Verwirrspiel: Um was geht es in der Spaichinger Hauptstraße?

Bürgermeister  Schuhmacher zu Veränderungssperre und Bebauungsplan

Auch das ist die Spaichinger Hauptstraße: Barack statt Barock.

(tutut). Nur ein Blinder kann in Spaichingen nicht bemerken, dass sich das Bild an der Straße, an der einst das Dorf entstandfen ist, zum Nachteil der heutigen Stadt Spaichingen verändert hat. Um einen Wildwuchs von Flachdachbauten an der von  Satteldächern dominierten B 14 mit ihren über 20 000 Fahrzeugen pro Tag und einem inzwischen  als rote Welle bremsenden chaotisch wirkenden Ampelsystem zu beschneiden, gibt es politische Versuche, einen Bebauungsplan aufzustellen. Hierzu hat jüngst die FDP-Fraktion einen weiteren Antrag eingebracht. Eine diesbezügliche Pressemitteilung ist vom Lokalblatt erst fast eine Wochen liegengeassen worden und dann bis zur Unkenntlichkeit verändert worden. Laut Pressegesetz müsste solche Stümperei automatisch eine Richtigstellung durch die Redaktion veranlassen. Dort aber scheint frau wohl nur auf einem CDU-Auge nicht blind zu sein.

Worum es geht, darüber versucht Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher (noch CDU) aufzuklären. In seiner Pressemitteilung heißt es:

„Gemeinderat lässt sich in Sachen ‚Bebauungsplan Hauptstraße‘ von Presse unnütz instrumentalisieren

Vielen Spaichingerinnen und Spaichingern ist die Architektur der Erwin-Teufel-Schule ein Dorn im Auge. Dies nicht nur, weil das damals vom Kreistag beauftragte Architekturbüro einen Bau errichten ließ, der in der Nachbarschaft zur Hofener Kirche und zur Moschee, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt, zum Teil wie ein einfacher Klotz empfunden wird und viele die Meinung haben, er würde nicht in das Stadtbild passen. Es wird auch die Meinung vertreten, dass das Flachdach der Schule untypisch für Spaichingen sei.

Nächstes Bauvorhaben: St.Agnes. Das erst vor drei Jahren genehmigte Gebäude wird bisweilen kritisiert, weil die Baurechtsbehörde der Stadt auch hier ein Flachdach ‚durchgehen‘ ließ. Zumindest habe man bei diesem Gebäude auf eine dreistöckige Bauweise gedrängt, was das ganze etwas abmildert. Spaichingen typisch sei der Bau aber nicht.

Nun was ist denn in Spaichingen typisch? Was muss denn Bebauung an der Hauptstrasse haben, damit sie typisch ist? Wie soll denn das Stadtbild aussehen, damit der Besucher und der Durchfahrende, aber auch die Bürger selbst, das Stadtbild als schön und zum Verweilen empfinden?

All das sind Fragen, die eine Baurechtsbehörde bei Beurteilung der Genehmigungsfähigkeit eines Bauvorhabens nicht stellt und nicht stellen darf. Soweit für ein Gebiet – wie etwa die Hauptstraße – kein Bebauungsplan, der die Bauweise exakt vorschreibt, – vorhanden ist, prüft die Baurechtsbehörde bei Antragstellung eines Bauherrn, ob sich das beabsichtigte Bauvorhaben in die Umgebungsbebauung „einfügt“. Einfügen heißt, dass nach Größe des Bauvorhabens und Ausnutzung des Grundstücks eine ähnliche Bebauung genehmigt werden soll, damit ein einheitliches Stadtbild entsteht.
Das Problem bei der Hauptstraße ist allerdings, dass kein einheitliches Stadtbild erkennbar ist. Der Marktplatz mit Flachdachbauten in drei- oder mehrgeschossiger Bauweise, die Erwin-Teufel-Schule, Sankt Agnes usw. auf der einen Seite und mehrgeschossige Geschäfts- und Wohnhäuser mit Satteldächern auf der zweiten Seite. Ein bunter Mix von Architektursprachen der letzten 80 Jahre. Historische, erhaltenswerte Bausubstanz, die die historische Identität einer Stadt wiedergibt, ist leider nicht mehr erkennbar.

Gemeinderat legt Gestaltungsgrundsätze fest
In einem solchen Fall – wie der Hauptstraße – ist es nur folgerichtig, dass der Gemeinderat das Zepter in die Hand nimmt und Kriterien festlegt, wie die Bebauung an der Hauptstraße aussehen soll. Dies auch deswegen, weil die Baurechtsbehörde keine Möglichkeit hat, auf die Gestaltung der einzelnen Häuser Einfluss zu nehmen, wenn, sehr unterschiedliche Bebauung vorhanden ist.

Nachdem die Baurechtsbehörde gegenüber dem Marktplatz auf dem Areal der ehemaligen Fa. „Funk Däuble“, ein Wohn- und Geschäftshaus, welches von der Fa.Gulden an dieser Stelle errichtet wird, genehmigt hat, welches mit einem Flachdach versehen werden soll, war der Unmut in der Bevölkerung zum Teil groß, weil eben davon gesprochen wurde, die Stadt würde immer mehr Flachdächer genehmigen. Das Stadtbild würde sich so verändern, dass ‚Spaichingen‘ verloren ginge. Wo sind denn die alten Fabrikantengebäude, wo sind denn die Wohn- und Geschäftshäuser der ersten Generation, wo denn die herrschaftlichen Brauereianwesen mit Gasthofgebäuden. Sie alle seien einer modernen Architektur gewichen, die Spaichingen keine Identität zu verleihen vermag, so das Credo der Architekturkritiker.

Die Diskussion um Flachdächer griff die FDP Fraktion im Gemeinderat auf und beantragte ein Bebauungsplanverfahren für den Bereich der Hauptstraße, um Gestaltungsgrundsätze für die Zukunft zu haben, die der Baurechtsbehörde Maßstäbe für die Genehmigungsfähigkeit von Bauvorhaben an die Hand geben soll, zum zweiten aber auch gewährleistet wird, dass eine einheitlichere Bebauung das Straßenbild der Zukunft sichert.

Deswegen hat der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen, um regulierend zu lenken. Das ist auch Aufgabe eines Gemeinderates, der in diesem Fall die Aufgaben der Stadtbildentwicklung an sich gezogen hat.

Warum aber plötzlich diese Unruhe? Was läuft im Hintergrund? Gibt es da etwas, was die Bevölkerung eben nicht weiß? Soll der Gemeinderat instrumentalisiert werden? Lässt er sich vor Privatinteressen spannen?

Sofern die Gemeinde die Architektur in einem Bebauungsplan regeln will, sieht das Baurecht vor, dass Bauvorhaben in dem Gebiet, für welches der Bebauungsplan aufgestellt werden soll, erst dann genehmigt werden sollen, wenn der Bebauungsplan und dessen Inhalte feststehen. Schließlich will man das, was man in einem Bebauungsplan regeln will, nicht durch vorab genehmigte Bauten vereiteln, bzw. den Zustand verschlechtern.

