Sonntag, Leute!

Käuzchenschrei  im grün-roten Biedermeier – Waldmythos als Nationalpark

Dieser verpackte Baum des weltbekannten Künstlers Christo lebt als Kunstwerk weiter. Zu sehen in der Ausstellung „Waldeslust. Bäume und Wald in Bildern und Skulpturen der Sammlung Würth.Wald“ seit  September 2012 noch bis 5. Januar 2014 im Kunstmuseum Würth in Erstein.

(tutut). Während statt Eulen Milliarden nach Athen getragen werden, versucht die grün-rote Landesregierung einem Schöpfer ins Handwerk zu pfuschen. Denn ein von weitergehender Bildung und Ausbildung wenig beeinträchtigter Minister als neuer Stellvertreter auf Erden will bewahren, was der geschaffen hat. Geschehen soll dies im Nordschwarzwald. Nicht weit von Alexander Bondes Heim. So versicherte er diese Woche im Jodeljäckchen im Stuttgarter Ersatzlandtagshaus. Als Zeugen rief er von Merkel über Seehofer und andere Ex-CDU’ler bis hin zum Sperlingskauz Gewichtige auf. Nur der Europa-Park oder der Dollenberg und andere Remmidemmi-Eventvermarkter des Schwarzwaldes fehlten seltsamerweise. Nicht zu vergessen grüne Polizei und der Förster vom schwarzen Wald.

Wird nun gerettet, was nicht zu retten ist? Als Nationalpark? Verwechseln vielleicht ein paar grün-rote Käuze Natur mit Kultur und umgekehrt? Haben grüne Sozialarbeiter ihr Rettungswerk begonnen im schwarzen Gebirg? Parkt Bonde demnächst sein Bild vom Sperlingskauz aus dem Landtag im nationalen Baumgeäst? So wie dort schon der Auerhahn als Bild sein Dasein auf der Hornisgrinde fristen muss, bis vielleicht der Europa-Park eine Bollenhut-Filiale aufmacht mit dem Oettinger als Drei-Sterne-Dauergast?

Ist das Ganze nicht ein großes Missverständnis im Schlachtenlärm zwischen den Parteien, die das Waldesrauschen überhören? Die einen wollen schützen, was es gar nicht gibt, einen Wald, der höchstens Kultur, aber nicht Natur ist, denn als solche ist er längst verschwunden und hat Holzplantagen mit Trampelpfaden Platz gemacht. Die anderen schützen jene, welche nicht geschützt werden wollen von grünen Betroffenheitgutmenschlein, die Deutschland in ein neues Biedermeierzeitalter zurückführen wollen im Jodelstil. Nachhaltigkeit, Ökologie, Bio und neuerdings auch Schöpfungsbewahrung heißt das Abrakadabra ihres Simsalabims in eine schöne neue Welt der Spießer.

Keine Ahnung schützt vor Torheit nicht. Der deutsche Wald ist mitnichten des Käuzleins letzter Hort. Der Schrei dieses Totenvogels verheißt nach Wäldlerwissen Unheil und Tod, darum hat ihn Bonde dem Parlament wohl auch als lautmalerisches Omen erspart. Will der Minister, dass Eulen, sind sie dann mal da, als Schutz gegen Blitz und Feuer und was sonst Schöpfung noch so drauf hat, wieder an Scheunen und Häuser genagelt werden? Denn Natur ist gut!

Was die Beteiligten im Wettstreit des Pro und Contra übersehen wird, ist, dass sie sich schlicht im Mythos des deutschen Waldes verirrt haben. Jeder meint, Hänsel und Gretel zu sein, während die Hexe stets die anderen sind. Abgesehen davon, dass schon mal ein ganzes Volk mit seinem Wald gestorben ist, vor 30 Jahren war das, inzwischen gibt es in Deutschland soviel Wald wie noch nie.

