Sackpfeife, Harmonika, Geige und Tuba

17. Volksmusiktag Baden-Württemberg  am kommenden Sonntag

(tutut) . Sackpfeife, Harmonika, Geige und Tuba erklingen am Sonntag, 1. September, ab 12 Uhr wieder aus allen Ecken, Stuben und Winkeln der historischen Häuser im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck und auf allen Plätzen im Museumsdorf. Volksmusik ohne Kitsch und Kommerz, kein Musikantenstadel, sondern namhafte Tanzmusikanten, Stubenmusiken und Gesangsgruppen aus dem ganzen Ländle musizieren, was das Zeug hält. Wie jedes Jahr erwarten die Veranstalter wieder mehrere Tausend Besucher, die sich vom klingenden Museumsdorf begeistern lassen.

Dabei ist das Publikum mittendrin im musikalischen Geschehen. Die Grenzen zwischen Zuhörern, Musikern, Tänzern und Sängern verschwimmen… Volksmusik wird hautnah, live und handgemacht für alle. Kinder und Erwachsene können an Singstunden oder Tanzkursen teilnehmen. So entdecken sie längst vergessene Melodien und Texte wieder neu, oder lernen die Grundschritte für Volkstänze. Und dann nichts wie hin zum Tanz auf dem Dorfplatz, wo die neuen Fähigkeiten gleich ausprobiert werden können. Und das geht auch ohne Tracht!

Wer sich nicht vom Tanzfieber anstecken lässt, der kann auch den Instrumentenbauern und Handwerkern über die Schulter schauen und ihre Kunstfertigkeit bestaunen. Mundharmonikas, Lauten, Geigen und Akkordeons entstehen vor den Augen der Besucher. So mancheiner lässt sich auch auf ein wenig Fachsimpelei ein. Währenddessen legen die Kinder selbst Hand an und bauen sich einfache Musikinstrumente, die sie auch zuhause noch an diesen ereignisvollen Tag erinnern.

Über 20 mitwirkende Gruppen aus den verschiedensten Regionen des Landes treten beim Volksmusiktag im Freilichtmuseum Neuhausen auf. Wo sonst kann man noch längst vergessene Weisen in einer solchen Vielzahl hören und miterleben? Da wird an allen Ecken des Museums gespielt und gesungen – gerade so, wie es früher in den Wirtshäusern, Hochzeiten und Festen auf dem Dorf geklungen hat.

Gemeinsam mit dem Landesmusikrat Baden-Württemberg veranstaltet das Freilichtmuseum bereits zum siebzehnten Mal diesen besonderen Tag der schwäbisch-alemannischen Volksmusik. Bereits am Samstagabend, dem 31. August, treffen sich zahlreiche Musikanten in der Museumsgaststätte „Ochsen“ und im Schafstall. Dort spielen sie ab 19.30 Uhr zum „Danzbodaglüh‘n“ auf. Der Eintritt hierzu ist frei.

Das Freilichtmuseum ist am Volksmusiktag wie üblich von 9-18 Uhr geöffnet, die Musik spielt von 12-17 Uhr. Anfahrtsweg, Eintrittspreise und weitere Informationen gibt es beim Info-Service unter 07461/9263204 oder unter www.freilichtmuseum-neuhausen.de

Erinnerung

Wissen Sie, dass heute ein ganz wichtiger Gedenktag ist, vielleicht der wichtigste im ganzen Jahr? Auf Lokalblätter kann heutzutage zum Beispiel jeder verzichten, auf dieses viel zu teure Altpapier, aber wer kann schon auf Klopapier verzichten? Ist es da verwunderlich, dass am 26. August der Tag des Klopapiers gefeiert wird, auch als Toilet Paper Day bekannt, denn gibt es Schlimmeres, als nach langen Sitzungen vielleicht festzustellen, dass es total von der Rolle ist?

Gefragt

Lassen sich auch Schäden anrichten und Schläge verabreichen, die sinnvoll sind? Warum nicht mal die Polizei fragen?

Gelesen

Kleinvieh macht auch Mist.

Buntes Kaleidoskop
Donaueschingen
Jan Mutsaers ist der 50 000. Besucher
Jan Mutsaers aus Tilburg/Niederlande ist der 50 000. Besucher im Museum Biedermann Donaueschingen seit der Eröffnung des Kunsthauses im September 2009.
(Schwarzwälder Bote. Ach der! Wer?)

Kein Raubfischangriff bislang in den Akten dokumentiert
Hecht und Wels könnten zuschnappen / Doch Experten sehen bislang keine Gefahr für Riedsee-Gäste
(Schwarzwälder Bote. Redaktionshaie übersehen? Wenn die überschnappen!)

Denkmalschutz-Begeisterung droht zum Debakel zu werden
Donaueschingen –  Mit glühender Leidenschaft haben ein 85-jähriger Donaueschinger und seine Tochter ein akut vom Verfall bedrohtes Bauernhaus in 3000 Arbeitsstunden restauriert und wollten es als Heimatmuseum öffnen.
Das Denkmalamt bekam Wind davon, fordert jetzt den völlig unsinnigen Rückbau in den Zustand vor der Restaurierung und droht drakonische Strafen an. Damit scheint das alte Haus dem Verfall preisgegeben. Jetzt soll der Petitionsausschuss des Landtags entscheiden…Sollte etwa so sein gut gemeintes Engagement enden, zu dem sich der Schleswig-Holsteiner nach seinem langen Arbeitsleben beim verstorbenen Donaueschinger Installateurmeister Peter Kempter entschlossen hatte?
(Südkurier. Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.)

Denkmalmittel für die Kirchenmauer
…Somit fließen in die Sanierung der Stützmauer an der Katholischen Pfarrkirche in St. Johann 120 820 Euro. Staatssekretär Ingo Rust wird vom 3. bis 6. September mit einer Denkmalreise den hohen Stellenwert der Denkmalpflege für die Landesregierung vor Ort verdeutlichen.
(Schwarzwälder Bote. Was geht die Steuerzahler im Land eine verlodderte Kirchenmauer in DS an?)

Einer der ältesten Knabenchöre tritt in St. Johann auf
„Lobt Gott mit Schall“: Rottweiler Münstersängerknaben geben am 29. September Konzert
(Schwarzwälder Bote. Alte Herren?)

Pfohrener sind bereit für das Spektakel
Das zweite 21-Stunden-Mofarennen der Motorsportfreunde wird ein Hit, die Vorbereitungen laufen, fiebert der Vorsitzender Roland Fehrenbacher dem ersten Septemberwochenende entgegen.
(Schwarzwälder Bote. Klimarettung im Mofatempo?)