Die Gemeinde erreicht dieses Ziel mit einer sogenannten Veränderungssperre, die der Gemeinderat auch bei Aufstellung des Bebauungsplanes beschlossen hat und um die sich nun die Geister streiten.

Grund des Anstoßes ist ein beabsichtigtes Bauvorhaben der Fa. Baubüro Jung GmbH an der Hauptstraße.

Der Bauträger hat ein Bauvorhaben genehmigt haben wollen, was mit einem Flachdach vorgesehen ist. Dieses Bauvorhaben ist mit der Veränderungssperre zunächst nicht genehmigungsfähig.

Nachdem der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplanes und eine Veränderungssperre beschlossen hatte, sind Vertreter des Baubüros an Gemeinderäte herangetreten und haben mächtigst interveniert.

Dies veranlasst nun einige Gemeinderäte, den Stein über die Veränderungssperre erneut ins Rollen bringen zu wollen.

Da stellt  man sich schon die Frage, weshalb eigentlich, weil die Stadt mit dem Gemeinderatsbeschluss doch gerade ihre Planungsabsicht bekundet hat und erst darüber diskutieren will, was künftig genehmigt werden soll und was nicht.

Es stellt sich die Frage, ob die Privatinteressen des Bauträgers aus welchem Grund auch immer möglicherweise einen höheren Stellenwert haben als das öffentliche Wohl.

Doch zunächst der Reihe nach: Wo sind Privatinteressen und welchen Stellenwert hat das öffentliche Wohl?

Das ganze Verfahren wäre nicht so interessant, gäbe es – gerade bei diesem Bauvorhaben – nicht eine interessante Vorgeschichte, die man wissen muss, um die Brisanz gerade dieses Falles richtig einordnen zu können.

Die Fa. Baubüro Jung hat noch bevor der Rat einen Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes gefasst hat, bei der Baurechtsbehörde der Stadt Spaichingen einen Bauantrag für ein Gebäude an der Hauptstraße auf dem Grundstück gegenüber der Bäckerei Merkt – unweit der Stadthalle – gestellt. Nach dem Willen der Bauherren soll das Grundstück sehr stark bebaut, d.h. hoch ausgenutzt werden, zugleich soll das Gebäude ein Flachdach erhalten.

Nach Antragstellung hat Bürgermeister Schuhmacher mit dem Geschäftsführer der Fa.Jung und deren Architekten ein Gespräch geführt, in dem er darauf hingewiesen hat, dass das beantragte Bauvorhaben nicht wie beantragt genehmigt werden könne, weil die Ausnutzung des Grundstücks zu hoch sei. Es seien nachteilige Folgen für die Nachbarbebauung zu befürchten, (Schattenwirkung etc) im übrigen sei mit der Auslastung des Grundstücks in beabsichtigter Form, eine zu hohe Verdichtung gegeben.

Bürgermeister Schuhmacher bat die Fa.Jung die Planung auf den Hinweis hin zu überdenken und das Bauvorhaben ‚abzuspecken‘. Zugleich bat er darum, dass sich die Fa.Jung überlegen möge, ob sie das Bauvorhaben mit einem Dach versehen könne, was besser in die Umgebungsbebauung passen würde, weil eben dort in diesem Bereich fast alle Gebäude eine Satteldachform aufweisen würden.

Anstelle die Anregungen der Baurechtsbehörde und des Bürgermeisters aufzugreifen, haben die Geschäftsführer der Fa.Jung – ohne den Hinweis umzusetzen, um damit eine Genehmigung zu erhalten, alle Gemeinderäte angeschrieben und hierin auf ihr Bauvorhaben hingewiesen. Zugleich wurde dafür geworben, dass dieses Bauvorhaben ein Gewinn für die Stadt sei. Ein ungeheuerlicher Vorgang aus Sicht des Verwaltungschefs. Bürgermeister Schuhmacher ließ den Geschäftsführer telefonisch wissen, dass die Baurechtsbehörde, also die Genehmigungsbehörde, die Stadt Spaichingen und nicht der Gemeinderat sei. Dieser habe die Möglichkeit einen Bebauungsplan aufzustellen, jedoch nicht die Möglichkeit, das Bauvorhaben zu genehmigen.

Bis dato ist kein geänderter Bauantrag der Fa.Jung eingegangen, vielmehr beharrt man darauf, das Bauvorhaben in der Art und in dem Umfang genehmigt zu bekommen, wie man eben bauen will. Das informelle Nein der Baurechtsbehörde im Vorfeld spielt für den Bauträger hierbei keine große Rolle.

Offensichtlich ist der Einfluss des Bauträgers auf einzelne Räte doch größer als gedacht, denn nur so erklärt sich, weshalb man nun nach Beschluss über die Veränderungssperre redet, obgleich sie beschlossen worden ist.

Wer vertritt welche Interessen?
Mit dem Beschluss des Gemeinderates, einen Bebauungsplan aufzustellen und mit dem Beschluss keine Bauvorhaben mehr zu genehmigen, bis der Bebauungsplan rechtskräftig ist, ist das Bauvorhaben der Fa.Jung zunächst zurückgestellt. Der Gemeinderat hat zwar die Möglichkeit, das Bauvorhaben so massiv, wie es beantragt wurde, zuzulassen, indem er im Bebauungsplan entsprechende Möglichkeiten schafft; die Fa.Jung ist jedoch an den Zeitplan des Bebauungsplanes gebunden, was offensichtlich nicht gewünscht ist. Denn nur so erklärt sich, dass Gemeinderäte nunmehr öffentlich Meinungen kundtun, die mit dem eigentlichen Verfahren nichts zu tun haben.

CDU Fraktion ändert Meinung zur Veränderungssperre
Besonders interessant hierbei sind die Haltung der CDU-Fraktion im Gemeinderat und die Äußerungen des Fraktionsvorsitzenden in der Schwäbischen Zeitung zu diesem Sachverhalt. Er teilt über die Tageszeitung mit, der Beschluss zur Veränderungssperre sei rechtswidrig, weil ein angeblich befangenes Gemeinderatsmitglied an dem Beschluss mitgewirkt haben soll; man wolle die Rechtsaufsicht mit der Prüfung beauftragen, so ist es in der Zeitung zu lesen.

Interessant ist, dass es gerade die CDU Fraktion noch vor eineinhalb Jahren war, die – wegen eines Bauvorhabens – einen Bebauungsplan an der Dreifaltigkeitsbergstraße und den Erlass einer Veränderungssperre beantragt hatte.

Zur Erinnerung:
In der Nachbarschaft des Privathauses des ehemaligen CDU Fraktionsvorsitzenden Dr. Oehrle wurde ein Mehrfamilienhaus zum Bau von einer in Dürbheim ansässigen Bauträgerfirma beantragt. Diese hatte das Nachbargrundstück erworben und wollte dort ein Mehrfamilienhaus errichten.

