Minister für Straftatbestand des Dopingbetrugs

Kommentar zum Ausgang des Schumacher-Prozesses

(lifePR) – Zum Freispruch für den Radprofi Stefan Schumacher vom Vorwurf des Betrugs am Dienstag sagte Justizminister Rainer Stickelberger: „Der Prozess vor dem Landgericht Stuttgart hat klar gezeigt, dass dopende Berufssportler derzeit mit den Mitteln des Strafrechts kaum zu belangen sind. Dabei manipulieren sie nicht nur den Sport an sich, sondern auch einen wirtschaftlichen Wettbewerb um Prämien, Antrittsgelder, Werbe- und Sponsorenverträge – und genau den muss der Staat wirksam schützen. Deshalb brauchen wir einen neuen Straftatbestand des Dopingbetrugs.“

Baden-Württemberg hat im Frühjahr eine entsprechende Gesetzesinitiative in den Bundesrat eingebracht. Sie wird in den kommenden Wochen in den zuständigen Ausschüssen der Länderkammer beraten. Auch auf der Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister der Länder Mitte November in Berlin werde das Thema wieder aufgerufen, so der Minister. „Am Handlungsbedarf gibt es für mich keinen Zweifel“, sagte er: „Wie viele Dopinggeständnisse sind noch nötig? Wir müssen das Thema jetzt endlich konsequent angehen.“

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