Maibaum im Freilichtmuseum

Auftakt zum neuen Maibaum-Wettbewerb

Der Maibaumn wird aufgestellt. Foto: Freilichtmuseum

(tutut). Der Wonnemonat Mai steht vor der Tür, und in vielen Orten werden in diesen Tagen wieder Maibäume aufgestellt. Auch vor dem Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck wird ein solcher Baum aufgestellt, heißt es in einerPressemitteilung des Frielichtmuseums.  Am Samstag, 28. April, wird der „Fanfarenzug“ aus Wurmlingen ab 18 Uhr den Maibaum vor der Museumsgaststätte „Ochsen“ schmücken und aufrichten. Dies ist auch gleichzeitig der offizielle Auftakt zum Maibaum-Wettbewerb 2012 im Landkreis Tuttlingen unter Schirmherrschaft des neuen Landrats Stefan Bär.

Der „Fanfarenzug“ aus Wurmlingen hatte im Vorjahr den Landkreis-Wettbewerb gewonnen und darf nun als Siegerteam den Baum stellen und sich darauf verewigen. Für die Sieger des Maibaum-Wettbewerbs sind neben der Wandertrophäe 100 Liter Freibier von der Hirsch-Brauerei sowie ein deftiges Vesper für 20 Personen in der Museumsgaststätte „Ochsen“ ausgelobt. Der Wurmlinger „Fanfarenzug“ “ hat angekündigt, die Trophäe verteidigen zu wollen wie die beiden Vorgängerteams aus Aixheim und Leipferdingen, die die Trophäe ebenfalls bereits zweimal geholt haben. Gruppen aus dem Landkreis Tuttlingen, die sich an der Aktion beteiligen wollen, können sich hierfür beim Freilichtmuseum melden.

Erste Erwähnung fanden Maibäume in unserem Kulturkreis im späten Mittelalter. Der Brauch verbreitete sich rasch und wurde bald populär. Über Jahrhunderte versuchte die Obrigkeit, zumal wenn sich dann sehr wilde Maifeiern um den Baum entwickelten, immer wieder den Brauch einzudämmen. Allerdings gab es ab dem 19. Jahrhundert  auch den Versuch, den Maibaum als nationales Symbol zu vereinnahmen. Stark gefördert, aber völlig pervertiert wurde das Maibaumstellen in der Zeit des Nationalsozialismus, wo die Maibäume bei Strafe mit Hakenkreuzen geschmückt werden mussten. Deshalb war es nach dem zweiten Weltkrieg auch lange verpönt,  wieder Maibäume aufzustellen.
Infos auch beim Info-Service unter Tel. 07461/926-3205. Mehr dazu auch im Internet unter www.freilichtmuseum-neuhausen.d

Gelesen

Blumento-Pferde.

Im Spaichinger Rat sind jetzt drei neue Gesichter
(Schwäbische Zeitung. Wo ist der Rest?)

Umfrage
Manche haben schon noch Heimweh
Werden die Geschichten aus der alten Heimat noch regelmäßig gelesen? Konnte nach dem Auszug aus dem Banat eine gelungene Integration hergestellt werden? Wie geht man mit dem Gestern um? Unsere Mitarbeiterin Regina Koch befragte Gäste beim Vortrag über ihre Sicht der Vergangenheit und die Bedeutung von Geschichten aus der Heimat.
(Schwäbische Zeitung. Und Neues? Geht das an der Schwäz vorbei?)

Gemeinsam die Zeit der Pubertät überstehen
Volkshochschule bietet Seminar an
(Schwäbische Zeitung. Nichts wie hin!)

„Böhmische Freunde“ geben ein Konzert der Extraklasse
(Schwäbische Zeitung. Die beste Weltklasse des Dorfes.)

Heute ist Bibelfest in Mahlstetten
Das Schönste aus dem Alten Testament gibt es heute um 20 Uhr in der Gemeindehalle in Mahlstetten.
(Schwäbische Zeitung. Mord und Totschlag?)

Hand in Hand
Senioren im Blickpunkt
Sonderveröffentlichung
(Schwäbische Zeitung. Um Anzeigen geht’s.)

10550 Euro gehen an soziale Einrichtungen
Die Jüngsten und die Ältesten sind im Vier-Jahres-Rhythmus jetzt wieder an der Reihe gewesen und haben von der Kreissparkasse eine unverhoffte Finanzspritze bekommen. Die Ausschüttung des sozialen Zweckertrags aus dem PS-Sparen wurde im Geschäftsbereich der Direktion Gosheim an neun Kindergärten und zwei Alten- und Pflegeheime verteilt. Bereits seit 60 Jahren besteht diese „wunderbare Einrichtung“, sagte Sparkassendirektor Manfred Brugger (ganz rechts im Bild).
(Schwäbische Zeitung. Haben die reichen Kirchen kein Geld?)

Gemeinderat verzichtet auf Kunstwerk für Marienplatz
(Schwäbische Zeitung. Wer definiert’s?)

Organspender sind „kein Ersatzteillager“
Redner beim Monatstreffen der Kolpingsfamilie wollen mit Vorurteilen aufräumen
(Schwäbische Zeitung. Spendet die Kolpingfamilie ihr „s“?)

Umfrage
„Für mich kommt nur regionales Obst in Frage“
Für das kommende Wochenende verspricht der Wetterbericht Temperaturen bis 30 Grad. Da macht das große Angebot auf dem Trossinger Wochenmarkt am heutigen Donnerstag Lust auf Sommerfrüchte – allen voran Erdbeeren. Doch noch stammen die süßen Früchte nicht aus Deutschland, sondern haben eine weite Reise hinter sich. Die Trossinger Zeitung hat bei Marktbesuchern nachgefragt, wie groß deren Lust auf spanische Erdbeeren ist.
(Schwäbische Zeitung. Wieder kein Fahrrad umgefallen?)

Gedichte harmonieren mit den Zeichnungen
Die Tuttlinger Künstlerin Gudrun Reich erklärt rund 40 Besuchern im Landratsamt ihre beiden Leidenschaften
(Schwäbische Zeitung. Kann sie das nicht daheim?)

„Wir sind Pate…
…weil wir einen Beitrag zur politischen Bildung unserer Kinder leisten möchten“.
(Anzeige in der Schwäbischen Zeitung. Wie ist die Sparkasse ausgerechnet auf ein Abo der Schwäbischen Zeitung für Schulen gekommen? Was hat das mit Bildung zu tun?)

321 Narren haben eine solide finanzielle Basis
Weilheimer Kameradschaft trifft sich zur Hauptversammlung – Diskussion gibt es über Auftrittsorte
(Schwäbische Zeitung. Ohne Moos nichts los?)

Musiker reisen mit Zuhörern um die Welt
(Schwäbische Zeitung. Soweit die Wurmlingen heißt.)

Ab September darf es nicht mehr hageln
Der Flieger, den der Verein aus Villingen-Schwenningen zur Hagelabwehr gechartert hat, kostet 20000 Euro
(Schwäbische Zeitung. Schreibt die Schwäz vom Schwabo ab.)