Auch dort gab es keinen Bebauungsplan. Die Baurechtsbehörde der Stadt und der Bürgermeister haben damals im Vorfeld mitgeteilt, dass das beantragte Bauvorhaben nicht genehmigt werden könne, weil es eben zu massiv und die Ausnutzung des Grundstücks zu hoch sei. Das Bauvorhaben wäre also auch ohne Bebauungsplan nicht genehmigungsfähig gewesen.

Plötzlich kam ein Antrag der CDU-Fraktion in den Gemeinderat, dass ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll und – wen wundert es – eine Veränderungssperre beschlossen werden sollte. Damals war es aus Sicht der Fraktion der CDU notwendig, eine Veränderungssperre und einen Bebauungsplan nur wegen eines einzelnen Bauvorhabens zu erlassen, heute just eineinhalb Jahre danach will man für das gesamte Gebiet der Hauptstraße keine Veränderungssperre, weil man eben jetzt ein Bauvorhaben genehmigt wissen will.

Damals waren es reine Privatinteressen von Nachbarn, denen man mit der Veränderungssperre zum Recht verhelfen wollte, in dem heute zu entscheidenden Fall sind es reine Privatinteressen eines Bauträgers, denen man mit Verhinderung der Veränderungssperre zum Recht verhelfen will.

Dies nun damit zu begründen, der Beschluss über die Veränderungssperre sei nicht rechtmäßig, weil ein befangenes Ratsmitglied mitgewirkt habe, wirft einen großen Schatten auf die gesamte Angelegenheit.

Dies auch deswegen, weil an der Dreifaltigkeitsbergstraße, das Bebauungsplanverfahren „ruht“, nachdem der Dürbheimer Bauträger das Grundstück inzwischen an einen Nachbarn verkauft hat, dem es möglicherweise wichtig war, damit die Ausgangsbasis für Verkaufsverhandlungen zu verbessern.

Ein Druck für die Dreifaltigkeitsbergstraße einen Bebauungsplan zu erlassen, besteht offensichtlich derzeit nicht mehr, zumal Bürgermeister Schuhmacher schon im Vorfeld, darauf hinwies, dass ein solcher Plan, wie ihn die CDU-Fraktion wollte, rechtswidrig sein dürfte, weil er keinerlei städtebauliches Ziel erkennen lasse.

Ein gleichgelagerter Fall also der nach Ansicht Bürgermeister Schuhmacher – je nach politischer Opportunität – beurteilt werden soll. „Das kann doch nicht sein, wenn man sich verpflichtet hat, dem öffentlichen Wohl zu dienen“ argumentiert Schuhmacher verärgert über die Beiträge der Gemeinderäte in der Schwäbischen Zeitung zu diesem Thema.

Was heißt für den Grünen Fraktionschef Alexander Efinger ein überstürztes Verfahren?
Grünen Fraktionschef Alexander Efinger wird in der Tageszeitung zitiert, der Beschluss zum Bebauungsplan für ein solch großes Gebiet wie die Hauptstraße, wie jetzt beschlossen worden sei, sei für ihn überstürzt.

Auch diese Äußerung verwundert den Bürgermeister, zumal er bei jedem Bebauungsplanverfahren den Gemeinderäten auch die einzelnen Verfahrensgänge umfassend erläutert.

‚Wie kann Herr Efinger als Gemeinderat so etwas in der Öffentlichkeit sagen, wenn er doch weiß, dass der Beschluss nur die Einleitung eines umfassenden Verfahrens, welches noch bevor steht, darstellt?‘  fragt der Bürgermeister. Gerade bei großen Abschnitten wie der Hauptstraße macht ein Bebauungsplan Sinn, weil sich das Verfahren in verschiedene Abschnitte teilt und im Verfahren alle Behörden und betroffene Bürger beteiligt werden.

‚Wir haben uns für ein Verfahren entschieden, welches größtmögliche Transparenz und Bürgerbeteiligung bietet. Wir haben entschieden, dieses Verfahren zu wählen und stehen damit am Anfang des Prozesses. Was soll also da überstürzt sein‘, sagt Schuhmacher.

Gerade nach der Argumentation von Herrn Efinger macht eine Veränderungssperre Sinn. Wenn man sich nämlich Zeit lassen will, verhindert man mit der Veränderungssperre, dass zwischenzeitlich unerwünschte Bauten genehmigt werden müssten.

Dass dann zum krönenden Abschluss die Redakteurin des Heuberger Boten in ihrer Ansichtssache von einem Hau-Ruck Verfahren spricht, kann nur mit Ahnungslosigkeit über  Zusammenhänge bewertet werden, die sie eigentlich kennen müsste, weil sie als Redakteurin schon seit Jahren Bebauungsplanverfahren begleitet.

Was ist jetzt mit der Befangenheit?
Wirkt ein befangenes Ratsmitglied bei der Beschlussfassung über die Veränderungssperre und den Bebauungsplan mit, dass ist der Beschluss rechtswidrig.

Der rechtswidrige Beschluss über den Bebauungsplan wird durch den weiteren Beschluss im Bebauungsplanverfahren zur Auslegung des Bebauungsplanes geheilt.

Die Veränderungssperre selbst muss nicht erneut im Gemeinderat behandelt werden. Selbst wenn der Gemeinderat diese nun nicht mehr wollte, was nur damit begründet werden könnte, dass man Privatinteressen schützen will, hat die Baurechtsbehörde über das Bauvorhaben zu entscheiden. Dass sie das beantragte Bauvorhaben für nicht genehmigungsfähig hält, hat sie schon im Vorfeld den Antragstellern mitgeteilt“.

Gefragt

Mal was Neues im baden-württembergischen Parlament: Ein Landtagspräsident der CDU-Politik macht und jetzt sogar der Badischen Zeitung als Landtagspräsident ein Interview gibt zum Fluglärm-Staatsvertrag, in etwas eigenwilliger Auslegung des Mottos  „Der Landtagspräsident hat sein Amt unparteiisch zu führen“?

Gelesen

Gut getarnt: Turnhalle, an der diese Tafel hängt, als Kaserne?

Wolf: Nein zum Fluglärmvertrag ist Notwehr
Landtagspräsident zeigt Kante
Landtagspräsident Guido Wolf (CDU) hat gegenüber der Badischen Zeitung das Nein seiner Partei zum Fluglärm-Staatsvertrag mit der Schweiz bekräftigt. Zugleich wies er die Kritik von Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) zurück, die Ablehnung sei skandalös. Die CDU-Landesgruppe handle vielmehr in reiner Notwehr.
(Badische Zeitung. Der Wolf heult? Wollen ihm die Geißlein an den Pelz? Was ist mit seinen angeblich so tollen Kontakten zu Parteifreunden wie Merkel und Ramsauer? Kennen die ihn überhaupt?)

