Entscheidung für Spaichinger Gymnasium vertagt

CDU-Antrag legt Erweiterungspläne vorerst auf Eis

Auf der Gegenseite zur Sallancher Straße ist ein zweistöckiger Anbau beim Spaichinger Gymnasium geplant (vorne).

(tutut). FWV-Stadtrat Staudenmayer geißelte den von Tobias Schumacher eingebrachten und mehrheitlich verabschiedeten Antrag auf Vertagung der Entscheidung zur Erweiterung des Gymnasiums als Wahlkampfmanöver. Dabei sei es dringend, dass die Schule nicht mehr in Containern unterrichten müsse. Schumacher wirbt als Herausforderer von Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher mit dem Vorschlag, den Erweiterungsbau des Gymnasiums so aufzustocken, dass er auch von der Volkshochschule genutzt werden könne.

Der Bürgermeister probierte es in der Gemeinderatssitzung mit einem Kompromissvorschlag: Zustimmung zu den nun von den zuständigen Behörden genehmigten Erweiterungsplänen, wobei das für die Ausarbeitung der Pläne vorgeschlagene Architekturbüro Bühler dann aber die Umsetzung der CDU-Vorschläge mitprüfen solle. Die schwarz-grün-rote Mehrheit setzte aber die Vertagung durch.

Die zweigeschossige Erweiterung soll rund 1,4 Millionen Euro kosten und zwei Klassenräume und Mensa enthalten. Die Bauarbeiten sind für dieses Jahr vorgesehen. Bei der von Tobias Schumacher angedachten Mehrfachnutzung für die VHS,dies ergab die Diskussion, geht es nicht um Unterrichtsräume, sondern lediglich um Platz für die Verwaltung, da Mehrfachnutzungen in Spaichinger Schulen durch die VHS schon längst die Regel sei.

Ein Gedanke zu “Entscheidung für Spaichinger Gymnasium vertagt

  1. Das Gymnasium hat das Nachsehen!
    Gestern hat der Gemeinderat auf Antrag von Tobias Schumacher beschlossen, dass der der Anbau an das Gymnasium vorerst nicht stattfindet. Das bedeutet, dass Unterricht weiterhin in Container – möglicherweise auch im kommenden Schuljahr – abgehalten werden muss. Der Plan war mit dem Rektorat abgestimmt worden.
    Der Bürgermeister hat dann einen Alternativantrag eingebracht: Die Bauvergabe wird beschlossen und der Architekt bekommt der Auftrag, dass er eine Planung für einen Anbau für die Volkhochschule vorlegen muss. Auch dieser Antrag ist nicht angenommen worden.
    Was ist das für eine Kommunalpolitik, die auf Kosten des Gymnasium, der Lehrer- und der Schülerschaft geht?
    Klaus Häcker