Bürger sollen „Klinik-Krieg“ entscheiden
Eine Gruppe in Singen kämpft erbittert gegen die von Experten empfohlene Kreisfusion
(Schwäbische Zeitung. Wieviele Leser hat die Schwäz in Singen?)

Der neue Landratmeistert seine erste Sitzung
(Schwäbische Zeitung. War der nicht vorher schon im Kreistag?)

Kreis bezuschusst weiter Schulsozialarbeit
Im Kreistagsausschuss beansprucht Tuttlingen mehr Stellen als bisher
In nicht wenigen Elternhäusern des Landkreises geht es schlimmer zu, als der breiten Öffentlichkeit bekannt ist – mit entsprechenden Folgen für die Kinder: Sie haben nicht nur enorme Schulprobleme, sondern fallen im Unterricht immer wieder aus der Rolle. Der Landkreis hat das erkannt und finanziert deshalb seit Jahren auf freiwilliger Basis Schulsozialarbeiter.
(Schwäbische Zeitung. Kennt sich Lothar A. Häring da aus?)

Interview
„Die Maschine kann tödlich sein“
Buchheimer Schüler lernen den Arbeitsalltag auf dem Tuttlinger Bauhof kennen und befragen die Mitarbeiter
Von der Klasse 3 und 4 der Gesamtschule Buchheim
(Schwäbische Zeitung. Katzen würden auch Schwäz lesen?)

Findet die VG zurück zur Sachlichkeit?

Wenn’s um Geld geht, sind klare Regeln notwendig

(tutut). Es war schon entlarvend und der Sache der Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen wenig dienlich, wie bis auf Dürbheim alle Bürgermeister sich einseitig und ungebührlich in den Bürgermeisterwahlkampf Spaichingens zugunsten des Herausforderers eingemischt haben. Nun stehen sie nach der Wiederwahl von Hans Georg Schuhmacher vor aller Welt blamiert da. Der vertritt seinem Amtseid folgend die Interessen seiner Stadt, was die Verwaltungsgemeinschaft betrifft. Dass da nicht alles zum Besten geregelt ist, haben zuletzt Schlichtergespräche im Landratsamt bewiesen. Nun geht es darum, daß sich alle auf dieser Basis zusammenfinden oder eine gerichtliche Lösung anstreben.

Der Spaichinger Bürgermeister ist keineswegs der Buhmann, wie Umlandbürgermeister versuchen, glauben zu machen. Was er von seinem Vorgänger geerbt hat, hat mehr mit emotionalen, denn mit rationalen Abmachungen zu tun, welche sich finanziell zu Lasten Spaichingens entwickelt haben. Wenn’s um Geld geht, sind aber klare Regeln notwendig. Da geht es nicht um verwaltungsgemeinschaftliche Gefühlsduselei, denn jeder Ort muss seine Interessen vertreten.

Die Schlichtungsrunde im Landratsamt sollte alle Beteiligten zurückholen auf den Boden der Sachlichkeit. Wenn Verträge ungenau fixiert sind oder im Laufe der Zeit nicht angepasst oder verwässert wurden, dann müssen sie korrigiert werden. Eins sollten Umlandgemeinden dabei nicht vergessen: Wenn die Verwaltungsreform im Raum Spaichingen nach dem Willen der damaligen Landesregierung erfolgt wäre, wären einige dieser Umlandgemeinden heute Stadtteile von Spaichingen.

Es erübrigt sich fast, darauf hinzuweisen, daß die örtliche Zeitung nicht zum ersten Mal offensichtlich überfordert ist, ihre Leser umfassend über den Sachverhalt zu informieren. Recherchen scheinen immer wieder ausgelassen zu werden. Was zuletzt berichtet wurde, sah wieder nach emotionalisiertem Murks aus.

Um was geht es?
So kompliziert und deshalb umstritten die Details sind, so einfach ist die Basis dieser Verwaltungsgemeinschaft von 1972: Spaichingen hat für die Gemeinden Balgheim, Böttingen, Mahlstetten, Denkingen, Dürbheim, Hausen o.V., Frittlingen und sich selbst bestimmte Verwaltungsaufgaben übernommen. Es geht dabei um Bauleitplanung, Straßenplanung und -ausführung und um das Haushaltswesen. Auch der Flächennutzungsplan ist eine gemeinsame Aufgabe. Aldingen, 1975 dazugekommen, spielt nur eine Randrolle in der VG, ist nur beim Flächennutzungsplan beteiligt.

Obwohl die größte Gemeinde, hat Spaichingen in der VG nur eine Stimme wie jede andere Gemeinde auch. Die finanzielle Beteiligung innerhalb der VG ist momentan so geregelt, daß Aldingen im Jahr nur 1400 Euro bezahlt, trotz vollem Stimmenanteil, während Spaichingen aufgrund der Einwohnerzahlt einen Anteil von rund 175 000 Euro zahlen müsste, trotz ebenfalls nur einer Stimme. Abweichend vom ursprünglichen Vertrag, sind Verwaltungen in Umlandgemeinden ausgebaut worden, weil Spaichingen nachgegeben hat in dieser Hinsicht. Dafür wurde die Stadt bei ihrer Umlage an die VG entlastet, zuletzt waren es bis 2008 4 Euro pro Einwohner.

Inzwischen hat Spaichingen seit 2005 zusätzliche Aufgaben einer Unteren Verwaltungsbehörde übernommen, seither wird über die gerechte Verteilung der Kostenübernahme gestritten, nachdem die Stadt zugestimmt hatte, sämtliche Kosten zu tragen und auch für etwaige Verluste aus dieser Tätigkeit aufzukommen. 2007, so weist die Stadt hin,  kam die Frage auf, wie etwaige Mehreinnahmen zu verteilen seien. Bürgermeister Schuhmacher habe unmissverständlich die Interessenlage Spaichingens geltend gemacht, nämlich dass die Stadt auch etwaige Mehreinnahmen im eigenen Haushalt verbuche, wenn sie das volle Risiko der Kosten trage. Dies hätten die anderen Bürgermeister nicht akzeptieren wollen und daher das Landratsamt als Rechtsaufsicht angerufen.

Das Landratsamt habe zum 12. Februar 2008 klargestellt, dass die Aufgaben der Unteren Verwaltungsbehörde kostendeckend über Gebühren, Bußgelder und entsprechende Landeszuweisungen zu finanzieren seien, so dass eine Mehrbelastung der Mitgliedsgemeinden ausgeschlossen sei.  Soweit  Überschüsse entstünden, sollten diese der Stadt Spaichingen zur Verfügung stehen.