500 Grad halten Feuerwehrleute nicht auf
Im Brandübungscontainer geht ein Bett in Flammen auf – Simulation des Rettungsalltags
(Schwäbische Zeitung. Nach den Bauern und den Kirchen die Feuerwehr jetzt die Nr. 3 in PM-Veröffentlichungen von  Heldensagen? Werden in solchen Betten nicht meist nach dem Löschen Tote entdeckt?)

„Bei uns ist das kein großes Thema“
Feuerwehrleute und Rettungsdienstler dürfen künftig 7,5-Tonner steuern
(Schwäbische Zeitung. Aber bei der Schwäbi, sonst brennt’s in der Feuermelder-Redaktion Tut, weil die Seiten nicht voll werden?)

Als große Stärke gelten die jahrgangsgemischten Klassen
Rupert-Mayer-Schule erklärt Eltern beim Informationsabend ihr pädagogisches Konzept
(Schwäbische Zeitung. Kirche vergessen?)

Modellfluggruppe macht Stadthalle zur Startbahn
(Schwäbische Zeitung. Zum Hallenhimmel?)

„Wüstenblume“ inspiriert Irene Merkt zu Gemälde
Die Werke zum Thema Frauenbeschneidung im Bürgerhaus Denkingen wirken teilweise schockierend
(Schwäbische Zeitung. Ist doch alles nur gemalt?)

Grund- und Werkrealschule hat neue Energiebeauftragte
Schüler sollen dazu beitragen, Energie zu sparen und die hohen Kosten der Gemeinde zu senken
(Schwäbische Zeitung. Larifahri statt Lernen?)

Südamerikanischer Wind fegt durch die Kirche
Cantutti, Chorgemeinschaft und Los Talismanes geben gemeinsames Konzert
(Schwäbische Zeitung. Gosheim auf der Palme?)

61 Kinder erleben Kinderbibelwochenende
Jungen und Mädchen lernen Zachäus-Geschichte kennen
(Schwäbische Zeitung. Märchen und Legenden sind Geschichte?)

Schneeräumen löst Zoff aus
In Albstadt hat der erste Schnee schon für Streit gesorgt. Der Anzeigenerstatter beklagte sich bei der Polizei darüber, dass sein Nachbar beim Schneeräumen am frühen Sonntagmorgen den Schnee vor und hinter sein geparktes Auto geworfen hatte.
(Schwäbische Zeitung. Kein Fahrrad umgefallen? Warum nicht mit dem Leser das persönliche Gespräch suchen?)

Wetter bringt den Plan durcheinander
Der frühe Schnee hält Autofahrer, Räumfahrzeuge, Polizei und Werkstätten in Atem
(Schwäbische Zeitung. Welchen Plan hat denn die Trossinger Redaktion gehabt, Musik in der Schule? Dafür gibt’s doch – siehe unten…)

Die Königin erklingt wieder
Die Orgel in der Musikhochschule ist klanglich nachgerüstet worden
(Schwäbische Zietung. Na also Trossingen, einer orgelt doch immer!)

Konzert mit skandinavischem Einschlag
(Schwäbische Zeitung. Wieviele Festmeter?)

Mit einem „leichten Schubs“ von Gott
Philine Blum übernimmt drittes Pfarramt der Stadtkirche – Investitur war am Sonntag
(Schwäbische Zeitung. Vielleicht ist sie nur gestolpert, als Gehaltsempfängerin mit schwarzem Behang?)

Kalter Hintern mit Schneegestöber – plastisch in Emmingen
(Schwäbische Zeitung.In Tut ist der Hintern vorne?)

Tuttlingen gehört zu „Orten der Integration“
Städtisches Projekt zur Förderung des interkulturellen Austauschs erhält drei Jahre lang Unterstützung
(Schwäbische Zeitung. Wo wird Tut integriert?)

Rotary Club sorgt für Hospiz
Mit über 120 Gästen ist die Resonanz auf die Einladung des Rotary Club Villingen-Schwenningen zum Benefiz-Abend zugunsten vom Schwenninger Hospiz „Via Luce“ überwältigend ausgefallen.
(Schwäbische Zeitung/Schwarzwälder Bote. Totenkreisel?)

Pilot rettet mit Christoph 11 jeden Tag Leben
Andreas Helwig ist seit 1998 Stationsleiter in Schwenningen – Beruf ist längst zur Berufung geworden
(Schwäbische Zeitung/Schwarzwälder Bote. In Schwenningen sind drei Fahrräder umgefallen, nicht bemerkt?)

Technik erleichtert Senioren den Alltag
„Probieren Sie es aus, aber zwicken sie ihren Nachbarn nicht damit“, sagte Katja Porsch und reichte eine lange Greifzange in das Publikum. Die Ingenieurin informierte beim monatlichen Seniorentreff in der neuapostolischen Kirche in Villingen-Schwenningen über das Projekt „Alter und Technik“.
(Schwäbische Zeitung/Schwarzwälder Bote. Alle anderen brauchen keine Technik, so wenig wie die Tuttlinger eine dreiviertel Zeitungsseite des Schwarzwälder Boten aus VS?)

„Schnee ade“
Es ist gerade eine gute Woche her, dass wir mit 25,8°C einen wunderbar warmen Oktobertag genießen durften. Der plötzliche Wintereinbruch über das Wochenende wird dabei wohl viele überrascht haben. Wir haben mit unserem Wetterexperten Jürgen Hieber gesprochen.
(Schwäbische Zeitung. Warum nicht aus dem Fenster gucken? Da ist auch ein Wetter.)

Interview
„Schon in den unteren Ligen wird mehr Leistung gefordert“
Überbelastung und zu kurze Regenerationsphasen nach kleinen Verletzungen sind mit verantwortlich für Kreuzbandrisse
(Schwäbische Zeitung. Serie „Gesundheit in gefahr?“  Sport ist Mord? Wird in unteren Lokalblättern keine Leistung gefordert?)

Der Mord an Rafael Blumenstock bleibt ungeklärt
Grausame Bluttat vom 4. November 1990 auf dem Münsterplatz beschäftigt die Ulmer bis heute
Zahllose Menschen gehen tagtäglich über den Ulmer Münsterplatz, doch kaum einer nimmt Notiz von der schlichten Gedenktafel, die am Rande des riesigen Platzes in den Pflasterbelag eingelassen ist. „Du lebst in unserer Klage, im Herzen stirbst Du nicht – Rafael Blumenstock, ermordet am 4. 11. 1990“, steht dort in Stein gemeißelt. Die Tafel erinnert an eines der grausamsten Verbrechen, die Ulm in der Nachkriegszeit erlebt hat – die Ermordung des 28 Jahre alten Musikstudenten Rafael Blumenstock an einem Sonntagmorgen vor 22 Jahren. Bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt, sind die Täter nicht gefunden.
(Schwäbische Zeitung. Mit dem Einblocker „CSI Schwaben“ versucht die Schwäbi jetzt offensichtlich mit der Sensationsgier der Menschen möglicherweise Auflage zu machen und setzt sich dabei alte Hüte auf. Verzweiflugstat einer einst guten Tageszeitung, der vermutlich journalistische Qualität und Ruf davonlaufen, vielleicht auch die Leser?)