Affentheater und Mäuse machen es aus
Künstlerin Irmela Maier aus Ettlingen stellt im Museum Biedermann aus
(Schwarzwälder Bote. Piepsende Bananen?)

Musikkapelle feiert bayerisch
Ihr bayerisches Wochenende veranstaltet die Musikkapelle Neudingen am Samstag und…
(Schwarzwälder Bote. Unsymbadisch.)

Landfrauen fahren zur Gartenschau
Der Landfrauenverein Pfohren macht am Dienstag, 3. September, einen Ausflug zur Gartenschau nach Sigmaringen. Es gibt noch freie Plätze, für die sich auch Nichtmitglieder anmelden können.
(Südkurier. Suchen sie ihre Landmänner?)

Hüfingen
Grundschüler starten in neue Ära
Einzug in die „neue“ Lucian-Reich-Schule am 9. September / Pavillons müssen für Außenanlage weichen
(Schwarzwälder Bote. Grün-roter Abstieg.)

Auslöser drücken und abgeben
Fotowettbewerb zum Thema Essen und Trinken / Veranstaltung im Rahmen des „Pfännle“
(Schwarzwälder Bote. Vom SWR in die Pfanne gehauen?)

Lebenskünstlerin genießt die Baar
Kalavati Yvonne Rieger malt und musiziert. Mensch, Tier und Natur sollen im Einklang leben
(Südkurier. Lebt sie auf Bäumen? Sind Mensch und Tier Unnatur? Muss jede Spinnerei veröffentlicht werden?)

Die im Dunkeln wählt man nicht?

Garben binden heißt’s für den Mundelfinger Festwagen
Landjugend bereitet sich intensiv auf das Kreiserntedankfest in Bräunlingen vor
(Schwarzwälder Bote. Blut und Boden?)

Harmonikaklänge erfreuen Senioren
(Schwarzwälder Bote. Kein Entfliehen?)

Hüfingen wird zum Treffpunkt der Töpferszene
Die internationalen Keramikwochen finden schon zum 22. Mal mit 50 handverlesenen Ausstellern statt.
(Südkurier. Hat auch jeder ein Deckelchen?)

Blumberg
„Angie“ frisst Guido aus der Hand
Landtagspräsident Wolf hatte zum 2. Bockfest eingeladen / Namensgebung für Paten-Bock Jöggili’s Nachwuchs
(Schwarzwälder Bote. Mit Deppenapostroph? Soviel hält er von ihr? Im wahren Leben kennt die ihn wohl gar nicht?)

Stadtjugendpflege gibt wieder Gas
(Schwarzwälder Bote. Wieder?)

Jäger des Hegerings zeigen Kindern den Wald
(Südkurier. Vor lauter Bäumen gefunden?)

120 350 für den Bahn-Untergrund
Durchlässe-Sanierung werden über Denkmalprogramm gefördert
(Schwarzwälder Bote. U-Bahn in Blumberg?)

Alarm im Senioren-Wohnhaus
Vergessener Topf qualmte / Probleme um die Brandmeldeanlage
(Schwarzwälder Bote. Wer saß drauf?)

Erste Bürgerbroschüre vorgestellt
Blumberg hat zum ersten Mal auch ein Informationsheft für seine Bevölkerung
(Südkurier. Lesen können die schon?)

Genehmigtes Flusskraftwerk stößt Anglern auf
(Südkurier. Verschluckt?)

Pfarrer weiht Kräuter
Einen feierlichen Abendgottesdienst zu Maria Himmelfahrt hielt Stadtpfarrer Karlheinz Brandl
(Südkurier. Hilft’s?)

Gemeinsam Musikhochschulen Trossingen und Mannheim stärken
– Landtagspräsident Guido Wolf MdL baut Brücken zwischen den Hochschulen
„Wir brauchen starke Musikhochschulen im Musikland Baden-Württemberg. Dabei sind starke und eigenständige Hochschulstandorte in Mannheim und Trossingen unverzichtbar. Daher ist mir ein Zeichen der Solidarität und ein Brückenschlag zwischen den Standorten sehr wichtig“, so Landtagspräsident Guido Wolf MdL, der als Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Tuttlingen die Auswirkungen der grün-roten Sparpläne aus dem eigenen Umfeld gut kennt. Guido Wolf wollte seinen Besuch in Mannheim daher als Zeichen der Solidarität verstanden wissen. “ Die Achse Mannheim-Trossingen muss funktionieren. Im gemeinsamen Verbund bekommen unsere Argumente mehr Gewicht“, plädiert Wolf für den Schulterschluss.
(website Guido Wolf. Originalton Wolf. Als gespaltene Persönlichkeit unterwegs? Ein Landtagspräsident macht Stimmung gegen die Landesregierung?)

Polizeibericht

Spaichingen
Mit Benzin übergossen und angezündet: 54-Jährige lebensgefährlich verletzt
Mit lebensgefährlichen Brandverletzungen musste eine 54 Jahre alte Frau am frühen Freitagabend mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik eingeliefert werden. Die Frau übergoss sich an dem Abend mit Benzin und zündete sich anschließend in einem Garten selbst an. Lichterloh brennend bemerkte eine Nachbarin die Situation und handelte geistesgegenwärtig: Mit einem Wasserschlauch löschte sie die Flammen und verständigte anschließend sofort die Rettungskräfte. Notarzt und Rettungsdienst versorgten die 54-Jährige vor Ort und lieferten sie anschließend in das Gesundheitszentrum ein. Von dort wurde sie mit dem Hubschrauber in eine Klinik für Brandverletzungen verlegt.

Unfallflucht
Wegen des Tatbestands des unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle musste die Polizei am Freitag Ermittlungen gegen einen derzeit noch unbekannten Fahrzeugführer einleiten. Dieser hatte zwischen 17.55 und 18.12 Uhr in der Sallancher Straße Höhe Volksbank versucht, vorwärts in eine Parklücke zu rangieren. Hierbei streifte er einen links daneben verkehrsgerecht abgestellten Pkw und entfernte sich anschließend, ohne sich um den verursachten Schaden in Höhe von mindestens 500 Euro zu kümmern. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet unter der Telefonnummer 07424/9318-0 um Hinweise von Zeugen.