Damit seien die Bürgermeister der Umlandgemeinden, erstaunlicherweise auch Aldingen, gar nicht einverstanden. Da Bürgermeister Schuhmacher als Vertreter der Stadt Spaichingen nach der eindeutigen Stellungnahme des Landratsamtes zur Interessenwahrung der Stadt nicht bereit sei, wie von den Bürgermeistern gewünscht, Einnahmen im Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft aus der Tätigkeit der Unteren Verwaltungsbehörde zu verbuchen, habe die VG mehrheitlich beschlossen, dass Spaichingen im Haushalt der VG nicht mehr nur 4 Euro pro Einwohner, sondern die gleiche Einwohnerumlage wie alle anderen Gemeinden  mit Ausnahme von Aldingen zahlen solle. Dies wären im Durchschnitt ca.15 Euro pro Einwohner gewesen.

Bürgermeister Schuhmacher habe deshalb sämtlichen Haushaltsbeschlüssen der Verwaltungsgemeinschaft seit 2008 widersprochen, die die VG gegen die Stimme Spaichingens durchbringen wollte. Denn Spaichingen habe wie Aldingen auch nicht mehr von der VG als dass es nur, wenn überhaupt,von der Flächennutzungsplanung profitiere. Sämtliche Aufgaben, die Spaichingen für die anderen Gemeinden erbringe, brächte die Stadt für sich selbst mit eigenem Personal und auf eigene Kosten ein, die ausschließlich im städtischen Haushalt dargestellt würden. Im Gegensatz zu den anderen Gemeinden profitiere Spaichingen von der Gemeinschaft diesbezüglich nicht und dürfte nicht für etwas zahlen, für das es keine Gegenleistung erhalte. So sehe es, nach Auffassung Schuhmachers auch das Gesetz vor, weswegen er als Interessenvertreter der Stadt Spaichingen gehalten sei, diese Frage, nämlich ob Spaichingen überhaupt bezahlen müsse, klären zu lassen.

Nach Auffassung Schuhmachers könne die Situation Spaichingens nicht anders sein als die der Gemeinde Aldingen, die ja auch ihre Aufgaben selbst mit eigenem Personal erledige und dafür nichts in der Verwaltungsgemeinschaft zu zahlen habe. Nach dem Vertrag hat bei offenen Fragen die Rechtsaufsichtsbehörde vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung zu entscheiden. Die Aufgabe des Landratsamtes ist nach dem Vertrag der Verwaltungsgemeinschaft die Funktion des Schlichters und nicht des Richters. Es habe einen Interessen ausgleichenden Vorschlag zu machen.

Die Rechtsaufsicht sei im April 2010 um Streitschlichtung gebeten worden. Ein Schlichtungsvorschlag ist nun am 19. April vom Landratsamt nach Gesprächen mit den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft unterbreitet worden. Der Schlichtungsvorschlag, der keine abschließende rechtliche Beurteilung der in Fragen stehenden offenen Fragen vornehme, sieht folgendermaßen aus:

Schlichterspruch
1. Die Stadt Spaichingen hat sich ab 2011 nur noch mit 25% (anstelle bisher ca.50%) der Kosten der Verwaltungsgemeinschaft zu beteiligen, soweit diese über eine einwohnerbezogene Umlagezu bezahlen sind.

2. Der der Stadt Spaichingen zu gewährende Sachkostenzuschuss wird von 16% auf 20% erhöht.

3. Die Parteien verpflichten sich, einen neuen Vertrag unter Beteiligung von Vertretern der Rechtsaufsicht und des Städte- und Gemeindetages auszuhandeln, in dem die offenen rechtlichen Fragestellungen beantwortet und gesetzeskonform geregelt werden sollen.

Dies bedeute nach Auffassung Bürgermeister Schuhmachers eine komfortable Situation für Spaichingen, weil mit dem Schlichterspruch feststehe, daß auch das Landratsamt die Auffassung vertrete, daß Spaichingen nicht mit der gleichen Umlage an den Kosten der Gemeinschaft beteiligt werden dürfe wie die übrigen Gemeinden.

Spaichinger Gemeinderatsbeschluss
Der Gemeinderat der Stadt habe in seiner Sitzung am 24. April den Schlichterspruch für die Stadt Spaichingen mit der Maßgabe angenommen, dass

1. etwaige Einnahmen der unteren Verwaltungsbehörde im Haushalt der Stadt Spaichingen verbleiben.

2. Die Personalzuständigkeit für die Auswahl und den Einsatz des Personals für die Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen bei der Stadt Spaichingen verbleibt und Spaichingen den anderen Gemeinden kein Mitsprachrecht bei der Personalauswahl einräumt. Spaichingen rede bei der Personalauswahl der anderen Gemeinden nicht mit und wolle sich auch von anderen nicht vorschreiben lassen, wen es für welche Aufgabenerfüllung einstellt.

3. Verhandlungsspielraum ist für Spaichingen die Frage, mit welchem Anteil Mitarbeiter, die für die Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen arbeiten, auf den Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen verteilt werden. Die Verwaltungsgemeinschaft hat kein eigenes Personal. Die Mitarbeiter der Stadt Spaichingen werden,soweit sie für die Verwaltungsgemeinschaft tätig sind, mit einem Prozentsatz ihrer Beschäftigung auf den Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft verbucht.

Es bleibe nun abzuwarten, ob die anderen Gemeinden den Schlichterspruch akzeptieren wollten. Tun Sie dies nicht, könnten die offenen Finanzierungsfragen nur durch Richterspruch geklärt werden. Was die Besoldung des Spaichinger Bürgermeisters betreffe,entspreche diese bei partieller Anrechnung der Einwohner der VG der Gehaltsstufe eines Oberbürgermeisters einer Stadt mit über 20 000 Einwohnern. Hingewiesen wird noch darauf, daß die Gemeinde Dürbheim einen eigenen, auf einen Gemeinderatsbeschluss fußenden Vorschlag in die Schlichtungsgespräche eingebracht habe, der mit der Auffassung der Stadt Spaichingen nichts zu tun habe.

„Für gutes nachbarschaftliches Verhältnis“
Bürgermeister Schuhmacher hat im Zusammenhang mit den Auseianndersetzungen innerhalb der VG auf entprechendes Schreiben des Denkinger Bürgermeisters gegenüber diesem betont, dass Spaichingen an einem guten nachbarschaftlichen Verhältnis zu den Umlandgemeinden, insbesondere den Gemeinden der VG interessiert sei. Spaichingen wolle die Aufgaben, die im Vertrag definiert worden seien und soweit sie Aufgaben seien, die nicht reine Erledigungsaufgaben durch die erfüllende Gemeinde sind, in einer gemeinsamen Absprache vor Aufgabenerfüllung erledigen. Man dürfe allerdings nicht verkennen, dass sich seit der Gründungszeit der Verwaltungsgemeinschaft auch Veränderungen im gesellschaftlichen Kontext und in der Entwicklung jeder einzelnen Gemeinde ergeben hätten, die Vertragsanpassungen durch Einzelbeschlüsse der Bürgermeister im Bürgermeisterausschuss zur Folge hatten, und zwar auch zugunsten der Mitgliedsgemeinden. Spaichingen verstehe unter einem partnerschaftlichen Miteinander einen fairen und kollegialen Umgang im Sinne einer der im Vertrag genannten Aufgabenerfüllung.