Literarischer Kehraus am Hohenkarpfen

Führungen, Terminänderung und Saisonausklang im Kunstmuseum

(tutut). In drei Wochen endet die Ausstellungssaison im Kunstmuseum Hohenkarpfen.
Bis dahin finden weiter regelmäßig Führungen durch die aktuelle Ausstellung „Wilhelm Geyer. Landschaften, Portraits, Interieurs“ statt. Die Führung am Mittwoch, dem 31. Oktober,  findet nicht zur üblichen Zeit statt, sondern wird zwei Stunden früher, um 15 Uhr stattfinden, da wegen einer internen Veranstaltung an diesem Tag das Museum um 17 Uhr geschlossen wird.

Nach diesem Termin finden die Führungen wieder zu den regulären Zeiten statt, am Sonntag, dem 4. November, um 16 Uhr und noch einmal am Mittwoch, dem 7. November, um 17 Uhr.

Wie jedes Jahr findet schließlich zum Ausklang der Saison am letzten Ausstellungstag, dem 11. November, um 16 Uhr, wieder der traditionelle Literarische Kehraus statt.
Im Kunstmuseum Hohenkarpfen wird Karl-Heinz Ott aus seinem neuen Roman „Wintenried“ lesen. Karl-Heinz Ott, geboren 1957 im schwäbischen Ehingen, studierter Philosoph und Musikwissenschaftler, ist erfahrener Dramaturg und Autor zahlreicher Bücher, für die er mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem Johann-Peter-Hebel-Preis 2012.

Im Zentrum seines Romans steht der französische Philosoph Jean-Jacques Rousseau. Indem Ott in diesem unterhaltsamen Buch den psychologischen Wirrungen dieses Geisteshelden der Aufklärung nachgeht, zerlegt er dessen selbststilisierendes Pathos und betreibt selbst ein gutes Stück Aufklärung.

Bis zu diesem Tag ist die laufende Ausstellung noch zu den regulären Öffnungszeiten von Mittwoch bis Sonntag und an den Feiertagen von 13.30 bis 18.30 Uhr zu sehen.

Die Daten zur Ausstellung in Kürze:
Ausstellung:   Wilhelm Geyer. Landschaften, Portraits, Interieurs
Ort:         Kunstmuseum Hohenkarpfen, Hausen ob Verena bei Spaichingen (Landkreis Tuttlingen)
Veranstalter:  Kunststiftung Hohenkarpfen e.V. (Kunstverein Schwarzwald-Baar-Heuberg)
Dauer:   22. Juli bis 11. November 2012
Öffnungszeiten:   Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen, 13.30-18.30 Uhr
Information:  Tel. 07424/4017, museum@kunststiftung-hohenkarpfen.de
Katalog:   Belser Verlag Stuttgart, 96 Seiten mit ca. 75 Abbildungen, ISBN 978-3-7630-2630-2, Preis 19,80 Euro

Gefragt

Warum gehörten Bekenntnisse zum Erhalt des Spaichinger Krankenhauses zur Gebetsmühle, an der in den vergangenen Jahrzehnten Politiker stets gedreht haben, wenn sie die Stadt besucht haben? Lag dies möglicherweise daran, dass jeder genau wusste nicht nur im kleinen Landkreis Tuttlingen, dass dort kein Platz für zwei Krankenhäuser ist? Warum wird das sogenannte Tuttlinger Klinikum – wer hat was gegen das schöne deutsche Wort Krankenhaus? – immer noch weiter ausgebaut,  anstatt in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg Nägel mit Köpfen zu machen und angesichts der entstehenden Gesundheitsfabrik in Schwenningen geschaffene Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen? Meint die Spaichinger CDU, weiter sich und der Öffentlichkeit in die Tasche lügen zu können wegen angeblicher Überlebenschancen des Spaichinger Krankenhauses und deshalb von einem Gutachten schwafelt, obwohl die Fakten für jedermann lesbar auf dem Tisch liegen?

Gelesen

Was haben die verbrochen?

Handel sitzt für 2013 in Startlöchern
Aktionsprogramm steht – Neuer Schwung durch Citymanagerin.
(Schwäbische Zeitung. Geht’s nicht ums Kaufen und Verkaufen, seit wann sind Spaichinger Geschäfte Löcher?)

CDU kritisiert „vorschnelle Aufgabe“
Zukunft des Krankenhauses: „Gutachten abwarten“
Zur Berichterstattung über Bürgermeister Schuhmachers möglichen Wechsel zur FDP und die Position Schuhmachers zur Zukunft der Spaichinger Klinik etwa als Ärztehaus, erreichte uns folgende Stellungnahme des CDU-Stadtverbands.
(Schwäbische Zeitung. Leserbriefe von der CDU sind stets Berichte, Pressemitteilungen anderer müssen erst eine Woche abgehangen und dann bis zur Unleserlichkeit  zugerichtet werden nach dem Motto „Kommt’s von der CDU ist’s im Blatt im Nu“?  Wer ist die Spaichinger CDU? Der Stadtverbandsvorsitzende Ellenberger, der wörtlich zitiert wird, oder der Kreisvorsitzende Schumacher oder gar das Lokalblatt?  Sind nicht auch  Gutachter manchmal Schlechtachter, warum nicht gleich zu Obi?)

Ausstellung zeichnet Leben einer besonderen Frau nach
Edith Stein steht im Mittelpunkt von zwölf Schautafeln, die in der Stadtpfarrkirche gezeigt werden
(Schwäbische Zeitung. Ist die Wahl von Tod statt Sicherheit das Besondere?)

Großer Abend widmet sich sensiblem Thema
Weibliche Genitalverstümmelung und ihre Ursachen sind Inhalt von Kunst und Musik
(Schwäbische Zeitung. Schön war’s?)

Warum Brahms ganz sicher kein Esel ist
Zuhörer erleben in Deilingen ein großes Chorkonzert in kleinem Rahmen
(Schwäbische Zeitung. Wer hat das herausgefunden?)

„Rauch findet dich überall“
Dürbheimer Grundschüler lernen viel zum Thema Feuer
(Schwäbische Zietung. Zurück in die Höhle?)

DLRG feiert Geburtstag
Zur Feier beschenkt die 60-jährige Ortsgruppe den Förderverein Schwimmsport
(Schwäbische Zeitung. Finden Geburtstage in Trossingen nicht jährlich statt?)

Musikalisch geht es auch auf die Route 66
In der langen Bluesnacht in Trossinger Kneipen lohnt sich das genaue Hinhören
(Schwäbische Zeitung. Nach Schura?)

Freie Mitarbeiter gesucht
(Schwäbische Zeitung. Die Trossinger Zeitung ist so frei, dass sie sich sogar um ihren neuen Vorort Wurmlingen kümmert? Lesen die jetzt dort die Trossinger Zeitung?)