Tuttlingen
Körperverletzung
Mehrere Streifen des Polizeireviers mussten Freitagnacht zu einer Schlägerei in der Wilhelmstraße ausrücken. Ein Zeuge verständigte kurz vor Mitternacht die Polizei. Als die Beamten wenige Minuten später eintrafen, waren nur noch zwei Personen dort. Zwei weitere – teils polizeilich bereits bekannte und alkoholisierte – Personen konnten nahe dem Tatort festgestellt werden. Zumindest zwei dieser Männer wurden im Zuge einer körperlichen Auseinandersetzung, auch unter Einsatz eines Messers, von vermutlich derzeit noch unbekannten Tätern leichter verletzt. Da alle Personen jedoch keine Angaben zu dem Sachverhalt machten und sich in der Nacht aggressiv gegenüber der Polizei verhielten, konnten die Verantwortlichen bislang nicht ermittelt werden.

Neuhausen ob Eck
5.000 Euro Sachschaden
Ein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot war am Samstagnachmittag die Ursache eines Verkehrsunfalls in der Gehrentalstraße. Eine Autofahrerin war dort in Richtung der Bundesstraße ortsauswärts unterwegs. Bei einem folgenden Abbiegevorgang fuhr sie dann zu weit nach links in den Begegnungsverkehr und stieß dort mit einem Pkw zusammen.

Autofahrer missachtet mit 1,04 Promille Kontrolle
Mit einer Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr muss ein 22-jähriger Autofahrer nach einem Vorfall in der Sonntagnacht rechnen. Der Fahrer war mit seinem Pkw in der Tuttlinger Straße unterwegs und fuhr dort auf eine Verkehrskontrolle der Polizei zu. Infolge seines Alkoholisierungsgrads war er zu diesem Zeitpunkt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und schätzte auch die Situation falsch ein. Er erkannte die Anhaltezeichen der Beamten nicht und fuhr ungebremst durch die Kontrollstelle. Eine Streife nahm sofort die Verfolgung auf und konnte den Pkw auf einem naheliegenden Feldweg anhalten. Der Führerschein des 22-Jährigen wurde sichergestellt; auf staatsanwaltschaftliche Anordnung wurde ihm von einem Arzt eine Blutprobe entnommen.

Geisingen
Polizei ermittelt: handfeste Auseinandersetzung im Verkehr
Ein noch nicht abschließend geklärter Tathergang war am Samstag der Grund, weshalb die Polizei Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen einen Bus- und eine Autofahrerin einleiten musste.Aufgrund einer Sperrung auf der A 81 und damit verbundener Umleitungsmaßnahmen war die Autobahnauffahrt Höhe Geisingen gesperrt. Ein österreichischer Reisebus hielt um 20.22 Uhr auf der Abbiegespur aus Richtung Donaueschingen an und wollte wenden, um der ausgeschilderten Umleitungsstrecke zu folgen. Der zweite Busfahrer stieg aus, um das Wendemanöver abzusichern. Trotzdem missachtete der Lenker des Busses beim Einfahren den Vorrang einer Autofahrerin, die in Richtung Tuttlingen unterwegs war. Mit einer Vollbremsung kam diese inmitten der Fahrbahn zum Stehen. Der absichernde Busfahrer ging dann auf den Pkw zu und schlug – wohl aufgrund der für ihn unverständlichen Fahrweise der Pkw-Lenkerin – auf deren Scheibe. Im Weiteren kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Personen, deren Verlauf und Ursache bislang noch nicht abschließend geklärt werden konnten. Beide Beteiligten wurden hierdurch jedoch leicht verletzt, die Autofahrerin vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in das Klinikum Tuttlingen eingeliefert. Beide Beteiligten haben nun mit weiteren Ermittlungen und einer Strafanzeige zu rechnen.

Liptingen
Fahranfänger gegen Leitplanke
Ein total beschädigter Kleinwagen und etwa 3.000 Euro Sachschaden waren am Samstagmorgen die Folgen eines Unfalls im Bereich der Einmündung Bundesstraße Tuttlinger Straße/Bundesstraße 14. Ein Fahranfänger war dort von Liptingen in Richtung der Bundesstraße unterwegs und fuhr auf diese nach links in Richtung Tuttlingen ein. Aufgrund kurzer Unachtsamkeit kollidierte der 18-jährige Fahrer mit der Leitplanke und verursachte hierdurch erheblichen Sachschaden.

Trossingen
2,82 Promille: 30-Jähriger beschädigt Streifenwagen
Einem aufmerksamen Zeugen war es am Samstagnachmittag zu verdanken, dass ein 30-Jähriger nach der mutwilligen Beschädigung eines Streifenwagens ermittelt und vorläufig festgenommen werden konnte. Der Streifenwagen war von den Beamten während eines polizeilichen Einsatzes in der Hans-Lenz-Straße geparkt worden. Als die Beamten weg waren, ging der 30-Jährige auf den Pkw zu und erzeugte mit einem Spray sowie einem Feuerzeug eine Flamme, die er gegen das Fahrzeug richtete und dieses hierdurch leicht beschädigte. Außerdem riss er den Mercedes-Stern ab, steckte diesen ein und wollte dann den Tatort verlassen. Ein Polizeibeamter, der in seiner Freizeit unterwegs war und die Tat beobachten konnte, hielt den 30-Jährigen bis zum Eintreffen der Streifenbesatzung fest. Bei einer Durchsuchung konnten diese sowohl den Spray als auch den Mercedes-Stern sicherstellen. Ein Alkoholtest ergab 2,82 Promille, weshalb die Beamten den 30-Jährigen in Gewahrsam nehmen mussten und ihn an Angehörige überstellten.
(Polizeidirektion Tuttlingen)

Gemeinsames „LEADER-Projekt“

Tourismus auf der Südwestalb kooperiert mit Vorarlberg

(tutut). Die beiden LEADER-Regionen Vorarlberg/Österreich und SüdWestAlb gehen eine Kooperation ein, um Strategien und Pilotaktionen zu entwickeln, die den Wandertourismus in der Region voranbringen sollen. Beteiligt sind dabei auf Seiten der Südwestalb die beiden Tourismusorganisationen WFG Zollernalb und Donaubergland sowie die Städte Geislingen und Mühlheim an der Donau.

Die Vertreter der beiden LEADER-Gebiete unterzeichneten symbolträchtig auf der Burg Hohenzollern eine Kooperationsvereinbarung im Rahmen eines sogenannten „Transnationalen Projektes“. Der Balinger Landrat Günther-Martin Pauli als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe SüdWestAlb konnte dazu der Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe Vorarlberg und Bürgermeister der Gemeinde St. Anton im Montafon, Rudolf Lerch, mit einer kleinen Delegation aus Österreich begrüßen.