Über die Veränderung der Stimmenverhältnisse mit einer Stimme für jede Gemeinde sei bisher im Gemeinderat der Stadt Spaichingen nicht gesprochen worden, weil er diesen Punkt im Rahmen einer Vertragsanpassung für nicht diskutabel gehalten habe, d.h. Spaichingen werde von sich aus keine Veränderung der Stimmenverhältnisse bei den Verhandlungen um einen neuen Vertrag einbringen.
Sollte dies seitens der anderen Gemeinden gewünscht werden, über die Stimmenverteilung bei den eventuell anstehenden Vertragsverhandlungen zu sprechen, wolle sich die Stadt Spaichingen nicht verschließen. Wenn der Denkinger Bürgermeister die Stimmenverteilung anspreche, dann werden er wohl eine der Einwohnergröße entsprechende  Stimmenverteilung wünschen, die die größeren Umlandgemeinden, wie auch Denkingen, bevorzugen, Gemeinden wie Hausen oder Balgheim benachteiligen würde. Er, Schuhmacher, wisse nicht, ob diese Gemeinden einen solchen Weg mitgehen würden.

Der Spaichinger Gemeinderat habe entschieden, dass die Personalauswahl und die Verteilung der Aufgaben auf einen oder mehrere Mitarbeiter bei der Stadt Spaichingen verbleiben sollten. Die Stadt Spaichingen sei bereit, darüber zu verhandeln, ob die festgelegten prozentualen Anteile, die auf die einzelnen Mitarbeiter der Stadt für die Verwaltungsgemeinschaft gebucht würden, nachvollziehbar und schlüssig seien. Hierbei solle nicht ausgeschlossen werden, ob im Rahmen der Verhandlungen, Prozentanteile nicht geringfügig disponibel sein könnten.

Sämtliche Fragestellungen zur Unteren Verwaltungsbehörde könnten, weil sie eine völlig andere Regelungsmaterie betreffen und  im übrigen auch nach dem Beschluss des Gemeinderates der Stadt Spaichingen, nicht Gegenstand einer Vertragsänderung sein.

 

Schwäbischer Verlag unterliegt Spaichinger Rathaus

Verwaltungsgericht gegen Forderung nach Unterlassungserklärung

(tutut). Suchen Schwäbischer Verlag und die Spaichinger Redakteurin Regina Braungart abseits wohl von journalistischen Pfaden ihr Heil jetzt bei Justizia? Diesen Eindruck könnte man gewinnen, wenn die Aktivität des Verlags und der Redakteurin in dieser Hinsicht in Augenschein genommen wird. Im jüngsten Fall geht es vermutlich darum, Kritiker mundtot zu machen. Durch eine geforderte Unterlassungserklärung. Um eine Unterlassungserklärung ging es auch  in einem Fall, in dem jetzt Schwäbischer Verlag und Regina Braungart nach Mitteilung der Stadtverwaltung vor dem Verwaltungsgericht Frreiburg gegen die Stadt erfolglos geblieben seien.

Nachdem die Lokalredakteurin des Heuberger Boten, Regina Braungart am 14. September des vergangen Jahres mit einem Artikel „Spaichingen baut und baut“ die Bebauungspolitik der Stadt bisweilen kritisiert habe und in einer mit ihrem Foto abgedruckten „Ansichtssache“ geschrieben hat „Liebe Spaichinger, wenn Sie bauen, verlassen Sie sich bloß nicht darauf, was Ihnen aus dem Rathaus gesagt wird….“,habe die Stadt Spaichingen im „Stadtspiegel“ am 22.September eine „Richtigstellung“ veröffentlicht. Unter anderem sei dabei Braungart auch gebeten worden, eine entsprechende Stellungnahme der Verwaltung zu veröffentlichen. Dies sei aber nur auszugsweise und verändert geschehen.

Wegen der „Richtigstellung“ und der Veröffentlichung im „Stadtspiegel“, so die Stadt, haben Schwäbischer Verlag und Regina Braungart dann das Verwaltungsgericht bemüht mit der  Begründung, die im „Stadtspiegel“ gemachten Aussagen seien unwahr und außerdem keine Meinungsäußerungen, sondern Tatsachenbehauptungen der Stadt, welche widerrufen werden müssten. Die Stadt habe eine Erklärung abzugeben, solche Behauptungen zukünftig zu unterlassen. Die von der Stadt erbetene Unterlassungserklärung sollte in einem „Eilverfahren“ abgegeben werden, weil die Antragsteller behaupteten, es bestehe die Gefahr, dass die Stadt solche Erklärungen auch in Zukunft im Stadtspiegel wiederholen werde.

Diesem Antrag, so die Stadt, sei das Verwaltungsgericht Freiburg in seiner Entscheidung am 30. März dieses Jahres nicht gefolgt. Da seit der Veröffentlichung im „Stadtspiegel“ und dem Urteil inzwischen über sechs Monate vergangenen seien, ohne dass im „Stadtspiegel“ zu Sache erneut berichtet worden sei, habe das Gericht keine Wiederholungsgefahr gesehen und den Antrag des Schwäbischen Verlags und von Regina Braungart abgelehnt.Rechtsmittel gegen diese Entscheidung seien weder vom Schwäbischen Verlag noch von Regina Braungart eingelegt worden.

Gefragt

Wenn Lothar A. Häring offenbar meint, in seinem Versuch, nachträglich seitens der Schwäbischen Zeitung den Bürgermeisterwahlkampf in Spaichingen zu kommentieren, indem er Tatsachen auf den Kopf stellt, dass „die Kritik ‚an der örtlichen Presse‘ das kleinste Problem war“, welches Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher angesprochen hat, will er dann damit sagen, dass  die Schwäbische Zeitung zu glauben scheint, Kritiker anderer Meinung mundtot machen zu können, damit das Blatt vielleicht ein Meinungsmonopol wahren kann? Warum nimmt die Schwäbische Zeitung nie Stellung zu massiven Vorwürfen, welche ihre Arbeit betrifft? Hält sie nichts von Forderungen wie dieser: „Die Presse hat alle Nachrichten vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Wahrheit, Inhalt und Herkunft zu prüfen“? Oder kennt die Zeitung das Landespressegesetz gar nicht?

Gelesen

Rüstet sich Spaichingen für den nächsten Prim-Tsunami? Die Deichelmaus hat der Stadt ihren Spitznamen gegeben. Durch diese Tunnelröhren kommt sogar ein Elefant bequem in sein Himmelreich.