„Gloriosa“ läutet Melodie des Glaubens
Stifterfamilie schenkt Kirchengemeinde Maria Königin die größte Glocke der Stadt
(Schwäbische Zeitung. Heiliger Bimbam in Tuttlingen?)

Energiewende fordert heraus
Experte Dr. Wolfgang Breh spricht in Wurmlingen über die Chancen und Risiken
(Schwäbische Zeitung. Exerte für politische Tode?)

Die Villinger Saarlandstraße ist ab heute gesperrt
(Schwäbische Zeitung/Schwarzwälder Bote. Wichtig für Tuttlinger?)

Reiter jagen am Lupfen den Fuchsschwanz
(Schwäbische Zeitung. Wer hat ihn gelupft?)

OB sucht „tragfähige Lösung“ für Verwaltung
(Schwäbische Zeitung/Schwarzwälder Bote. Wann schafft der mal?)

Martinimarkt rückt nach Westen

Spaichinger Hauptstraße soll Ende November fertig sein

So sieht’s aktuell auf der Baustelle in der Hauptstraße aus, wo sich am Freitag (Fotos unten) der Winter noch nicht angedeutet hatte.

(tutut). Der größte Spaichinger Markt, der Martinimarkt, muss am Sonntag, 4. November, nach Westen rücken. Da die Millionen-Baustelle in der oberen Hauptraße nach Auskunft des Rathauses erst Ende November fertig wird, kann sich der Markt mit Sonntagsverkauf nicht wie üblich auf der Hauptraße zwischen Martplatz und Ochsenkreisel ausdehnen. Er wird am Ende der Baustelle bei der Einmändung der Bahnhofstraße beginnen und  am Marktplatz vorbei in Richtung Westen bis zur Einmündung der Gartenstraße reichen.Sonst könnten nicht alle angemeldeten Stände aufgebaut werden.

In der Pressemitteilung der Stadt heißt es dazu: Seit den 70 er-Jahren wird mit dem traditionellen Markt ein verkaufsoffener Sonntag in den Einzelhandelsgeschäften von 12 bis 17 Uhr mit angeboten. Die wieder erwarteten Tausende von Besuchern können ganztägig auf dem Markt sowie nachmittags in den Geschäften bummeln und auch kaufen, „was das Herz begehrt“. Mit über 200 Krämerständen, vielen Vereinsständen mit diversen kulinarischen Genüssen sowie für die Kleinsten mit einem Kinderkarussell auf dem Marktplatz ist wieder einiges für die Besucher geboten.  Die Vogelausstellung in der Alten Turnhalle am Samstag von 13 – 18 Uhr und am Sonntag ganztägig rundet das Angebot für die Besucher ab.

Gelesen

Der Spaichinger Marktplatz hat Töne, Malern sei Dank.

Donaueschingen
Gemeinschaftsschule ohne Konzept eingeführt
Der 45 Mitglieder zählende Stadtverband der FDP Donaueschingen bestätigte gestern in der Versammlung im Grünen Baum Allmendshofen nach der erfolgten Entlastung bei Neuwahlen den Vorstand mit Niko Reith an der Spitze…Einen Überblick der Tätigkeit der Fraktion in Gemeinderat und Kreistag gab der Fraktionssprecher Michael Klotzbücher, der dabei auch nicht die Kandidatur von OB Thorsten Frei um ein Bundestagsmandat ausklammerte. Verständlich sei diese nicht nur im Grundsatz, sie sei sogar „extrem wünschenswert“. Nur der Zeitpunkt so kurz nach den OB-Wahlen sorge doch für einige Irritationen…Neben Reden und Diskussion stand auch die Ehrung von Adolf Huchler für 25 Jahre Mitgliedschaft auf der Tagesordnung, dem eine Medaille und eine Urkunde überreicht wurden. Huchler war 20 Jahre Stadtrat, neun Jahre im Förderverein der Gewerblichen Schulen und neun Jahre Kreishandwerksmeister.Abschließend gab der Landtagsabgeordnete Leo Grimm einen Bericht aus Stuttgart ab.
(Schwarzwälder Bote. Es gibt sie noch, die Tageszeitungen: im Schwarzwald-Baar-Kreis. Am Freitag war die Veranstaltung, am Samastag schon zu lesen. Erinnern sich Tuttlinger Leser noch an solche Tageszeitungs-Zeitungen? Haben sie jetzt die, die sie verdienen?)

FDP gibt sich selbstbewusst
Der Ehrenvorsitzende des Donaueschinger FDP-Stadtverbandes brachte es gestern Abend auf den Punkt. Nach den Berichten des Vorstands ergriff Hansjürgen Bühler das Wort und dankte nicht nur seinen Parteifreunden für die Arbeit im vergangenen Jahr, sondern machte deutlich, „die FDP ist in Donaueschingen präsent und gerne hört man auf unseren Rat“. „Und dies“, so Bühler weiter, „trotz aller Unwägbarkeiten der Partei außerhalb unseres Stadtgebietes.“…Denn, so Reith, „im öffentlichen Leben von Donaueschingen findet man an vorderer Front immer auch uns Liberale, sei es in der Bürgerstiftung, im Kirchenbauverein oder in der Stadtpolitik“. Dabei ist es, so Reith weiter, „angesichts der landes- und bundespolitischen Erscheinung der FDP auch für die Donaueschinger Liberalen nicht immer leicht, mit der gelben Fahne durch die Stadt zu laufen.“…
(Südkurier. Noch eine aktuelle Zeitung, die schon am nächsten Tag berichtet! Und Tut im Presseschatten?)

Thorsten Frei stellt sich Fragen
Nachdem am Dienstag Donaueschingens OB Thorsten Frei seine Bewerbung um ein CDU-Bundestagsmandat angekündigt hatte, möchte der 39-Jährige nun in einer Informationsrunde vor der Nominierungsversammlung am 16. November in der Stadthalle Bräunlingen dem CDU-Stadtverband Rede und Antwort stehen. Beginn der Veranstaltung am 2. November im Gasthof Hirschen ist um 20 Uhr…Man darf gespannt sein wie er die Begriffe Ehrlichkeit, Anstand und Moral in Verantwortung gegenüber seiner Donaueschinger Wählerschaft in Worthülsen kleiden wird.
(Schwarzwälder Bote. Müssen Politiker sich und ihre Worte verkleiden? Wie der nackte Kaiser? Haben das in der CDU nicht schon viele andere gemacht?)

Erste Schneeflocken können kommen
…“Ab Mitte Oktober muss man immer mit Schnee rechnen“, sagt Michael Hirth, Bauleiter der Stadt Bräunlingen, und erinnert daran, dass es auch zur Kilbig schon geschneit hat. Dieses Jahr glücklicherweise nicht.
(Schwarzwälder Bote. Der Winter hat sich am Wochenende auch nicht lange bitten lassen, nicht nur mit ein paar Flocken.)