Das LEADER-Gebiet SüdWestAlb umfasst große Teile der Landkreise Tuttlingen und Zollernalb. Ziel der Kooperation der Regionen Vorarlberg und SüdWestAlb ist die Entwicklung und Förderung  des Wandertourismus. In beiden Regionen spielt der Wandertourismus eine herausragende Rolle. Im Vorarlberg steigt die Nachfrage nach entsprechenden Sommerangeboten stetig, die Südwestalb mit der Zollernalb und dem Donaubergland ist ein beliebtes Zielgebiet für Tagestouristen, insbesondere für Wanderer.
Nachdem die ersten Kontakte geknüpft waren, ging es an die Ausarbeitung eines Konzepts für das Projekt.

Nach einer Situationsanalyse durch einen Erfahrungsaustausch sollen in strategischen Workshops unter Beteiligung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Zollernalbkreis und der Donaubergland Tourismus GmbH Aktionen geplant werden. Bei der Umsetzung der Pilotaktionen sind dabei vor allem die vier Pilotgemeinden Bezau, Lingenau, Geislingen und Mühlheim  an der Donau gefragt.

Auf der Grundlage des Erfahrungsaustauschs, der Workshops und der Pilotaktionen wird ein Marketing- und Strategieplan entwickelt. Die Förderung der Lebensqualität und des touristischen Angebots wurde dabei bewusst an die Wander- und Laufsportarten angeknüpft, um eine Verbindung mit dem zeitlosen und immer aktuellen Thema „Gesundheitsvorsorge durch Bewegung“ zu schaffen.

Das Projekt wird über das EU-Förderprogramm für die Entwicklung der Ländlichen Räume LEADER gefördert. Der Balinger Landrat Pauli betonte den „wichtigen Aspekt des Voneinander-Lernens“ und erwartet neue und innovative Lösungsansätze aus den transnational besetzten Arbeitsgruppen.

Weitere Infos gibt  es bei der Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH Tuttlingen unter Tel. 07461/780 16 75 oder im Internet unter www.donaubergland.de.

Sonntag, Leute!

Spielwiese Salonmittelalter.

„CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“
Große Mittelalter-Ausstellung in Paderborn, 26. Juli bis 3. November

(tutut). Mittelalter ist. in. Selbst wer ihm noch nicht angehört, pflegt gern vermeintlichem deutschen Mittelalter-Look in Sandalen und in Sack und Asche. Gestandene Männer greifen zu Rüstung und Schwert, Frauen unterwerfen sich Mini-Minne. Arme Ritterwelt im Sandkastenmodell. Kein Wunder, dass sogar Balgheim eine urkundliche Erwähnung, so sie denn echt sein sollte, ausgerechnet mit Historienwende zurück ins Mittelalter feiern möchte. Dabei war es damals gar nicht so lustig, wie es sich heutige Macher vorstellen. Von einem Markt in Balgheim ist bis heute  nichts bekannt. Ein  bisschen Tralala darf sein, eingedenk dessen, dass Geschichten nicht Geschichte sind. Da trifft es sich gut, wenn jetzt gerade drei gewaltige Ausstellungen sich dieser mittelalterlichen Geschichte widmen.

„Wie wurde Europa christlich? Was wissen wir über die Glaubensvorstellungen der Menschen, bevor sie mit dem Christentum in Kontakt kamen? Die Ausbreitung des Christentums in Europa ist Thema der großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellung in Paderborn, die am 26. Juli von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet wurde“. Die Pressemitteilung zu diesen empfehlenswerten Ausstellungen fährt fort: „1700 Jahre nachdem die römischen Kaiser Konstantin und Licinius das Christentum mit der sogenannten ‚Mailänder Vereinbarung‘ erstmals als Religion tolerierten, widmen drei Paderborner Museen den Anfängen und der Verbreitung des Christentums in Europa die große kunst- und kulturhistorische Ausstellung ‚CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter‘ (26. Juli bis 3. November 2013).

Die epochenübergreifende Schau, die im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn, im Museum in der Kaiserpfalz und in der Städtischen Galerie Am Abdinghof zu sehen ist, wird gemeinsam von der Stadt Paderborn, dem Erzbistum Paderborn und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) realisiert. Mit rund 800 teils noch nie gezeigten Exponaten und archäologischen Neufunden dokumentiert die Ausstellung, wie das Christentum nach Europa kam und sich in den verschiedenen Ländern, insbesondere in Nord- und Osteuropa, ausbreitete. Auf den Spuren von Missionaren und Kaufleuten sowie mächtiger Herrscher werden wichtige Etappen dieses etwa 1000 Jahre umfassenden Prozesses thematisiert: von der Verbreitung des Christentums im Römischen Reich über die Christianisierung Galliens, Irlands und der Angelsachsen bis hin zur Bekehrung Skandinaviens, Polens und der Mission im Baltikum.

Dabei wird die Christianisierung den Besucherinnen und Besuchern keineswegs als eindimensionaler Vorgang vor Augen geführt, sondern als dynamischer Prozess präsentiert, der sich in den einzelnen Regionen Europas auf ganz unterschiedliche Weise vollzog – begleitet von Erfolgen, aber auch herben Rückschlägen für die Menschen, die den Glauben verbreiteten und empfingen. Der friedlichen Glaubensverbreitung zahlreicher Missionare stehen kriegerische Expansions- und Missionsinitiativen von Herrschern wie Karl dem Großen gegenüber. Zudem wirft die Ausstellung einen Blick auf die Neuzeit und fragt, welche Rolle die Geschichte der Christianisierung etwa zur Zeit der sich bildenden Nationalstaaten spielte.

230 Museen, Bibliotheken und Sammlungen aus ganz Europa – von Island über Italien bis in die Ukraine – und den USA haben den Paderborner Museen ihre kostbaren Leihgaben zur Verfügung gestellt.: Einer der größten Schätze des frühen Christentums, ein Brief des Apostels Paulus an die Römer, aus der Chester Beatty Library in Dublin ist ebenso zu sehen wie das nur selten verliehene ‚Petersburger Evangeliar‘ aus der Russischen Nationalbibliothek. Ausgestellt sind zudem das berühmte ‚Karlsepos‘, ein zeitgenössischer Bericht über das wichtige Treffen zwischen Karl dem Großen und Papst Leo III. im Jahr 799 in Paderborn (Zentralbibliothek Zürich) sowie Schatzkunst aus dem Kunsthistorischen Museum Wien und dem Kirchenschatz von San Marco in Venedig. Auch das Historische Nationalmuseum der Ukraine in Kiew und das Schloss und Museum Marienburg (Polen) haben wertvolle, bisher noch nie im westlichen Europa ausgestellte Exponate zur Verfügung gestellt, darunter kostbarer byzantinischer Schmuck und Ausstattungsgegenstände der ehemaligen Hauptresidenz des Hochmeisters des Deutschen Ordens.