Ansichtssache
Der Bürgermeister ist gefordert
Von A. Lothar Häring
(Ist die Berichterstattung der Schwäbischen Zeitung nicht ein bisschen skandalös? Da fragt ein offenbar ahnungsloser Lothar A. Häring, vielleicht muss er ja auch nur so tun, „Kann eine Stadt liebenswert sein, die so zerstritten ist?“ und meint weiter: „Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher hat eine ansprechende Rede gehalten…er hat die Berichterstattung der ‚örtlichen Presse‘ im Bürgermeister-Wahlkampf gerügt, aber er hat wenig zu dem Thema gesagt, das für Spaichingen das wichtigste für die Zukunft ist: Wie kann man die Stadt versöhnen, wie die Gräben wieder zuschütten?“ Stattdessen, so der Kommentator, “ verfiel Hans Georg Schuhmacher eher in alte Feindbilder, wobei die Kritik ‚an der örtlichen Presse‘ das kleinste Problem war“, denn so Häring, „er denkt offenbar nicht an die schlichte Binsenweisheit, dass zum Streiten zwei Seiten gehören, und dass auch er und vor allem seine Hintersassen ihren Teil zum Unfrieden beigetragen haben“. Wo saß übrigens Häringmitz seinemHinternin dieser Zeit? Hat er da nur Schwäbische Zeitung gelesen? Und so moraliisiert er: „Der alte und neue Bürgermeister hätte sich nichts vergeben, wenn er auf seine Widersacher zugegangen wäre und ihnen angeboten hätte: „Lasst uns die Vergangenheit vergessen und einen Neuanfang wagen. Ich reiche Euch die Hand. Statt dessen hielt er deutlich Distanz“. War Häring auf einer Deppenversammlung? Der hat offenbar nichts verstanden, sitzt im Glashaus, und meint, mit Steinen werfen zu müssen. Die Schwäz will offenbar weitermachen wie bisher. Was er ausgerechnet dem Bürgermeister vorwirft, und übergeht dabei die Binse, trifft in erster Linie auf dessen Herausforderer zu, und zwar von Anfang an, noch bevor der sich offiziell beworben hat. Hat Häring mal dessen Rundschreiben gelesen oder das „Psychogramm“ eines Psychotherapeuten und Wahlhelfers des Herausforderers? Kann er ja wohl nicht, stand ja kaum was darüber in der Zeitung. Der Herausforderer war ja wohl Zeitungs Liebling, deshalb wird überschlagen, dass dieser es war, der persönlich geworden ist und gespalten hat. Was ist denn aus dessen Umfeld heraus unternommen worden, was einen Fraktionskollegen des Herausforderers, der kreisweit der CDU-Spitzenmann ist – welche Rollen haben da ein Kauder und ein Wolf gespielt? – zum Tritt aus Gemeinderat und Partei geführt haben? Warum sind zwei weitere Ratsangehörige mit undemokratischen Begründungen abgetreten? Jetzt also soll der Bürgermeister schuld daran sein, weil nicht der Herausforderer, sondern er klar gewählt worden ist? Ist dies nicht eine Beschimpfung von dessen Wählern? Müssen die sich angesichts solcher Häring-Analyse nicht für bekloppt und bescheuert vorkommen? Die Zeitung macht anscheinend weiter wie bisher, disqualifiziert sich in ihrer pressegesetzlichen Rolle, ihre offensichtliche Kampagne gegen den Bürgermeister scheint also nicht zu Ende zu sein. In welcher Welt lebt eigentlich dieser Häring, der auf einmal meint, nach Spaichingen kommen zu müssen oder gehen muss, um einen „Kommentar“ zu schreiben, der Fakten auf den Kopf stellt? Hat Häring schon mal etwas davon erfahren, wie seine Zeitung in der Öffentlichkeit von Amtsseite schon früher bloßgestellt worden ist? Vermutlich, weil sie so korrekt berichtet, wie es das Landespressegesetz vorschreibt.)

Gute Wünsche für Schuhmacher und das „Team Spaichingen“
Grußworte zur Amtseinsetzung des Bürgermeisters
Von Regina Braungart
Die Amtseinfühung von Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher (wir haben berichtet)…
(Schwäbische Zeitung. Was wurde berichtet? Ob die Leser schon vergessen haben, wie ein Bericht auszusehen hat, damit er informiert? Was bei der Amtseinsetzung gesagt worden ist, erfahren die Leser so kaum. Ob der Bürgermeister schizophren sein und darüber ein Buch geschrieben haben müsste oder Indianer auf dem Heuberg, um entsprechend Platz zu finden in der „Lokalpresse“?)

Andreas Wiertz verwandelt Holz in Collagen
(Schwäbische Zeitung. Selbst wenn er es verbrennen würde, muss das dann in der Zeitung stehen?)

Dach der Kolpingkapelle soll bald erneuert werden
(Schwäbische Zeitung. Gott Kolping?)

Heuberg-Oskar kröntAuswanderer-Projekt
Thorsten Buhl macht Thema bekannter
„Vom Heuberg in die Neue Welt“, für ein Buch und einen Film zu diesem Thema haben Buchautor und Filmregisseur Thorsten Buhl und sein Co-Autor Franz Preitler aus den Händen von Ursula Mattes vom Heimatverein den ersten „Heuberg-Oskar“ bekommen.
(Schwäbische Zeitung. Preise gibt’s wie Steine auf der Alb, Probleme macht das Finden von Preisträgern.)

Sparkasse hilft Kindergärten und Pflegeeinrichtungen für Senioren
Die Kreissparkasse Tuttlingen spendet mehr als 75 000 Euro und sorgt dieses Jahr für Freude bei annähernd 100 Kindergärten, Alten- und Pflegeheimen. Ermöglicht wurde diese Spende an gemeinnützige Einrichtungen im Landkreis Tuttlingen durch das PS-Sparen.
(Schwäbische Zeitung.Pflicht ist keine Spende,wozu diese Lobsudelei?)

Schura steigt in Kleinkindbetreuung ein
(Schwäbische Zeitung.Heißt die Stadt nicht Trossingen?)

Viele Zeitzeugen loben die Schaffung von Wohnraum durch Hohner
(Schwäbische Zeitung. 2012?)

Pflegende Angehörige erhalten Freiräume
Ein neues Betreuungsangebot für Demenzkranke öffnet am 14. Juni im Elias-Schrenk-Haus
(Schwäbische Zeitung. Wer zahlt’s, die Kirche?)

Stellungnahme
„Befürchtungen waren richtig“
(Schwäbische Zweitung. Dürfen Tuttlinger-CDU-Stadträte jetzt schon Kommentare schreiben? Das ist doch ein Leserbief!)

White Eagle heizt in der Ostbaarhalle ein
(Schwäbische Zeitung.Öl ausgegangen?)

Landwirt plant Hühnerstall für 22 000 Tiere
Hattinger Ortschaftsrat und Immendinger Gemeinderat akzeptieren Millionen-Projekt
(Schwäbische Zeitung. Artgerecht?)

Gekündigte Schlecker-Frauen bekommen keine Abfindung
Arbeitsagentur sieht gute Chancen – Abgeordneter Grimm ermuntert zur Qualifikation
(Schwäbische Zeitung. Zwei Wochen nach der Pressemitteilung des Abgeordneten Leo Grimm wird davon in der Schwäz etwas gemeldet! Erist ja nicht Landtagspräsident mit offenbarer Dauersitzungsleitung im Wahlkreis.)