Liberales Forum
Der Donaueschinger Stadtverband (der FDP) organisiert regelmäßig ein Liberales Forum zur politischen Willensbildung.Nachdem im Jahr 2010 Hermann Otto Solms (FDP) zum Thema „Perspektiven einer wachstumsorientierten Wirtschafts- und Finanzpolitik“ referierte, spricht am 10 November der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler MdB zum Thema „Eurokrise“ in den Donauhallen.
(Südkurier. Ist Schäffler nicht ein Gegenentwurf der umfragetiefen FDP?)

Klare Mehrheit für das alte „DS“
Das alte Autokennzeichen „DS“ ist scheinbar beliebt. Das ergab eine Umfrage von Professor Ralf Bochert, der die bundesweite Initiative an der Hochschule Heilbronn wissenschaftlich begleitet, und seinen Studenten in Donaueschingen…Das hat sich in den Antworten der 264 Personen, davon 231 aus Donaueschingen, am 12. Oktober offensichtlich bestätigt.Aus dem Altkreis wurden 33 Personen befragt. Insgesamt stehen 61,1 Prozent der Befragten der Wiedereinführung positiv gegenüber, lediglich 22,1 Prozent lehnen diese ab. 26,5 der Männer (Frauen: 19,2 Prozent) stehen dem alten „D“ eher ablehnend gegenüber.
(Schwarzwälder Bote. Bullshit. Dazu braucht’s einen Professor?  Ob nach dieser Umfragemethode nicht noch eine viel größere Masse den alten Kaiser Wilhelm und seinen Nachfolger wiederhaben wollte?)

Thielemann weiter im Amt
Das Unterfangen einiger Jäger, ihren Hegeringleiter Thielemann zu stürzen, ist vorerst vertagt
(Südkurier. Halali später?)

Hüfingen
Mit Schwung geht es ins Jubiläumsjahr
Unter dem Motto „Von Frauen für Frauen“ gehen die Landfrauen Hausen vor Wald mit Schwung ins ­Jubiläumsjahr 2013. Ihren 50. Geburtstag feiern sie vereinsintern.Indes ist es ihnen einmal mehr gelungen, ein abwechslungsreiches Programm mit einigen Überraschungen zusammenzustellen.
(Schwarzwälder Bote. Und die Landmänner gehen zu den Stadtfrauen unter 50?)

Verstärkter Blick auf Tourismus gefordert
Das Potential zu nutzen, das Tourismus und Fremdenverkehr bieten, und nicht ein weiteres Mal untätig die Chance verstreichen zu lassen, so lautet das Credo des Mundelfinger Ortsvorstehers Michael Jerg. Er möchte das Thema auch in den Ortsteilen verstärkt behandelt wissen.
(Schwarzwälder Bote. Wenn jedes Kleckerlesdorf auf Tourismus macht, haben die normal Gebliebenen gute Chancen.)

Ulrich Mau hat den besten Rammler
(Schwarzwälder Bote. Sagen das die Häsinnen?)

Landrat pocht auf Ortsumfahrung für Behla
(Schwarzwälder Bote. Wer nicht, außer der in Berlin regierenden CDU?)

Landrat gibt seine Karte in Hüfingen ab
Landrat Sven Hinterseh hat gestern Nachmittag seine Visitenkarte in Hüfingen abgegeben und sich vor den Augen des Gemeinderats ins Goldene Buch der Stadt eingetragen…
(Südkurier. Gott sei Dank nicht den Löffel? Schon Geschichte, noch bevor er etwas ist?)

Blumberg
Reißender Absatz beim Monatstreffen
Mitglieder der katholschen Frauengemeinschaft lassen sich mit Suppen verwöhnen.
(Schwarzwälder Bote. Anstatt?)

Holz-Diebe sind unterwegs
Es sind wohl Diebe in Fützen am Werk. Nicht nur um die Buchberghalle, wo dem Musikverein beim Oktoberfest um Mitternacht eine Bratpfanne samt Fett geklaut wurde (wir berichteten). Kürzlich gingen bei Revierförster Gerhard Baschnagel Meldungen ein, wonach im Randenwald Holzdiebe ihr Unwesen treiben.In einem Fall wollten die Kinder eines Verstorbenen dieser Tage im Randenwald auf Gemarkung Fützen im Distrikt Herrenhau-Neuer Weg (Richtung Ibental) vier Ster Buchenholz abholen….
(Südkurier. Wer oder was mag wohl in der Bratpfanne landen? Was sagt der Verstorbene dazu?)

Jugend befasst sich mit regionalen Produkten
(Schwarzwälder Bote. Mit sich selbst?)

Landfrauen basteln Grabschmuck
(Südkurier. Für Landmänner?)

Tuningen
Seltene Albino-Rehe gleich im Doppelpack
Ein echter Glücksfall für Monica Hildenbrand: Auf einer Waldlichtung bei Tuningen hat die Naturliebhaberin gleich zwei der seltenen Albino-Rehe entdeckt.
(Südkurier. Schnee-Rehe oder Geißlein?)

Polizeibericht

Landkreis Tuttlingen
Kaum Probleme durch frühen Wintereinbruch
Der frühe Wintereinbruch hat das Verkehrsgeschehen im Landkreis Tuttlingen nur gering beeinflusst. Die Polizei verzeichnete über das Wochenende insgesamt nur sieben Einsätze, die in Zusammenhang mit den Schneefällen standen. Darunter befanden sich auch zwei Einstätze, bei denen unter der Schneelast stehende Bäume auf die Straßen zu stürzen drohten und die Polizei die Gefahrenstellen absichern musste.  Zu einer längeren Behinderung kam es am Samstagabend auf der L 438, wo ein Linienbus hängen geblieben war.

Tuttlingen / Wurmlingen
77-Jähriger schwer verletzt
Am Samstag gegen 15.15 Uhr ist ein Autofahrer auf der B 523 zwischen dem Konzenberg und Talheim bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Der  77-Jährige befuhr mit seinem Auto die B 523 von Schwenningen in Richtung Tuttlingen. Obwohl auf dem Auto Winterreifen montiert waren, kam der Fahrer ins Schleudern und konnte sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle bringen. Das Auto kam von der Fahrbahn ab, stieß zunächst gegen ein Verkehrszeichen, streifte danach einen Baum und prallte schließlich frontal auf einen Baumstumpf. Der schwerverletzte Fahrer wurde von den Feuerwehren Tuttlingen und Wurmlingen aus seinem Fahrzeug befreit, bevor er vom DRK in die Tuttlinger Kreisklinik gebracht werden konnte.

Tuttlingen
Betrunkener schläft im Hausflur
Am Sonntag gegen 2 Uhr hat eine Frau in der Bismarckstraße bei ihrer Rückkehr nach Hause einen schlafenden Mann im Hausflur ihrer Wohneinheit vorgefunden. Der für die Anruferin fremde Mann konnte von der Polizei schließlich geweckt werden. Er brachte es auf über 2 Promille. Die Polizei begleitete den Betrunkenen bis zu seiner richtigen Bleibe, einem Hotel im Innenstadtbereich.