Hervorzuheben sind auch die in jüngerer Zeit entdeckten archäologischen Funde, die ein neues Licht auf die Übergänge zum Christentum werfen. Sie gewähren seltene Einblicke in die Glaubensvorstellungen der Menschen, bevor sie mit dem Christentum in Verbindung kamen. Hierzu zählt das 2003 entdeckte angelsächsische Fürstengrab des sogenannten ‚Prinzen von Prittlewell‘ (um 700), bei dem es sich um eine der bedeutendsten archäologischen Ausgrabungen der letzten Jahre handelt. Erstmals werden die aufwendig restaurierten Funde aus dem Museum in Southend-on-See (Essex) in der Paderborner Ausstellung außerhalb Englands gezeigt und die Grabkammer des Fürsten rekonstruiert – eine Präsentation, die so bisher noch nie zu sehen war.

Mittelalterliches Kreuzabnahmerelief an den Externsteinen im Teutoburgerwald bei Detmold. Die dortige Sandsteinformation hat bis heute schon immer Esoteriker, Abergläubige, Spinner angezogen.

Der umfassende Prozess der Christianisierung wird in den drei Museen in Paderborn mit jeweils unterschiedlichen Themenschwerpunkten betrachtet: Die Ausstellungseinheit Lux mundi – Licht der Welt – im Diözesanmuseum beginnt mit der Ausbreitung des Christentums in der Antike und zeigt Veränderungen auf, die das Christentum im Laufe der Missionierung in den jeweiligen Ländern erfuhr. Unter dem Titel In hoc signo – In diesem Zeichen – widmet sich das Museum in der Kaiserpfalz den friedlichen und kriegerischen Missionsinitiativen. Schließlich beleuchtet die dritte und letzte Ausstellungseinheit Qvo vadis? – Wohin gehst Du? – in der Städtischen Galerie, wie in späteren Jahrhunderten der mittelalterliche Christianisierungsprozess wahrgenommen, aber auch politisch im Spiegel der jeweiligen Zeit gedeutet wurde. Der Rundgang mündet in der Frage nach der Identität Europas und dem Stellenwert seiner christlichen Wurzeln heute. Zur Ausstellung erscheinen ein reich bebilderter, zweibändiger Katalog sowie ein Kurzführer im Michael Imhof Verlag. Ebenfalls wurde ein umfangreiches Begleitprogramm konzipiert. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck und erfreut sich der besonderen Wertschätzung durch den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Kultur (Pontificium Consilium de Cultura) Gianfranco Kardinal Ravasi“.

Ausstellungsdauer
26. Juli bis 3. November 2013
Ausstellungsorte
Lux mundi Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn
www.dioezesanmuseum-paderborn.de
In hoc signo Museum in der Kaiserpfalz Am Ikenberg, 33098 Paderborn www.lwl-kaiserpfalz-paderborn.de
Quo vadis? Städtische Galerie Am Abdinghof
Am Abdinghof 11, 33098 Paderborn
www.paderborn.de/kultur
Homepage
www.credo-ausstellung.de
Veranstalter der Ausstellung
Gemeinnützige Ausstellungsgesellschaft Paderborn mbH
Servicebüro CREDO 2013
Marienplatz 2a, 33098 Paderborn
Tel. 05251 88-2002, credo@paderborn.de
Konzeption der Ausstellung
Lux mundi, Erzbischöfliches Diözesanmuseum Prof. Dr. Christoph Stiegemann
Dr. Christiane Ruhmann
In hoc signo, Museum in der Kaiserpfalz
Dr. Martin Kroker Annika Pröbe M.A.
Quo vadis? Städtische Galerie Am Abdinghof
Wolfgang Walter Dr. Andreas Neuwöhner Ralf Mahytka M.A.
Leihgaben
Rund 800 Exponate auf ca. 2000 m²
Nördlichstes Exponat: Stabkirchenportal aus Oslo Östlichstes Exponat: Evangeliar aus St. Petersburg
Leihgeber
230 Leihgeber aus ganz Europa, Russland und den USA
Ausstellungsarchitektur/ -gestaltung
Öffnungszeiten
10.00 bis 18.00 Uhr
montags geschlossen
Eintrittspreise
Einzelkarte regulär 12,00 €
Einzelkarte ermäßigt (SGB II, SGB XII) 6,00 €
Schüler/Studierende 5,00 €
Familienkarte 25,00 €
Dauerkarte 50,00 €
Gruppen ab 10 Personen (pro Person) 9,00 €
Schulklassen ab 20 Personen inkl. Führung
(pro Schüler) 7,00 €
Die Karten gelten für alle drei Museen
Führungen
120 Minuten 90,00 €
90 Minuten 70,00 €
Öffentliche Führungen
Dienstag bis Freitag 14.00 Uhr
Samstag und Sonntag 11.00 Uhr; 15.00 Uhr 4,00 € zzgl. Eintritt
Audioguide
Deutsch und Englisch 5,00 €
Katalog
CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter, hg. von Christoph Stiegemann, Martin Kroker, Wolfgang Walter
Verlag Michael Imhof, 2 Bände (Essays/Katalog), 1392 Seiten, 1187 Farb- und 48 S/W-Abbildungen, Hardcover, ISBN 978-3-86568-827-9
Buchhandelsausgabe mit Schutzumschlag: 69,99 € Museumsausgabe: 49,95 €
Kurzführer
Verlag Michael Imhof, 32 Seiten, ca. 60 Abbildungen, geheftet, ISBN 978-3-86568-881-1, ca. 5,00 €

 

Gelesen

Ticken die noch richtig, die ollen Griechen und Römer?

Zum Nachlesen!
Freie Wähler gegen Freie Wähler
Kreis- und Stadtverband Tuttlingen distanziert sich von Partei – „Das sind nicht wir“
Freie Wähler sind nicht gleich Freie Wähler: Die einen wollen – parteilos – rein kommunal tätig sein, die anderen in den Bundestag einziehen, wofür sie eigens eine Partei gründen mussten. Und beide benutzen den selben Namen. Kampf zwischen Henne und Ei? Wie vielerorts haben sich nun auch die Tuttlinger Freien Wähler in einer Stellungnahme deutlich von der Freien Wähler Partei abgegrenzt.
(Schwäbische Zeitung. Vogelfrei? Sind Namen nicht Schall und Rauch? Können freie Wähler nicht nur jene sein, welche frei wählen dürfen? Müssten die sich nicht abgrenzen von den Freien Wählern?)

