(stern.de. Cruxitürken?)

Unfall in Pilgerort
Päpstliches Kreuz erschlägt jungen Italiener
Tragisches Unglück in einem italienischen Pilgerort: Ein 30 Meter hohes Holzkreuz hat einen 21-Jährigen erschlagen. Der Jugendliche konnte sich aufgrund einer Behinderung nicht rechtzeitig retten.
(stern.de. Inklusiv durch Inklusion?)

Schmid: Baden-Württembergs Firmen folgen Lockruf aus Südostasien
Südwest-Unternehmen dürften nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) künftig stärker nach Südostasien streben. In den Ländern des Verbandes Südostasiatischer Staaten (Asean) soll 2015 ein Freihandelsabkommen abgeschlossen werden
(Südkurier. Auf den Spuren Erwin Teufels, als aus Tigerstaaten kleine Kätzchen wurden?)

Grüne und CDU geraten aneinander
Die Grünen und die CDU im zweiten Untersuchungsausschuss zum eskalierten Polizeieinsatz im Stuttgarter Schlossgarten geraten sich immer mehr in die Haare. Die Grünen werfen der CDU nun vor, von der Aufklärung des Einsatzes gegen Stuttgart-21-Kritiker ablenken zu wollen und dabei gegen das Untersuchungsausschussgesetz zu verstoßen.
(Südkurier. Friseur als Schlichter gesucht?)

Neue Sanktionen gegen Russland: Obama und Merkel bauen Drohkulisse auf
(spiegel.de. Kasper und Großmutter gegen das Krokodil?)

Sonderrechte im Verkehr
E-Autos dürfen auf der Bus-Spur fahren
Die Bundesregierung setzt auf Biegen und Brechen auf E-Mobilität. Dafür begünstigt der Verkehrsminister abgasfreie Fahrzeuge mit Sonderrechten: Zum Beispiel dürfen sie die Bus-Spur nehmen
(faz.net.Eher zum Erbrechen. Busse brauchen ihre Spuren gar nicht? Woher kommt der Strom? Aus abgasfreien Kraftwerken?)

Gericht verbietet Gesichtsschleier in Schule
Schüler in bayerischen Schulen dürfen ihr Gesicht nicht verschleiern. Das oberste Verwaltungsgericht hat entschieden, dass auch mit Schleierverbot die freie Religionsausübung nicht beeinträchtigt ist.
(welt.de. Mummenschanz in Europa? Für Selbstverständlichkeiten Gerichtsentscheidungen? Was hat „Religionsausübung“ in Schulen verloren? Demnächst auch Steinigungen in den großen Pausen?)

Wussten Sie, dass es…

…eine europäische Sozialcharta gibt?

(tutut). Wenn schon die Menschen in der EU zur sogenannten Wahl des Europaparlaments aufgerufen sind, könnte es nicht schaden, dass sie ein bisschen mehr erfahren über ein Europa hinter den erschreckend hohlen Wahlkampfphrasen. Wussten Sie beispielsweise, dass es eine europäische Sozialcharta gibt, 1961 in Turin unterzeichnet von den Mitgliedstaaten des Europarats, einschließlich Deutschland?

Präambel
Die Unterzeichnerregierungen, Mitglieder des Europarats, in der Erwägung, daß es das Ziel des Europarats ist, eine engere Verbindung zwischen seinen Mitgliedern herzustellen, um die Ideale und Grundsätze, die ihr gemeinsames Erbe sind, zu wahren und zu verwirklichen und ihren wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu fördern, insbesondere durch die Erhaltung und Weiterentwicklung der Menschenrechte und Grundfreiheiten; in der Erwägung, daß die Mitgliedstaaten des Europarats in der am 4. November 1950 zu Rom unterzeichneten Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten und in deren Protokollen übereingekommen sind, ihren Völkern die darin angeführten bürgerlichen und politischen Rechte und Freiheiten zu sichern; in der Erwägung, daß die Mitgliedstaaten des Europarats in der am 18. Oktober 1961 in Turin zur Unterzeichnung aufgelegten Europäischen Sozialcharta und in deren Protokollen übereingekommen sind, ihren Völkern die darin angeführten sozialen Rechte zu sichern, um ihren Lebensstandard zu verbessern und ihr soziales Wohl zu fördern; unter Hinweis darauf, daß die am 5. November 1990 in Rom abgehaltene Ministerkonferenz über Menschenrechte die Notwendigkeit betonte, einerseits die Unteilbarkeit aller Menschenrechte, seien es bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Rechte, zu bewahren und andererseits die Europäische Sozialcharta mit neuem Leben zu erfüllen; in dem Entschluß, wie auf der am 21. und 22. Oktober 1991 in Turin abgehaltenen Ministerkonferenz beschlossen, den materiellen Inhalt der Charta auf den neuesten Stand zu bringen und in einer Weise anzupassen, daß insbesondere den seit ihrer Annahme eingetretenen grundlegenden sozialen Veränderungen Rechnung getragen wird; in Anerkennung der Zweckmäßigkeit, in eine revidierte Charta, die schrittweise an die Stelle der Europäischen Sozialcharta treten soll, die durch die Charta garantierten Rechte in ihrer geänderten Fassung und die durch das Zusatzprotokoll von 1988 garantierten Rechte aufzunehmen sowie neue Rechte hinzuzufügen, sind wie folgt übereingekommen:

Die Vertragsparteien sind gewillt, mit allen zweckdienlichen Mitteln staatlicher und zwischenstaatlicher Art eine Politik zu verfolgen, die darauf abzielt, geeignete Voraussetzungen zu schaffen, damit die tatsächliche Ausübung der folgenden Rechte und Grundsätze gewährleistet ist:

1.Jedermann muß die Möglichkeit haben, seinen Lebensunterhalt durch eine frei übernommene Tätigkeit zu verdienen.
2.Alle Arbeitnehmer haben das Recht auf gerechte Arbeitsbedingungen.
3. Alle Arbeitnehmer haben das Recht auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen.
4.Alle Arbeitnehmer haben das Recht auf ein gerechtes Arbeitsentgelt, das ihnen und ihren Familien einen angemessenen Lebensstandard sichert.
5.Alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben das Recht auf Freiheit zur Vereinigung in nationalen und internationalen Organisationen zum Schutz ihrer wirtschaftlichen und sozialen Interessen.
6.Alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben das Recht auf Kollektivverhandlungen.
7.Kinder und Jugendliche haben das Recht auf besonderen Schutz gegen körperliche und sittliche Gefahren, denen sie ausgesetzt sind.
8.Arbeitnehmerinnen haben im Fall der Mutterschaft das Recht auf besonderen Schutz.
9.Jedermann hat das Recht auf geeignete Möglichkeiten der Berufsberatung, die ihm helfen soll, einen Beruf zu wählen, der seiner persönlichen Eignung und seinen Interessen entspricht.
10. Jedermann hat das Recht auf geeignete Möglichkeiten der beruflichen Bildung.
11.Jedermann hat das Recht, alle Maßnahmen in Anspruch zu nehmen, die es ihm ermöglichen, sich des besten Gesundheitszustands zu erfreuen, den er erreichen kann.
12.Alle Arbeitnehmer und ihre Angehörigen haben das Recht auf Soziale Sicherheit.
13.Jedermann hat das Recht auf Fürsorge, wenn er keine ausreichenden Mittel hat.
14.Jedermann hat das Recht, soziale Dienste in Anspruch zu nehmen.
15. Jeder behinderte Mensch hat das Recht auf Eigenständigkeit, soziale Eingliederung und Teilhabe am Leben der Gemeinschaft.
16.Die Familie als Grundeinheit der Gesellschaft hat das Recht auf angemessenen sozialen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Schutz, der ihre volle Entfaltung zu sichern vermag.
17.Kinder und Jugendliche haben das Recht auf angemessenen sozialen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Schutz.
18.Die Staatsangehörigen einer Vertragspartei haben das Recht, im Hoheitsgebiet jeder anderen Vertragspartei gleichberechtigt mit deren Staatsangehörigen jede Erwerbstätigkeit aufzunehmen, vorbehaltlich von Einschränkungen, die auf triftigen wirtschaftlichen oder sozialen Gründen beruhen.
19.Wanderarbeitnehmer, die Staatsangehörige einer Vertragspartei sind, und ihre Familien haben das Recht auf Schutz und Beistand im Hoheitsgebiet jeder anderen Vertragspartei.
20. Alle Arbeitnehmer haben das Recht auf Chancengleichheit und Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf ohne Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.
21.Die Arbeitnehmer haben das Recht auf Unterrichtung und Anhörung im Unternehmen.
22. Die Arbeitnehmer haben das Recht auf Beteiligung an der Festlegung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Arbeitsumwelt im Unternehmen.
23.Alle älteren Menschen haben das Recht auf sozialen Schutz.
24.Alle Arbeitnehmer haben das Recht auf Schutz bei Kündigung.
25.Alle Arbeitnehmer haben das Recht auf Schutz ihrer Forderungen bei Zahlungsunfähigkeit ihres Arbeitgebers.
26.Alle Arbeitnehmer haben das Recht auf Würde am Arbeitsplatz.
27. Alle Personen mit Familienpflichten, die erwerbstätig sind oder erwerbstätig werden wollen, haben das Recht dazu, ohne sich einer Diskriminierung auszusetzen und, soweit dies möglich ist, ohne daß es dadurch zu einem Konflikt zwischen ihren Berufs- und ihren Familienpflichten kommt.
28.Die Arbeitnehmervertreter im Betrieb haben das Recht auf Schutz gegen Benachteiligungen und müssen geeignete Erleichterungen erhalten, um ihre Aufgaben wahrzunehmen.
29.Alle Arbeitnehmer haben das Recht auf Unterrichtung und Anhörung in den Verfahren bei Massenentlassungen.
30.Jedermann hat das Recht auf Schutz gegen Armut und soziale Ausgrenzung.
31.Jedermann hat das Recht auf Wohnung.

Dem Europarat gehören zur Zeit 47 Länder an. Als Flagge führt er die Europafahne. Seit Sitz ist im Europapalast in Straßburg.