Auffahrunfall
Zu einem Auffahrunfall am Kreisverkehr beim Hühnerhof ist es am Sonntag kurz nach 1 Uhr gekommen. Ein Autofahrer befuhr die B 14 aus Richtung Liptingen kommend und musste vor der Einfahrt in den Kreisverkehr verkehrsbedingt anhalten. Dies bemerkte ein nachfolgender Autofahrer zu spät und fuhr dem Wartenden auf. Da die Polizei beim Unfallverursacher erhebliche Alkoholeinwirkung feststellte, er brachte es auf fast 2 Promille, veranlasste sie die Entnahme einer Blutprobe und stellte den Führerschein des 19-Jährigen sicher.

Betrunkener verursacht Verkehrsunfall
Einen Verkehrsunfall verursacht hat in den frühen Morgenstunden des Samstags ein 23 Jahre alter Mann. Er befuhr mit seinem Auto die Stockacher Straße und bog nach rechts in die Katharinenstraße ab. Vermutlich infolge nicht angepasster Geschwindigkeit und Alkoholeinwirkung kam der Autofahrer nach links von der Straße ab und prallte gegen eine Gehwegabschrankung sowie mehrere Leitplanken.Der Unfallverursacher entfernte sich zunächst unerlaubt von der Unfallstelle und ließ sein beschädigtes Auto an der nicht abgesicherten Unfallstelle zurück. Als er später zur Unfallstelle zurückkam, wurde er von der Polizei als vermeintlicher Unfallverursacher identifiziert. Weil er merklich unter Alkoholeinwirkung stand, ließ die Polizei bei dem uneinsichtigen Beschuldigten eine Blutprobe entnehmen, dabei kam es zu massiven Widerstandshandlungen gegen die einschreitenden Polizeibeamten.

Polizei ermittelt Fahrraddieb
Einen bereits am 26.Juli begangenen Fahrraddiebstahl konnte die Tuttlinger Polizei nach langwierigen Ermittlungen aufklären. Ein Freund des Geschädigten hatte einen  zunächst Unbekannten mit dem gestohlenen Fahrrad in Tuttlingen gesehen und die Polizei verständigt. Dieser gelang es schließlich, den Täter dingfest zu machen und das gestohlene Fahrrad sicherzustellen. Bei dem Fahrraddieb handelt es sich um einen 17 Jahre alten Jugendlichen aus Tuttlingen.

Zoff an der Tankstelle
Zwei Männer, die beide ihr Fahrzeug an der Tankstelle eines Supermarktes in der Rudolf-Diesel-Straße betanken wollten, sind am Mittwochnachmittag in Streit geraten. Dieser mündete schließlich in einer Beleidigung des Dränglers, der vom „ausgebremsten“ Autofahrer mit einem nicht druckreifen Ausdruck bedacht wurde.

Unfall auf der B311
Alkoholische Beeinflussung war die Ursache eines Verkehrsunfalles, der sich am Freitag um 21.45 Uhr auf der B311 zwischen Möhringen und Immendingen ereignet hat.Zur Unfallzeit befuhr eine Frau mit ihrem Auto die Bundesstraße von Immendingen in Richtung Möhringen. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse fuhr die Autofahrerin mit nur mäßiger Geschwindigkeit. Ein ihr nachfolgender Autofahrer hatte wohl nicht nur mit den schlechten Sichtverhältnissen, sondern auch mit den Folgen seines Alkoholgenusses zu kämpfen, erkannte das vorausfahrende Fahrzeug zu spät und prallte deshalb auf das Heck. Die Alkoholüberprüfung des Unfallverursachers ergab einen Wert von 2,97 Promille.

Spaichingen
Zusammenstoß
Missachtung der Vorfahrt ist die Ursache eines Verkehrsunfalles, der sich am Samstagmorgen an der Kreuzung Gartenstraße / Dreifaltigkeitsbergstraße ereignet hat. Eine Autofahrerin, die die Gartenstraße befuhr und die Dreifaltigkeitsbergstraße geradeaus überqueren wollte, hielt zunächst an der Stoppstelle an,  übersah aber beim Anfahren einen von rechts auf der Dreifaltigkeitsbergstraße kommenden Autofahrer und prallte mit diesem zusammen. Die Unaufmerksamkeit forderte einen Sachschaden in Höhe von ca. 20.000 Euro.

Gosheim
Jugendlicher klaut Wodka
Alkohol, den er aufgrund seines Alters noch gar nicht hätte trinken dürfen, hat am Freitagnachmittag ein 16 Jahre alter Jugendlicher in einem Gosheimer Supermarkt geklaut. Der Junge steckte die Wodkaflasche unter seine Jacke und wollte das Geschäft über eine unbesetzte Kasse verlassen. Dabei wurde er vom Marktleiter angehalten, der das Diebesgut unter der Jacke fand.
(Polizeidirektion Tuttlingen)

Wer anpackt, kann auch einpacken

Das Gegenteil von Professionalität ist meist Dilettantismus

(tutut). Oft ist keine Rettung in Sicht vor all den Anpackern und Freiwilligen, die im kollektiven Drang sich vorgenommen haben, die Welt zu retten. Es macht ihnen auch nichts aus, dass das Gegenteil von Professionalität keineswegs Ehrenamtlichkeit ist, sondern meist Dilettantismus.

Als Ergebnis werden dann stolz öffentlich die Werke stündlicher oder gar mehrtägiger Stümperei präsentiert. Übersehen wird, dass wer anpackt, auch einpacken kann.

Denn außer der Selbstdarstellung mit gegenseitigem Schulterklopfen ist in Wirklichkeit doch keinem geholfen. Im Gegenteil.

Wenn sich unbekannte Nichtpromis von ihrer Tagwerkbühne herabsteigen bzw. herabsteigen müssen, um in artfremden Berufen den störenden Hiwi oder Herumsteher zu mimen und dann auch noch der uninteressierten Allgemeinheit von wertvollen Erfahrungen vorzuflunkern, hat niemand etwas davon. Der nicht, der vom Profi zum Dilettanten wird, und jener auch nicht, der freundliche Miene zum tumben Spiel macht, in der Hoffnung, vom Strahl der Mediensonne gestreift zu werden.

Wem hilft’s denn unterm Strich? Es hilft wenig jenen, denen durch solchen Einsatz geholfen werden soll, es hilft auch denen nicht, die besser am angestammten Arbeitsplatz geblieben wären und ihren dort verdienten Lohn zur Verfügung gestellt hätten anstatt das niedrigere Praktikanten- oder Hilfsarbeitergeld.

Denn allein ums Geld dreht sich doch die ganze Chose. Und da sollte angestammtem qualifiziertem Personal nicht auch noch der Job weggenommen werden, und sei es nur für Stunden. Selbstlosigkeit und Freiwilligkeit sind ja keineswegs im Spiel. Denn sonst würde solche Eierlegerei vermutlich nicht mit soviel Gegacker begleitet werden.