Logo? Logo!

(gh). Was geben Kommunen nicht alles aus, um sich von anderen abzuheben. Hat nicht jeder sein Alleinstellungsmerkmal? Es muss nur gefunden werden. Wozu gibt es Berater? Dort sind die Experten von Gesucht und Gefunden.  So haben im Laufe der jüngsten Zeit die oft in Jahrhunderten gewachsenen Wappen, wovon keins dem anderen gleicht, Platz machen müssen neuem Stadt- und Landdesign. Uniformität ist Trumpf, wenn es um Individualität  oder anders gesagt: um Einfalt im Quadrat geht. Denn wo die Phantasie fehlt, regiert etwa das Motto: Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht.  Was aber viel zu teuer wäre. Ein Strich muss genügen, schön geschwungen, oben und unten ein Muckenschiss, und fertig ist die Stadt im Tal mit dem Schloss oder der Kirche auf dem Berg. Da es unzählige dieser unvergleichlichen  Orte gibt, flattern nun viele dieser Alleinstellungsmerkmale auf weißem Tuch vor Rathäusern und an Straßenecken. Nicht nur in Spaichingen oder Hornberg. Logo? Logo!

Gefragt

Warum verwendet Regina Braungart in der Schwäbischen Zeitung Ausdrücke wie Jungs und Mädels, wenn sie über Jungen und Mädchen schreibt, beispielsweise in einem naiven Bericht über das nationale türkische „Kinderfest“? Weiß sie nicht, dass die Nazis die Nachwuchsorganisation für Frauen „Bund Deutscher Mädel“ nannten? Ist ihr nicht bekannt, dass „Mädel“ sogar im „Wörterbuch des Unmenschen“ als einer von 28 Ausdrücken geführt worden ist, die nach Ansicht der Autoren aus dem deutschen Sprachschatz gestrichen werden sollten, weil sie den „Wortschatz der Gewaltherrschaft“ verkörperten? Hat sie noch nicht davon gehört, dass dieser Ausdruck heute auch in der sogenannten rechten Szene wieder verwendet  wird wie zum Beispiel in „Mädelring Thüringen“, „Mädels“ durchaus auch ironisch verwendet wird, was aber in dem Braungart-Artikel wohl kaum gemeint sein dürfte, wenn sie von türkischen „Jungs“ und „Mädels“ schreibt?

Gelesen

Weil er Kenner ist?

Beifall und gute Wünsche begleiten Schuhmacher in die zweite Amtszeit
…Weiterer Bericht folgt.
(Schwäbische Zeitung. Eine solch armselige Leistung hätten die Leser früher nicht verziehen: Über eine Veranstaltung, die kurz nach 19 Uhr zu Ende ist, wird nicht voll berichtet. So ist das wohl mit dem Monopol.)

Kotscharnik wird Ehren-Drachenflieger
Im Verein wird Florian Kotscharnik Nachfolger seines geehrten Vaters
(Schwäbische Zeitung. Drachenfliegen zum Zweiten.)

Volksbank modernisiert Spaichinger Geschäftsstelle
Vorstandsvorsitzender Jürgen Findeklee spricht von einem Bekenntnis zum Standort
(Schwäbische Zetung. PM, weil die Baustelle vorher nicht aufgefallen ist?)

Fast 300 Menschen spenden Blut
310 Spendewillige hat das DRK Spaichingen bei der jüngsten Blutspende in der Stadthalle gezählt, darunter 21 Erstspender. Auf ärztliche Anordnung wurden 17 Spender nicht zugelassen.
(Schwäbische Zeitung. Wohl ein gutes Geschäft für den Konzern? Übrigens: Es kann  auch in Krankenhäusern Blut gespendet werden, dafür gibt’s sogar was.)

Musikverein lässt das Feuer des Südens lodern
In Aixheim laden Musik-Kids, die Jugendkapelle und das Hauptorchester zur musikalischen Reise ein
(Schwäbische Zeitung. Wo brennt’s? Bei den Arbeitslosen, in leeren Kassen? Oder feuert das Loder, wie ein bayerischer Minsterpräsident mal meinte.)

Umfrage
„Eine Gewerbeschau ist das beste Mittel, um sich zu präsentieren“
(Schwäbische Zeitung. Malwas ganz Neues. Wen interessiert’s, Hauptsache Interview-Pflcht erfüllt.)

Zauberflöte trifft den Schulhof-Boogie
Liederkranz Gosheim unterhält mit einem großen und abwechslungsreichen Konzert
(Schwäbische Zeitung. Einheitsweltklasse.)

Jetzt ist Spargelzeit
Sonderveröffentlichug.
(Schwäbische Zeitung. In Tuttlingen wächst der Spargel? Wie wär’s mit Ananas?)

Senioren sind keine besondere Risikogruppe
Trotzdem warnt die Polizei ältere Menschen vor „typischen Altersfehlern“ im Verkehr
(Schwäbische Zeitung. Saurier sind ausgestorben. Welche Fehler macht die Polizei?)

Der Domino-Effekt zieht hundert Spieler mit
Im Klavierhaus Hermann entwickelt ein musikalisches Experiment eine eigene Dynamik
(Schwäbische Zeitung. Experiment Trossinger Zeitung?)

Seminar für Pressearbeit
Druckreif Schreiben“ heißt ein VHS-Seminar in Kooperation mit der Trossinger Zeitung. Das Service-Angebot richtet sich an Pressewarte von Vereinen aber auch Mitarbeiter öffentlicher Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen.
(Schwäbische Zeitung.Sehr kühn! Warum macht die TZ jetzt schon in eigener Sache PM?)

Diebe machen fette Beute in Computergeschäft
(Schwäbische Zeitung. Schlachtschwein?)

Interview
„Kreativität und Überraschung sind entscheidend!“
Popstar Andreas Bourani über seinen „Plan B“, seine Laufbahn und seine Ideen
Samstagabend. Andreas Bourani, 28, Jung-Popstar („Nur in meinem Kopf“), gibt ein Exklusivkonzert für 100 Besucher. Seine Songs sind bekannt, der Künstler dahinter nicht. Unsere Mitarbeiterinnen Nina Gaßner und Aurelia Klein unterhielten sich mit ihm.
SZ: Was hättest Du eigentlich gemacht, wenn Du nicht berühmt geworden wärst?
(Schwäbische Zeitung. Zur Schwäz?)

Vortrag erläutert Homöopathie
Die Innenstadt-Apotheken – die Engel-, die Hubertus-, die Rathaus- und die Schnekenburger-Apotheke – laden für Donnerstag, 26. April, zu einem Informationsabend in das evangelische Gemeindehaus, Gartenstraße 1, ein. Der bekannte Arzt und Buchautor Dr.Markus Wiesenauer wird dann über „Homöopathie für die ganze Familie“ referieren.
(Schwäbische Zeitung. Erstmals eine Erklärung als Weltsensation?)