Von Baden-Württemberg sind 38 Prozent Wald und 46 Prozent Landwirtschaft, aber nur 14 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche plus 2 Prozent Rest. Trotzdem ist das Land mit 300 Einwohnern pro Quadratkilometer das mit am dichtesten besiedelte Bundesland. Vielleicht sollte ein sogenannter Landwirtschaftsminister lieber einmal dort hinschauen, wo Industrielandwirtschaft stattfindet, wo riesige Flächen zu Monokulturen umgewandelt worden sind, um Nahrungsmittel zu Strom zu vergasen in einer zweifelhaften überteuerten Energiewende. Wo ist da der Bonde?

Was in einer verkitschten aus dem 19. Jahrhundert stammenden zweifelhaften Waldromantik auch in diesem Nationalparkwahn hochkommt, übersieht die wahre Funktion des Waldes. So wie der Wald heute dasteht, ist er im 18./19.Jahrhundert angepflanzt worden. Nix Natur! Vorher war er sowohl entbaumt wie auch enttiert worden. Was da größtenteils als Wild herumhüpft, ist des Jagdspaßes wegen angesiedelt worden.

Am wenigsten bedacht wird allerdings, da scheint auch die Landesregierung keinerlei Hausaufgaben gemacht zu haben, dass der Wald die Keimzelle der Industriealisierung ist! Was es im 19. Jahrhundert bereits an grüner Ideologie von spinnerten Romantikern gab, die beließen es wenigstens bei ihren Gedichten, wird heute leider von grünen Ideologen fortgesetzt, welche es bis hin zur Einrichtung von Nationalparks treiben. Die Indoktrinierung beginnt in Kindergärten und Schulen, wovon sich jeder überzeugen kann, wenn er liest, was da alles den Kleinen an „guter Natur“ und „gesunder Ernährung“ in Bauch und Gehirn eingetrichtert wird.

So sieht heute „Natur“ aus, wenn man oder frau einen hohen Berg im Schwarzwald bestiegen hat, der demnächst Zentrum eines Nationalparks wird.

Dabei stammen die Arbeitsplätze all jener, welche den grün-rot-schwarzen Sozialismus finanzieren müssen, aus dem Wald. Eisenschmelzen, Hammerwerke, Glashütten usw waren ohne Wald nicht denkbar. Nicht nur Werkzeuge, Maschinen, Wagen, Eisenbahnschwellen, selbst Wasserleitungen waren aus Holz. Ohne Holz keine Schiffe, kein Hoch-, Tief-oder Bergbau ohne Holz. Die meisten Berufe lebten vom Wald. Ohne Köhler- und Harzerei keine chemische Industrie. Ganz zu schweigen von der Zellulose.

Später kamen die Wandervögel hinzu, heute haben auch Grüne ihre Vögel, wie im Landtag zu bewundern war. Sie bekommen eine Voliere im Mythos Wald unter der Nationalparkglocke.

Die Bewertung des NABU:
Der NABU Baden-Württemberg begrüßt das heute vom Kabinett verabschiedete Gesetz zum Nationalpark Schwarzwald und trägt die darin eingearbeiteten Kompromisse mit. „Das Tor zum Nationalpark steht damit weit offen – das ist eine gute Nachricht für Sperlingskauz, Dreizehenspecht und Co. Darüber freuen wir uns beim NABU“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann. Die Landesregierung sei in dem Gesetz sowohl den Kritikern vor Ort als auch der Opposition weit entgegen gekommen. „Das respektieren wir, auch wenn einzelne Regelungen zu naturschutzfachlichen Vorgaben, zur Kulisse oder der Finanzierung nicht so ausgefallen sind, wie wir uns das gewünscht haben. Ich hoffe, dass sich jetzt auch Kritiker und Opposition kompromissbereit zeigen“, sagt Baumann.

Dass einige Nationalparkkritiker jährliche Kosten für den Nationalpark von 7,2 Millionen Euro für zu hoch halten, stößt beim NABU auf Unverständnis. „Auf der Dauerbaustelle der A8 würde dieses Geld gerade mal dafür reichen, 750 Meter dreispurig auszubauen. Das sollte uns die Sicherung der biologischen Vielfalt und damit unserer Lebensgrundlagen wert sein“, sagt Baumann.