Dissonanzen um Musikhochschulen
Von den fünf Einrichtungen im Land sollen zwei Studienplätze abbauen / Die SPD hält aber nicht viel von dem Konzept
SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel hat die von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) geplante Neuordnung der Musikhochschulen kritisiert. Das Sparkonzept sei ein Alleingang des Ministeriums — die SPD-Fraktion sei nicht einbezogen worden, sagte Schmiedel.“Wir haben erhebliche Zweifel, ob sich das Konzept als Grundlage für die künftige Rolle und Funktion der Musikhochschulen eignet“ , fügte er hinzu. Seine Fraktion werde das Thema im Rahmen einer Anhörung mit allen Beteiligten diskutieren. Schmiedel lud die Grünen-Fraktion ein, sich als Mitveranstalter zu beteiligen. Es gehe darum, die Pläne auf der Grundlage der Kunst- und Kulturkonzeption des Landes zu debattieren.
(Badische Zeitung. SPD hat Töne für grünes Streichkonzert? Regierungskollision?)

Neues Hilfsprogramm für Athen:
Kauder befürwortet EU-Mittel für Griechenland
Athen braucht ein neues Rettungspaket, sagt Bundesfinanzminister Schäuble und sorgt für Aufregung in der eigenen Partei. Unionsfraktionschef Kauder schlägt nun im SPIEGEL vor, Griechenland Geld aus dem EU-Strukturfonds zu zahlen. Den üblichen Eigenanteil solle das Land nicht voll erbringen müssen.
(spiegel.de. Nikolaus Kauder? Immer der gleiche Stiefel?)

Buntes Kaleidoskop
Das Dilemma mit den Hausärzten
Auch der Gesundheitsminister hat keine Patentlösung für leere Praxen auf dem Land
(Schwäbische Zeitung. Den Sozialismus in seinem Lauf hält irgendwann doch kein Esel auf?)
Ansichtssache
So nicht,Herr Bahr
Von Katharina Pütz
Stell Dir vor es ist Wahlkampf – und keiner merkt’s. Da kommt ein Bundesminister nach Tuttlingen – für ein einstündiges Gespräch im Hotel-Konferenzraum. Und nein, nicht irgendein Minister, sondern einer, der für Tuttlingen schon von Amtswegen ein besonderes Interesse hegen sollte. Der Gesundheitsminister im Weltzentrum der Medizintechnik. Wenn das nicht zu interessanten Debatten einlädt! Doch statt dass Daniel Bahr mit Wissen, Eloquenz und fundierten Argumenten (für seine Partei) punktet, sitzt er ziemlich unvorbereitet vor einem Kanapee, rattert ein paar Allgemeinplätze runter – und verschwindet gen Winnenden. Der nächste Termin ruft… Dieser Schuss ging mit Daniel Bahr als Zugpferd deutlich nach hinten los…Zwei, die sich Freunde nennen: Daniel Bahr und Ernst Burgbacher in Tuttlingen.Foto: Kaan Heck
(Schwäbische Zeitung. Ei, die Pütz, zeigt Merkel ihre Gränzen in Tut auf? Will mit Pferden schießen? Lassen die nicht eher was fallen, so wie auch Journalisten ihre Maschen? Warum ein langer Bericht über etwas angeblich nicht Berichtenswertes?)

Warum sehen Bahnhöfe oft wie Müllhalden aus, obwohl sie die erste Visitenkarte eines Ortes sind?

Interview
„Wer hat diese ausgemergelten Menschen gesehen?“
Brigitta Marquart-Schad sucht Zeitzeugen der Todesmärsche von den KZs der Region
(Schwäbische Zeitung. Wer weiß noch, wo er vor 68 Jahren war, was er um diese Zeit erlebt und gesehen hat? Wer die Protokolle von Prozessen gelesen hat, die nur ein, zwei Jahre nach dem Krieg stattgefunden haben, kann schon ein gewaltiges Durcheinander von Zeugenaussagen feststellen. So spät sind soviel wie wertlos. Wem bringt’s was, wem hilft’s? Krieg akademisch?)

Digitale Töne erklingen in der Friedhofshalle
In Schura sorgt eine neue Orgel für die musikalische Begleitung von Beerdigungen
(Schwäbische Zeitung. Wann kommt das digitale Schura?)

Gulden feiert Richtfest des Fünf-Millionen-Projekts an der Hauptstraße
(Schwäbische Zeitung. Für ein Satteldach fehlte in Spaichingen das Geld?)

Katja Deuschle liebt Katzen
Die Denkingerin züchtet inzwischen erfolgreich Bengalen
(Schwäbische Zeitung. Wer liebt Briefmarken, bitte melden?)

Kinder lassen Einkaufswagen auf fahrendes Auto krachen
Bei Markt entstehen 5000 Euro Schaden – Die jungen Täter flüchten mit dem Fahrrad
(Schwäbische Zeitung. Zu wenig Sozialisierung durch Ferienprogramm in Aldingen?)

Ausstellung zeigt Bilder aus der Mauritiuskirche
Museum und die evangelische Kirche zeigen die ältesten erhaltenen Kunstwerke aus Aldingen
(Schwäbische Zeitung. Auch ein Kunststück?)

Märstetter Muschel für Papst Franziskus
Der Mühlheimer Pilger Josef Buschle hat ein Ziel: eine Privataudienz beim Heiligen Vater
(Schwäbische Zeitung. Heiliger Sohn?)

Oben die Akten, unten die Zellen
Unser Arbeitsplatz…
(Schwäbische Zeitung. Sollte es beim Menschen nicht umgekehrt sein mit den grauen als bei der Polizeidirektionunser?)

Neue Hoffnung für die Musikhochschule
SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel kritisiert die Kürzungspläne des grünen Ministeriums
(Schwäbische Zeitung. Was ist mit der alten Hoffnung? Ist Schmiedel nicht eine letzte der SPD?)

Nachgefragt
„Im September geht es wieder los“
Ulrike Steinmann koordiniert die Sanierung der Fritz-Kiehn-Halle. Unserer Redakteurin Sabine Felker hat sie verraten, warum auch eine Sanierung spannend sein kann.
(Schwäbische Zeitung. Neues Gerücht aus Tros? Will niemand den Namen Fritz Kiehn entführen?)

Italiener kommen mit dem Wohnmobil
VS verzeichnet leichten Zuwachs der Übernachtungen im Sommer – Fahrradtourismus ist auf dem Vormarsch
(Schwarzwälder Bote/Schwäbische Zeitung. Von der EU bezahlt? Dafür fünfspaltiger Füller?)

