Weniger Kredite notwendig

Dicke Brocken verschoben: Spaichinger Haushalt „auf einem guten Weg“

Ein Erschließungsanfang für 30 Bauplätze wird im Heidengraben gemacht. Eine gehobene Wohnlage in Richtung Dreifaltigkeitsberg.

(tutut). „Vielen Dank für gewachsene Einsicht im Rahmen der Beratung“, zollte Bürgermeister Schuhmacher dem Gemeinderat Anerkennung bei der Verabschiedung des Vermögenshaushalts, welcher mit einem Volumen von fast 12 Millionen Euro eine Kreditaufnahme von 2,9 Millionen Euro notwendig macht. Gegenüber der ersten Beratung folgte der Rat dem Bürgermeister „auf einen guten Weg“ (Schuhmacher), wobei Kreuzplatz- und Hauptstraßensanierung einschließlich Erneuerung des Primgewölbes als dicker Brocken auf 2017 geschoben wurden. Denn dann kann die Stadt laut Regierungspräsidium ebenfalls Fördermittel bekommen, so dass die jetzt bereits zugesagten nicht verloren sind. Eine Aufstockung hierzu hatte die Stadt nicht bekommen.

Nicht umstritten war die Erschließung des Gewerbegebiet Eschenwasen für die Erweiterung der Maschinenfabrik, während für neue Bauplätze  am Heidengraben (FDP-Stadtrat Hirt: „Die Spaichinger Goldküste!“)Verständigung auf einen Kompromiss erfolgte: In einem Teilbereich sollen 30 Bauplätze möglich werden, wodurch sich die Kosten von 1,9 auf 1,2 Millionen Euro verringern.

Handlungsbedarf im Gewerbemuseum
Der Keller im Gewerbemuseum wird trockengelegt, hier wurde Handlungsbedarf Tribut geleistet, die Sanierung der Alten Turnhalle geht in kleinen Schritten weiter.

Fahrzeug für die Feuerwehr
Die Feuerwehr bekommt für die Jugendwehr sofort ein neues Mannschaftstransportfahrzeug, ein günstiges Angebot von Ford und ein Zuschuss vom Land machen dies für rund 30 000 Euro möglich. Hierfür hatte sich die FDP stark gemacht, mit Blick auf eine sehr gute Jugendarbeit, wie Stadtrat Grimm betonte und ihm auch niemand widersprach.

Kläranlagenkosten steigen
Da auch die zweite Ausschreibung für Erweiterung und Modernisierung der Kläranlage weit über dem Kostenvoranschlag (3,4 statt 2,6 Millionen Euro) lag, stimmte der Gemeinderat der Aufhebung auch dieser Ausschreibung zu. Nun soll mit den Anbieteformen direkt nachverhandelt werden.

30:70: Kostenteilung in der VG
Die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen scheinen nach lebhaften Auseinandersetzungen auf dem Weg des Kompromisses zu sein. Zumindest, was die Kostenverteioung betrifft. So stimmte der Gemeinderat zu, dass in Zukunft die Verwaltungskosten zu 30 Prozent von Spaichingen und zu 70 Prozent von den übrigen Gemeinden getragen werden,worauf sich alle Mitglieder geeinigt hätten, wie Bürgermeister Schuhmacher über diesen „Interessenausgleich“ informierte. Die übrigen Details der aus der Schlichtung durch das Landratsamt entstandenen Abmachungen müssen noch festgelegt werden. Bisher war Spaichingen durch eine Einwohnerumlage an den Kosten beteiligt, was 50 Prozent ausmachte.

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