Landwirte wollen ländlichen Raum gestärkt sehen
Bei der Sitzung des Agrarausschusses der CDU im Bezirk Südbaden führt Rainer Honer auch durch die Brauerei
(Schwäbsche Zeitung. Stellen die Kühe auf Bier um?)

Damengruppe schlägt mit Männern einige „Capriolen“
Im Museum Seitingen-Oberflacht gibt es bei einer Show vor allem für die Frauen einiges zu lachen
(Schwäbsche Zeitung.Zum Lachen ins Museum? Bisher ging’s in den Keller.)

Gemeinde feiert Regenbogen als Friedenszeichen
Elf Jungen und Mädchen empfangen Heilige Kommunion
(Schwäbische Zeitung. Hat denen niemand gesagt, dass dies auch das Symbol der Lesben und Schwulen ist?)

Gunningen hat viele Mini-Feuerwehrleute
Ab September gibt es eine Kinderabteilung – „Filigrundus“-Knirpse helfen Kasper
(Schwäbische Zeitung.Tritratrulala statt Tatütata?)

Machtkampf der Rockerszene spitzt sich zu
Es geht um Türsteher-Jobs, Drogen, Waffen, Prostitution – Hells Angels auf dem Vormarsch
(Schwäbische Zetung. Lothar A. Häring mittendrin?)

Alternative Modelle sind an Schulen teils schon Realität
Formen wie Gruppenlernen werden im Landkreis Tuttlingen verstärkt umgesetzt
(Schwäbsche Zeitung. Alternativ zu teils was?)

„Ich freue mich auf das gemeinsame Arbeiten“

Spaichingen führt Bürgermeister Schuhmacher ins Amt ein

Neue Bürgermeisterstellvertreterin und alter neuer Bürgermeister: Isabella Kustermann und Hans Georg Schuhmacher.

(tutut). Das muss man Hans Georg Schuhmacher ja lassen: Er füllt Säle. Zum zweiten Mal hintereinander war es der „Kreuz“-Saal. Erst die Bürgerversammlung nach der Wiederwahl, jetzt die Gemeinderatssitzung zur Amtseinsetzung. Der Bürgermeister ist der selbe geblieben, nur der Rat hat sich verändert.Es wird wohl kaum jemand vermisst worden sein. Die bühnenerfahrene Isabella Kustermann meisterte ihre Premiere als Bürgermeisterstellvertreterin so, als wäre sie es gewohnt. Der alte und neue Bürgermeister sieht sich Stadt und Bürgern verpflichtet. MdL Leo Grimm (FDP), der neue Landrat Stefan Bär und der Erste Bürgermeister von Tuttlingen, Emil Buschle, appellierten an die Spaichinger, nach heftigem Wahlkampf Gräben wieder zuzuschütten, wozu Buschle dem Schultes und seinem unterlegenen Herausforderer Tobias Schumacher Minibagger mitbrachte.

Auch der neue Landrat Stefn Bär (Mitte) gratulierte.

Wenn zur Begleitung so flott musiziert wird wie im „Kreuz“-Saal von einer Bläsergruppe, werden Gemeinderatssitzungen stets in Sälen stattfinden müssen. Wann ist in solchen Veranstaltungen schon mal nach „Zugabe!“ gerufen worden?

In Anwesenheit auch von Ehrenbürger und Bürgermeister i.R. Albert Teufel  und Angehörigen des Bürgermeisters und seiner Ehefrau Christine gratulierte die Bürgermeisterstellvertreterin unter großem Beifall Hans Georg Schuhmacher zu dem „überaus deutlichen Vertrauensbeweis“ mit dem er wiedergewählt worden ist. Sie bestätigte ihm, in den letzten acht Jahren viel bewegt, verändert und auf eien guten Weg gebracht zu haben. Sie wünschte sich eine gedeihliche Zusammenarbeit mit den Umlandbürgermeistern und gab sich zuversichtlich, zukunftsgerechte Lösungen zum Wohle der Stadt zu finden mit ihm und mit dem Gemeinderat zu finden.

Bürgermeister: staatspolitisches Bekenntnis
Hans Georg Schuhmacher sprach von der Ehre, seinen Amtseid ableisten zu dürfen als sein staatspolitisches Bekenntnis, nämlich diesen Staat in seiner gesellschaftspolitischen Werteordnung vertreten zu dürfen und sich niemals gegen die Grundwerte der Verfassung stellen werde. Er werde stets auch die Anerkennung und Freiheit jedes einzelnen Bürgers über die Individualinteressen  einzelner, vielleicht auch namhafter, Bürger stellen werde, innerhalb der gegebenen Rechtsordnung. Der Bürgermeister dankte dem großen Vertrauen der Bürger und bedauerte, dass der Wahlkampf nicht frei war von „unfairen Dingen“ war bis hin zu einer begleitenden Berichterstattung der im Ort ansässigen Presse, „die ich mir so nicht im vorhinein hätte vorstellen können, schon gar nicht hätte vorstellen wollen“..

Blumen für die Frau des Bürgermeisters, Christine Schuhmacher.

Mit dem ihm gegebenen Vertrauensvotum sei auch ausgedrückt worden, „dass vieles gut war, was wir gemeinsam in den vergangenen acht Jahren zusammen erreicht haben“. Als er vor acht Jahren nach Spaichingen gekommen war, sei klar gewesen, dass er und sein Vorgänger zwei unterschiedliche Persönlichkeiten seien. Für manche müsse ungewohnt gewesen sein, wie er versucht habe, der Stadt Impulse zu geben: Stadtsanierung von der Innenstadt her, Schaffung von Wohnraum für hier arbeitende Menschen, Gleichbehandlung von Vereinen mit füralle verbindliche Förderrichtlinien, Gleichbehandlung bei der Musikschulförderung, Regelung er Finanzierung in der Verwaltungsgemeinschaft, Förderung der Frühkinderbetreuung im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf,die Schaffung einer dienstleistungsorientierten Verwaltung.

Albert Teufel habe es nicht schlechter gemacht,sondern das solle nur heißen, dass er der Stadt Impulse geben wolle, die er als Außenstehender als vernünftig und notwendig angesehen habe. Niemand könne nun sagen, dass sich diese Stadt nicht weiterentwickelt habe, dass nicht enorm viel bewegt und verändert worden sei. Dies sei in zahlreichen Sitzungen des Gemeinderats auf den Weg gebracht worden. Er sei nun in der glücklichen Lage, das fortführen zu dürfen, was er zum Teil sehr mühsam in den vergangenen Jahren begonnen und entwickelt habe. Er finde es auch gut, das die Spaichinger einen Bürgermeister gewählt hätten, der streitbar sei.

Er werde auch in den nächsten Jahren nicht nachlassen in seinem Bemühen, eine für die Stadt und die Verwaltungsgemeinschaft vertretbare Finanzierungsregelung  hinzubekommen, die verlässlich, dauerhaft und passgerecht sei auch dann, wenn Kollegen vom Gründergeist der Gemeinschaft redeten, der angeblich verloren gegangen sei. Man müsse sich auch vor Augen führen, dass Zeiten sich veränderten, und Veränderungen brächten auch die Aufgabe von Gewohntem mit sich. In einer schnellebigen Zeit müsse man sich auch selbst verändern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Man müsse nicht jeden Trend mitmachen, wie beispielsweise privat bauen zu lassen und dann mieten, was sich inzwischen als teurer herausgestellt habe.

