Gefragt

Werden Meinungsverschiedenheiten  in einer Gemeinde jetzt  buchstäblich zum Psychokrieg? Muss nun, nachdem das Rathaus der Großen Kreisstadt Achern, CDU-Bürgermeister, einen Bürger wegen eines Rechtsstreits um die Wasserrechnung zum Test beim Psychiater gezwungen hat, weil ein Amtsleiter (!) eine „paranoide Persönlichkeitsstörung“ vermutete, erwartet werden, dass kommunale Auseinandersetzungen eine völlig neue und unerwartete Dimension bekommen? Hat beispielsweise Spaichingen nicht schon im Bürgermeisterwahlkampf die Fortsetzung des politischen Streits erlebt mit  Psychomitteln in Form eines unangeforderten Attests für den Amtsinhaber durch einen Stadtrat, welcher allerdings Opfer seiner selbst wurde und damit aus dem Gemeinderat ausscheiden musste? Ist nicht auch erwähnenswert, dass der Fall in Achern den Steuerzahler mehrere hundert Euro gekostet hat, während es nur um eine strittige Rechnung von 318 Euro ging mit dem Ergebnis, dass das Amtsgericht nach psychiatrischer Untersuchung feststellte, der streitbare Bürger benötige keine „Betreuung“? Wäre es eine Überraschung, wenn eine psychiatrische Untersuchung auf  kommunaler und kommunalpolitischer Ebene nicht immer ohne auffälligen  Befund bliebe? Wird es in Zukunft lediglich darauf ankommen, welche Seite zuerst einen Antrag in den Ring wirft?

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