Schutzengelfest hat lange Tradition
In diesem Jahr ist Pfarrer Ionel Nemes zum Patrozinium am 1. September in Durchhausen
…Ionel Nemes von der rumänisch-orthodoxen Kirche…„Er gibt in der Predigt die Gelegenheit, etwas mehr über die rumänisch-orthodoxe Kirche zu erfahren, die als Mitglied der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) künftig auch ihre Heilige Liturgie mit Eucharistiefeier, einmal monatlich an einem Sonntag in der Kirche ,Zu den heiligen Engeln‘ feiern wird“, so der Artikel in den Kirchennachrichten.
(Schwäbische Zeitung. Unchristen in Durchhausen? 1. Gebot vergessen?)

Gottesdienste/Vitrine
(Schwäbische Zeitung. Für eine ganze Seite Geschäftsreklame einschließlich Hokuspokus kein Platz im Anzeigenteil?)

Vier Männer aus Jugendhaft entwischt
„Projekt Chance“ : Erst dieser Tage war Prominenz zu Gast in der Leonberger Modelleinrichtung
(Badische Zeitung. Baumschule macht überall Zeitung?)

Gelesen

Erst war das Dach, dann kam das Klo, Leiter für das Ganze ist auch da – was braucht Spaichingen mehr?

Zum Nachlesen!
Psychische Belastungen nehmen zu
Laut IG Metall verschleißt Arbeit in Fabriken und Büros oft Körper und Geist
(Schwäbische Zeitung. Hilferuf des Redaktionsbüros? Nach der Ausgabe vom Freitag unüberhörbar?)

Buntes Kaleidoskop
Darf’s auch etwas mehr sein?
Lesebegeisterte Schnäppchenjäger zog es gestern in den Diakonieladen Kaufkultur. Für schlappe 50 Cent gab es nämlich nicht weniger als 1000 Gramm Buch – Literatur zum Kilopreis.
(Schwäbische Zeitung. Darf’s für die Redaktion eine Scheibe mehr sein? Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, liegt es da immer am Buch? Schlappe 50 Cent aus Papier? Wieviel Kilo Altpaier hat die Redaktion mit einer einzigen Ausgabe für die Tonne produziert?)

Die Gefahr lauert scheinbar überall
Gerüchte über versuchte Entführungen gehen in der Stadt um – Polizei: „Nichts dran“
(Schwäbische Zeitung. Dinos machen Zeitung: Nur ein Gerücht in Trossingen? Schreiben!)
Ansichtssache
Nur keine Panik
Von Sabine Felker
Alle Eltern kennen diesen gemeinen Gedanken, der sich immer dann ins Bewusstsein schleicht, wenn das Kind alleine unterwegs ist: Geht es nie mit Fremden mit? Was, wenn es in ein Auto gezerrt wird?
(Schwäbische Zeitung. Keine Ahnung, aber darüber schreiben? Arzt oder Apotheker nicht gefragt? Panikattacken im Trossinger Sommerloch? Geht’s noch?)

Temposünder leben gefährlich
Stadt kontrolliert etwa alle zwei Monate – Viele Verstöße auf der Weimarstraße
Seit wenigen Monaten gilt in der westlichen Innenstadt nun Tempo 30 und damit die einfache Regel: rechts vor links. Gerade an den Kreuzungen auf der Weimarstraße fällt es aber immer wieder auf: Kaum jemand hält sich daran, zudem sind viele Autos zu schnell dran. Auch an anderen Stellen in der Stadt leben Fußgänger gefährlich. Erst kürzlich warf ein empörter Leser die Frage auf: „Warum wird hier eigentlich nicht geblitzt?“
(Schwäbische Zeitung.Ja, gäbe es diese „empörten Leser“ nicht, dann fiele der Redaktion schon gar nichts ein? Für wen wird’s gefährlich, für den Überfahrer oder den Überfahrenen? Die Antwort auf die Überschrift weiß nur der Wind?)

Blutspende-Staffel macht Station in Tuttlingen
394 Menschen beteiligen sich an Aktion
(Schwäbische Zeitung. Warum nicht mal nach dem Geschäftserlös fragen? 750 Millionen Euro Blutspendenumsatz, ist das nichts?)

Ratsbeschluss zu neuer Vorfahrt harrt der Umsetzung
Polizei unterstützt die im März beschlossene Verkehrsberuhigung
Mit einer Rechts-vor-links-Regelung hatte der Gemeinderat eine Verkehrsberuhigung in den Straßen nördlich der Hauptstraße Richtung Dreifaltigkeitsberg erreichen wollen. Der Beschluss datiert vom 25. März – geschehen ist allerdings noch nichts. Was die Gründe für die – im Gegensatz zum schnellen Vollzug auf der anderen Seite – fehlende Umsetzung sind, bleibt unklar…Zur Erinnerung: Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher hatte dem Gemeinderat die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in diesen Wohngebieten vorgeschlagen. Doch der Rat wollte bei vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen auf Antrag der FDP erst einmal probehalber flächendeckend Rechts-vor-links-Regelungen einrichten. Dies vor allem, um bauliche Veränderungen, die bei einer Tempo-30-Zone nötig geworden wären, vielleicht vermeiden zu helfen.
(Schwäbische Zeitung. Wo ist ein diesbezüglicher Beschluss? Liest“die Presse“ ihre eigenen Texte nicht? Dort hieß es nämlich: „…Zuerst soll getestet werden…“. Was geht das die Polizei an? Warum nicht den Förster fragen? Wem fehlt’s? Warum verlieren Zeitungen Leser? Fakten, Fakten, bloß keine Fakten? Warum sollen bei Tempo-30-Zonen bauliche Veränderungen notwendig sein? War nicht das ganze CDU-Theater um Tempo 30 in der Bahnhofstraße als Wahlkrampf zwar teuer, aber rechtlich unhaltbar? Warum über Dinge schreiben, die es nicht gibt und sie mit einem Privatfoto garnieren?)

Kleine Indianer bestehen große Ferienabenteuer
Elternbeirat der Spaichinger Kindergärten gestaltet Nachmittag
(Schwäbische Zeitung. Eltern spielen  mit ihren Kindern, um das Lokalblatt zu füllen? Warum wollen die Indianer sein?)
Kinder…
(Schwäbische Zeitung. Wenn ein Lokalblatt kindisch wird: Aus den Augen,aus dem Sinn, was Zeitung sein soll? Warum diese tägliche Altpapierproduktion mit Kinderkram? Kaufen Kinder Zeitung?)

