Zu heiß gebadet?

Wer die Falschen befragt, bekommt die richtigen Antworten

Noch befinden sich nur die Spaichinger Temperaturen auf einer Rutschbahn.

(tutut). Immer Erstaunlicheres spielt sich in Spaichingen ab. Da will ein Lokalblättle einer offiziellen Mitteilung der Stadt nachgehen und fragt – die falschen Personen. Auslöser ist die Information, dass das Freibad erst am 2. Juni geöffnet werde. Abgesehen davon, dass dies noch zu früh sein könnte aufgrund des nasskalten Wetters, glaubt das Blatt, den Hinweis auf zusätzliche Heizkosten wegen der kühlen Nächte widerlegen zu können.

Als Zeugen werden ausgerechnet der CDU-Ortsvorsitzende und Stadtrat Raf Ellenberger und auch noch der Schwimmeister herangezogen, welcher den Part der  auskunftsberechtigten  Stadtverwaltung übernimmt.

Wenn nun Ellenberger  laut Blättle angibt, dass ihm „nicht ganz klar“ sei, woher eine von der Stadt angegebene Kostenerhöhung komme, was vom Schwimmeister bestätigt wird, so sagt er als einer, der früher mit dem Freibad zu tun hatte, wohl die Wahrheit. Warum hat sich das Blättle damit nicht zufrieden gegeben, sondern versucht manisch daraus falsche klare Schlüsse zu ziehen, nimmt auf die eigene Badekapppe, was selbst der Befragte nicht wagt?

So hätte die Nachfrage normalerweise an die richtige Adresse führen müssen. Zur Stadtverwaltung selbst. Dies scheint aber in meist fehlgeschlagenen Feldzügen gegen die Verwaltungsspitze nicht angeraten zu sein. Geht es um den Bürgermeister, verrennen sich in Spaichingen offensichtlich einige Randerscheinungen gerne. Ohne Sinn und Verstand und ohne informellen Nährwert. Wird dabei nicht eine Kleinigkeit übersehen, nämlich, dass momentan in Spaichingen gar kein Badewetter herrscht?  Wer die Falschen befragt, kann trotzdem die richtigen Antworten bekommen, ohne sie zu verstehen. Wollen trotzdem einzelne Zeitgenossen mit aller Gewalt den Eindruck erwecken, vielleicht zu heiß gebadet zu haben?

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