Flotte Sitzungsbegleitung.

Wichtig sei, handwerklich sauber zu arbeiten und nachhaltig im Sinne einer verträglichen Finanzentwicklung. Dies gelte auch für die kommenden Jahre, wo es um eine „vernünftige“ Weiterentwicklung der Kläranlage gehe, zahlreiche Gemeindestraßen müssten instandgesetzt werden, Kindergärten müssten für die Kinder von Betriebsangehörigen geöffnet werden, welche nach Spaichingen geholt worden seien, hinreichender und bedarfsgerechter Wohnraum sei zu schaffen. Stadtsanierung dürfe nicht beim Marktplatz aufhören, zur nachhaltigen Entwicklung müsse auch die Bahnhofstraße mit Bahnhof und Gewerbemuseum gehören. Die alte Tunrhalle müsse denkmalschutzwürdig saniert werden, wobei tief in die Tasche zu greifen sei. Auch die Stadionhalle Unterbach stehe auf dem Programm.

Die Stadt müsse sich auch gesellschaftlichen Wandlungen stellen. In der Schulpolitik zum Beispiel, wichtiger denn je sei auch die Zusammenarbeit mit Kirchen und Religionsgemeinschaften. Die Vereine könnten weiterhin auf Unterstützung rechnen, soweit dadurch Vereinszwecken gedient werde. Er bat den Gemeinderat zum Wohle der Stadt parteiunabhängig im Sinne einer Weiterentwicklung der Stadt Diskussionen zu führen und in der Öffentlichkeit seriös damit umzugehen. Anschließend gab sich Schumacher überzeugt, „dass eine schöne Amtszeit vor mir liegt, an deren Ende Sie sagen werden, dass sich unsere Stadt weiter bewegt hat“. Dafür werde er alles in seiner Macht stehende tun. „Ich freue mich auf das gemeinsame Arbeiten, ich freue mich auf das Zusammenleben mit Ihnen, und ich freue mich auf die Dinge, die wir in Zukunft gemeinsam angehen werden“, schloss der Bürgermeister sozusagen seine zweite Antrittsrede.

„Gehen wir sachlich miteinander um“: MdL Leo Grimm

MdL Leo Grimm: Spaichingen ist die Sache der Bürger
Der Spaichinger Landtagsabgeordnete Leo Grimm (FDP) zitierte zu Beginn und am Schluss seines Grußwortes den größten Spaichinger des 19.Jahrhunderts, Anton Kupferschmid: „Der Wert des Menschen richtet sich nicht nach seiner äußeren Stellung. Aber er richtet sich danach, wie er diese Stellung zu Nutz und Frommen des Ganzen ausfüllt. Der einzige Unterschied ist nur, dass das Maß der Pflichten und Verantwortung äußerlich sichtbarer hervortritt, je höher die gesellschaftliche Stellung ist. Im Wesen bleibt es sich gleich. Immer ist die sittliche Tüchtigkeit der wahre Wertmesser, und wird der Mensch danach zu bemessen sein, ob und wie er auf dem ihm beschiedenen Platz seine  Pflichten erfüllt“. Und: „Sie dürfen mich nicht loben. Was ich getan habe, ist nicht des Lobes, sondern der Sache wegen geschehen.“ Die Sache der Bürger hier sei Spaichingen. Grimm: „Behandeln wir es sachlich. Gehen wir dabei auch sachlich miteinander um“.

Schaue man auf die letzten Monate und Wochen des Wahlkampfs zurück, blicke man täglich um sich, dann müsse man den  Eindruck bekommen,  dass heute Leistungen der ganzen Gesellschaft, der ganzen Gemeinschaft, gerne auf einzelne Personen zugespitzt würden. Ehrenbürger Erwin Teufel habe immer wieder betont, das Amt müsse zum Mann kommen, nicht umgekehrt,wobei es, os Grimm, auch eine Frau sein könne. Entscheidend aber sei doch, wie der Mann, die Frau, dieses Amt zu Nutz und Frommen des Ganzen ausfüllten. Grimm erinnerte an ein Wort des Athener Perikles, der vor 2500 Jahren gelebt hat, und der übertragen gesagt hat, dass der ein guter Bürger sei, der sich um seine Stadt kümmere, und der ein schlechter, der still bleibe.

Ein Bürgermeister sei kein Alleinherrscher. Eine Gemeinde brauche Bürger, die sich engagierten, die in ihrer Gemeinschaft mitarbeiteten und mitwirkten. Ein Bürgermeister brauche Impulse, Anregungen. Eine Gemeinde brauche den Dialog, ja auch den Streit um die Sache. Dieser dürfe aber nicht verwechselt werden mit einem Kampf jeder gegen jeden. Der Abgeordnete: „Wir brauchen in Spaichingen Bürger,die nicht abseits stehen, keine stillen Bürger. Wir brauchen gute Bürger.Spaichingen ist bekannt für seine guten Bürger, für Menschen, die vielseitig mitwirken an der Gestaltung ihrer Stadt“.

Landrat Stefan Bär: aufeinander zugehen
Landrat Stefan Bär gratulierte dem Bürgermeister namens des Kreises zu beeindruckenden Wiederwahl. Wenn Kommunalpolitik so etwas wie die Schule der Demokratie sei, dann seien Wahlen Zeugnisse. Zu Wahlen gehöre auch die Auswahl, insofern habe der unterlegene Kandidat eine echte Wahl ermöglicht. Sowohl Bürgermeister wie Gemeinderat hätten eine starke Position. Er sei überzeugt, das nach den Wahlkampfaktivitäten die Bürger nun Ruhe und Normalität erwarteten. Es sei die Zeit, aufeinander zuzugehen mit dem Ziel eines Spaichinger „Teams“.

Minibagger zum Gräbenzuschütten für den Bürgermeister (rechts) und den Herausforderer (links) vom Tuttlinger Bürgermeister Emil Buschle, der auch Wein mitbrachte vom einstigen Tuttlinger Weinberg am Hohentwiel.

Emil Buschle: Lager wieder zusammenführen
Emil Buschle, der Erste Bürgermeister von Tuttlingen, welcher namens der Kreisstadt Hans Georg Schuhmacher zum souveränen Wahlerfolg gratulierte, schlug vor, wieder jährliche Begegnungen zwischen beiden Gemeinderäten aufzunehmen. Das Verhältnis zwischen beiden Städten sei etwas Besonderes, seit jeher Zentren in der Region. Deshalb sei eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtig. Er wünschte, dass die im Wahlkampf gebildeten beiden Lager nun wieder zusammengeführt werden. Hierzu seien alle in der Stadt gefordert.