Die Welt steht für Daniela Martin Kopf
Gleitschirmpilotin aus Hausen o.V. will am 1. September Looping-Weltrekord brechen
(Schwäbische Zeitung. Und die Knochen auch? Zu wenige abgestürzt in den letzten Tagen? Zahlt die Krankenkasse? Warum Privatfoto? Macht jetzt jeder sein Lokalblatt selber? Sieht ja auch so aus?)

Frittlingen bereitet sich aufs Straßenfest vor
Vereine und Kirche laden zum mitfeiern ein am 30. August und 1. September
(Schwäbische Zeitung. Ringsherum?)

In Emmingen entsteht Oldtimer-Museum
Unternehmer Helmut Weber möchte seine historischen Automobile ausstellen
(Schwäbische Zeitung. Wer möchte die sehen? Gibt’s da nicht schon Inflation? Sind Bierdeckelsammlungen nicht handlicher und flächenschonender?)

Unbekannte stehlen Merino-Schafbock
(Schwäbische Zeitung. Also als Unbekannte in Tros erkannt?)

Stimmt’s?

Steigfest der Gartenbauer steigt jetzt seit 25 Jahren
(Schwäbische Zeitung. Niemand steigt aufs Dach?)

OB Kubon klärt über Großgefängnis auf
Bürger-Informationsabend zur Justizvollzugsanstalt ist am 5. September in Weigheim geplant
(Schwarzwälder Bote/Schwäbische Zeitung. Ist Schura deshalb seit Monaten verrammelt?)

Hilfstransport erreicht Rumänien
Mit vielerlei Problemen zu kämpfen hatte der Freundeskreis Oradea/Villingen-Schwenningen im Vorfeld des Sommerhilfstransports nach Rumänien.
(Schwarzwälder Bote/Schwäbische Zeitung. Sind die nicht schon alle hier?)

Verhaltensforschung:
Wölfe finden Trennungen zum Heulen
Was treibt Tiere zum Piepen, Knurren, Brummen und Singen? Einer Antwort auf diese Frage sind Forscher jetzt zumindest bei Wölfen näher gekommen: Die Tiere heulen, wenn sie von einem Rudelmitglied Abschied nehmen müssen.
(spiegel.de. Sind einsame Wölfe also zum Herumheulen verdammt?)

Eine Stätte des Unheils

Der Kreuzplatz ist Spaichingens Golgotha

(tutut). Manchmal gelingt es dem Lokalblatt ja unfreiwilliger- und einfältigerweise Fakten unters Volk zu werfen, welche mit größtem Erstaunen und Entsetzen aufgenommen werden müssten. So gerade wieder geschehen mit einer der zu Pseudoserien mutierten Aufblasversuchen an Mücken. Diesmal war der Kreuzplatz dran, um zum Elefanten Spaichinger Geschichte aufgepumpt zu werden. Dass dies gründlich daneben ging, liegt in der Natur solcher Sachen, an denen sich das Lokalblatt mit seinen bescheidenen Mitteln und noch bescheideneren Schreibwerkern meistens verhebt. So waren die ersten beiden Teile der misslungenen Quadrologie glatte Fehlschüsse, der dritte ein Streifer und der vierte erst die Enthüllung des Zwecks.

Nach drei ablenkenden Trippelschritten als Anlauf sollte wohl voll in den Sandkasten kommunalpolitischen Spaichinger Kinderlebens gesprungen werden, so wie es das Lokalblatt seinen Lesern es schon lange weiszumachen versucht. Denn da wird immer das selbe Stück gegeben: Regina und der Bürgermeister. Serienweise, versteht sich. Der Hannes ist nichts dagegen. Aber wenigstens lustig. Auch wenn nichts passt, zupass kommt offenbar alles, was einem friedlichen Gemeinschaftsleben der Stadt schaden könnte. Und wenn es nur Körnchen aus diesem Kasten sind, in dem immer die üblichen verdächtigen Sandmännchen herumspielen und andere zu bewerfen versuchen.

Der Kreuzplatz ist gar nicht lustig. Er ist auch keine der Anbetung würdige Stätte, sondern eine des Unheils. Wer des Lesens kundig ist, dem wurde ja immerhin mitgeteilt, sozusagen durch die Blume des Bösen, dass der Kreuzplatz das Golgatha Spaichingens ist. Hier sind Terrorurteile vollstreckt worden gegen die Menschlichkeit und im Namen christlicher Nächstenliebe und wohl im Einverständnis mit einem unmündigen tumben Volk wegen angeblicher Verfehlungen, wegen denen auch heute noch nur in sogenannten Gottesstaaten und brutalen Diktaturen Menschen vom Leben zum Tod befördert werden.

Warum hat es die Heilige Anna in ihrer Kapelle auf diesem Platz nicht lange ausgehalten? Kann das im 19. Jahrhundert aufgestellte künstlerisch wertlose Kruzifix etwas gut machen an diesem Ort, der jedem Schauer über den Rücken jagen müsste, der an ihm vorbeigeht? Vor allem, wenn ausgerechnet auf dieser ehemaligen Spaichinger Richtstätte das grausige Fanal einer römischen  Kreuzigung stetig daran erinnert? Dieser Kreuzplatz ist in Wirklichkeit ein Schandfleck der Stadt und ihrer Geschichte. .

Die wahre Geschichte dieses Kreuzplatzes ist nicht die, welche das Lokalblatt versucht wohl als eine Art Geschichtsklitterung den Lesern vorzusetzen unter dem Motto „Der Kreuzplatz schreibt Geschichte – Spaichinger Bürger halten in mageren Zeiten zusammen – Seit jeher ist der Kreuzplatz zentraler Treffpunkt für die Spaichinger Bürger. Im Laufe der Zeit, ist er stiller Zeuge von so manchem Schicksalsschlag geworden. Im ersten Teil dieser Serie schildert Fritz Mattes die Hungersnot im 17. Jahrhundert in Spaichingen…Die Pfarrchronik der Kirchengemeinde St. Peter und Paul weiß darüber zu berichten“.

Warum nicht mal die Stadtchronik lesen? Es dürfte ja wohlbekannt sein, dass Kirchen und Klöster ihre Geschichten selbst geschrieben haben.  Insofern mutet es eher albern an, was da ins Sommerloch geschüttet worden ist auch noch unter dem Deckmantel der Volksfrömmigkeit. Normalerweise müsste auf dem Platz die Gebührenordnung des Scharfrichters ausgehängt werden. Denn mit Kopf ab begnügte der sich nicht. Da gab es allerlei kostenpflichtige Vorspiele.