Bei der Finanzierung könne der NABU „zähneknirschend“ akzeptieren, dass ab 2016 sechs Millionen Euro aus dem Naturschutzhaushalt für den Nationalpark verwendet werden. Zugleich appelliert der NABU an Finanzminister Nils Schmid, für 2015 eine Anschubfinanzierung sicherzustellen, die nicht den Naturschutzhaushalt belastet. „Der Nationalpark dient nicht nur dem Naturschutz, sondern ist zugleich ein Investitionsprogramm für die Region und den Tourismus. Das muss sich auch in seiner Finanzierung niederschlagen“, sagt Baumann.
(Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Baden-Württemberg e.V. Der Nationalpark sichert die Lebensgrundlagen des Landes BW? Geht es nicht eher darum, dass Grün-Rot dem Nabu eine ABM verschafft hat, die Millionen kostet und ein paar Dutzendarbeitslose Förster Brot imGehölz verschafft? Steckt hinter solchen Weltsichten nicht Fanatismus von Sektierern? Das soll Baden-Württembergs Zukunft sein? Wo wäre das Land, wenn es nach solchen Tagträumern ginge? Wer bezahlt Nabu und Bund außer dem Steuerzahler? Ist der Nabu käuflich nach dem Motto „Wer zahlt, schafft an“? Wikipedia: „In der NDR-Fernsehsendung Menschen und Schlagzeilen vom 23. August 2011 sowie in der Panorama-Sendung ‚Geld statt Widerstand: Wie sich Umweltverbände kaufen lassen‘, die das Erste am 15. März 2012 ausstrahlte, wurde kritisiert, dass sich der NABU auch immer öfter zum Gehilfen der Industrie machen lässt, durch den Verzicht von Klagen gegen Geld für die Stiftung, so z. B. beim Flughafen Lübeck und beim geplanten Windpark Nordergründe, bei dem die Stiftung 810.000 Euro für den Klageverzicht kassierte. Dabei hatte zuvor der Bund selber diese Gebiete aufgrund des Vogelschlags als erheblich ungeeignet bezeichnet. Der NABU Hessen hatte vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel gegen die Inbetriebnahme von Windkraftanlagen in einem EU-Vogelschutzgebiet bereits weitgehend Recht bekommen. Wegen der Einhaltung des Artenschutzes musste der Betrieb von 5 WKA eingestellt werden, die durch Vogelschlag besonders den Rotmilan gefährdeten. Nachdem die Windkraftbetreiber dem NABU eine Zahlung von 500.000 Euro für einen ‚Fonds‘ gegen einen Klageverzicht anboten, ist jedoch auch diese Klage hinfällig geworden“. Wer legitimiert Nabu und Bund überall offiziell sich einmischen zu dürfen, von außerhalb parlamentarischer Demokratie? Was ist von einem Minister Bonde zu halten, der sich zum Lahrer „Chrysanthemen-Botschafter“ ernennen lässt, was nicht mehr ist als eine Art Hofnarr neben einer Chrysanthemen-Königin zu der vom OB (62) eine 21-Jährige aus einem Dorf (!) außerhalb von Lahr eigenhändig „gekrönt“ worden ist für eine dreiwöchige Friedhofsblumenschau, auf der mit Hunderten von Bussen die Stadt offenbar jedes Jahr  Welt und Klima rettet? Original Dummdeutsch Bonde hierzu laut Stadt Lahr: “ ‚Die Chrysanthema stimmt mit den Interessen unserer nachhaltigen touristischen Landespolitik überein‘, betont Minister Alexander Bonde. ‚Das Blumenfestival macht die Potenziale und die Attraktivität unserer Region erlebbar und vereint langfristig angelegtes Verantwortungsbewusstsein der Kommunen mit einem außergewöhnlichen touristischen Angebot‘ “ Wäre es manchmal nicht besser, Politiker würden schweigen, wenn sie nichts zu sagen haben?)

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.